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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Hiernach ist cine Zunahme des specifischen Gewichtes mit der Tiefe im 
Eise und im Polarmeere unzweifelhaft vorhanden, und zwar ist sie in jenem 
stärker, als in diesem und in letzterem wieder etwas stärker, als im Nord- 
atlantischen Ocean, Im Mittel aus den Messungen an 12 Orten im Polarmeere 
ergiebt sich diese Zunahme bis zu einer Maximaltiefe von 550m (300 Fad.) 
gleich -+ 0,0008 und im Eise im Durchschnitt aus den Messungen an 8 Orten 
gleich -+ 0,0015. 
Ein Blick auf die Spalten 4 und 5 der obigen Tabelle zeigt übrigens 
noch, dafs an der Oberfläche das specifische Gewicht mit der Entfernung vom 
Eise zunimmt, dafs aber in der Tiefe ein gleichmäfsigeres Verhalten desselben 
anzutreffen ist. Die Werthe des specifischen Gewichtes an der Oberfläche liegen, 
nach der obigen Tabelle, zwischen 1,023 und 1,026, dagegen die in der Tiefe 
zwischen 1,025 und 1,026. 
(Fortsetzung folgt.) 
Vorläufiger Bericht über die Ergebnisse der Chronometer-Prüfung 
auf dem Kaiserlichen Observatorium zu Wilhelmshaven 1880—81. °) 
Von Dr. C. Börgen, Vorstand des Kaiserlichen Observatoriums. 
Der an 10 Chronometermacher ergangenen Aufforderung zur Einsendung 
von Chronometern zur Prüfung behufs eventuellen Ankaufs von Seiten der 
Kaiserlichen Marine wurde von den folgenden Herren entsprochen: Eppner 
mit 2, Petersen mit 2, Knoblich mit 3, Ehrlich mit 6, Mager mit 1 und 
Bröcking mit 6 Chronometern. Die Resultate der in der Zeit vom 5. November 
1880 bis 5. März 1881 ausgeführten Temperaturprüfung sind in der folgenden 
Gangtabelle enthalten, der am Fuße die Gröfsen A und B, sowie A + 2B und 
die Klasse des Chronometers beigefügt sind. Danach sind keine Instrumente 
I. Klasse, 9 solche II., 6 III, und 5 IV. Klasse vorhanden gewesen, welche 
sich nach der Größe von A + 2B, wie folgt, vertheilen: 
Ehrlich No. 265 
Knoblich „ 2001 
» „ 1971 
Bröcking „ 910 
Ehrlich 267 
266 
264 
34 
268 
378 
» 325 
Ehrlich „ 263 
Petersen „ 33 
Bröcking „ 158 
Eppner „ 228 
Mager „ 50 
Knoblich „ 2003 
\röcking „ 961 
ippner „ 225 
3röcking „ 755 
Petersen N 
Ehrlich 
Bröcking 
Ä 
20,5 ı 
25,1 
25,4 
24,2 
23,7 
26,6 
29,5 
20,8 
59,7 
„ RE 
1,4 
75,9 
"3,4 
"77 
5 
“5,9 
0,2 
32,5 
54,7 
A A 
R 
75 
9,1 
10,1 
11,5 
v8 
‘4 
‚0 
‚0 
1 
1 
4 
19,9 
14,4 
78 
14 
11,2 
21.5 
16,4 
7 
A -492B 
35,5 
43,3 
5,6 
2 
263 
„3 
“9 
5 
Sn 
38,7 
52,1 
P1A 
50,6 
58,5 
75,0 
37,R 
47 6 
Kommpensation 
einfach 
Auxiliar 
do. 
einfach 
do. 
do. 
do, 
do, 
do. 
40, 
do. 
do. 
Patent 
einfach 
? 
einfach 
Auziliar 
do, 
? 
einfach 
Außerdem wurden die Chronometer nach der im vorjährigen Bericht 
angedeuteten Methode?) bearbeitet und dabei auch der Werth der Acceleration 
1) Ueber die in den Jahren 1878/79 und 1879/80 in Wilhelmshaven ausgeführten Chronometer- 
prüfungen s. „Ann, d, Hydr. etc.“, 1880, pag. 448—455. 
25.8. a. O0. 
Ann. d. Hydr.. 1881. Heft V (Mail
	        
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