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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Einwirkung auf die Krängung durch längsschiffs liegendes horizontales weiches 
Eisen VO Kal 
Die Ortsvertikalkraft findet man, wenn nur die Ortshorizo 
die Inklination bekannt ist, durch die Formel: ntalkraft und 
z =. H tg ©. 
Beispiel 1). 
Es sei H=— 2,80; © — 50°; 4 = 0,91. 
Es wird 
z =— 2,80 > 1,19 = 3,33 
Az = 0,91 > 3,33 = 3,03 
giebt aus der Tafel 
= 3,97. 
Auf diesen Stand Yon 3,97 stelle man das Instrument ein und setze es 
in den Kompafs. Der Krängungsmagnet bringe die Nadeln auf Kurs ONO in 
einer Entfernung von 0,40m in horizontale Lage — auf Kurs WSW in einer 
Entfernung von 0,44m, so setze man denselben in 0,42m Entfernung fest, und 
der Krängungsfehler ist kompensirt. 
2) Bei einem nur für semicirkulare, nicht für quadrantale 
Deviation kompensirten Kompafs. Es mufs in diesem Falle sein: 
= 20 — 
Beispiel 2). 
Es sei 2 = 0,87; 4 = 0,12. 
Es wird u = 0,77. 
Es ist nun z mit u, anstatt wie vorhin mit 24, zu multipliciren und im 
Uebrigen ebenso zu verfahren. 
3) Wenn ein Instrument zur Kompensirung des Krängungs- 
fehlers von verschiedenen Schiffen an demselben Ort gebraucht 
wird. Man benutzt in diesem Falle die Tabelle für Zi 
Beispiel 3). ° 
Es ist in Wilhelmshaven, dem Ort, für welchen ‘diese Tabelle ausgerechnet 
ist, 4 = 0,93; 3 sehr klein; der Kompafs ist für semicirkulare Deviation 
kompensirt, 
Man stellt das Instrument auf y = 6,30 ein und setzt dementsprechend 
den Krängungsmagneten fest. 
Berechnung der Tafel. Wie schon angedeutet, gehört zu jedem 
einzelnen Instrument eine Tafel, welche vor dem Gebrauch ausgerechnet werden 
mufs, Es geschieht dies in folgender Weise. 
Durch Anbringung eines vertikal gehaltenen Magneten senkrecht unter 
dem Instrument — was schr bequem in einem zur Anbringung eines Krängungs- 
magneten eingerichteten Kompafshause geschehen kann — setzt man das Instru- 
ment der Einwirkung verschiedener Vertikalkräfte aus, welche man jedesmal 
mit Hülfe der Vertikalnadel in Gauss’schen Einheiten bestimmt, während die 
zugehörige Angabe des Instruments bemerkt wird. 
Beispiel. Es ist zunächst nöthig, die der gebrauchten Vertikalnadel 
eigenthümliche Konstante (c) zu bestimmen, Es sei T die Dauer von zehn 
Schwingungen der Nadel, dann ist: 
Ce 
zZ — wa) 
Es ergab sich durch Beobachtung T = 14,88; z ist am Beobachtungsort 
Wilhelmshaven gleich 4,38; demnach wird 
ec =— 969,9. 
Der Dauer von 10 Schwingungen von. 15,925 Sekunden entsprach die 
Ablesung +- 5,74. 
Da z = N ist, so ist in diesem Fall: 
969,9 _ 
Z = {5,9958 — 3,822. 
Bei einer schematischen Zusammenstellung wird man die Arbeit auch bei 
einer großen Zahl von Beobachtungen bald vollendet haben.
	        
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