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gelben (2650 und 2250 m) aufweist. Von dem Gipfel dieser unterseeischen Er-
hebung wurden Basaltstücke und andere vulkanische Gesteine, nach R. Etheridge
(s. „Proc. of the R. Soc.“ XXV pag. 229) von Island herstammend, heraufgeholt.
In 59° 40‘ N-Br und 29° 30‘ W-Lg hatte der „Bulldog“ (Sir L. Me. Clintock,
1860) auf der Lothungslinie zwischen der Rockall-Bank und Kap Farewell,
parallel mit der der „ Valorous“ und nördlich von ihr, eine ähnliche unterseeische
Erhebung von 1368 m (748 Fad.) zwischen zwei tieferen Stellen 2136 und 2303 m
(1168 und 1260 Fad.) gefunden, gleichfalls mit vulkanischen Steinen auf dem
Gipfel der Erhebung. In derselben. Richtung dieser beiden unterseeischen
Gipfel liegen auch die vulkanischen Inseln Zsland und Jan Mayen; es ist deshalb
eher anzunehmen, dafs man es hier mit einem sich weithin erstreckenden unter-
seeischen Bergrücken zu thun hat, als mit dem versunkenen Buss-Land, welches
Dr. Wallich in seinem Werke über den Nordatlantischen Meeresboden erwähnt.
Temperaturvertheilung. Mit der Lothung am 10. August (No. 6) begann
Mr. P. Herbert Carpenter seine Temperaturmessungen des Wassers von der
Oberfläche des Meeres bis zu dem Boden. Die Ergebnisse derselben sind nach
dem oben angeführten Berichte von Dr. W. B. Carpenter folgende. .
Die während der Lothung No. 6 nahezu in der Mitte der Davis-Strafse
und in dem Parallel von Godthaab genommene Temperaturreihe ergab eine regel-
mäfsige Abnahme der Temperatur von der Oberfläche (4,4°) bis zu 750m
oder 410 Fad. 0 indem die Meeres-Isothermen von 40°, 39°, 38°, 37° F (4,4°;
3,9°; 3,3°; 2,8° C) in fast gleichen Abständen von einander verlaufen. Es waron
hier keine Anzeichen von einer überwärmten Oberflächenschicht und von un-
gleichmäfsig erwärmten Tiefenschichten vorhanden, wie es bei der nächsten
Lothung (No, N der Fall war, welche 1° südlicher, aber ebenfalls in der Mitte
der Davis-Stralse gewonnen wurde. Die Oberflächentemperatur betrug 7,2°,
aber schon in einer Tiefe von 27m sank sie bis auf 4,4°; die Isothermen von
3,9° und 3,3° (39° und 38° F) lagen in derselben Tiefe 55—90 m (30—50 Fad.),
wie bei No. 6, aber die von 2,8° (37° F) wurde hier erst in 1460 m (800 Fad.)
angetroffen, gegen 275m (150 Fad.) bei Lothung No. 6, also eine sehr lang-
same Temperaturabnahme und eine ca 1400 m dicke, fast gleichmäfsig er-
wärmte Schicht; am Boden, in 2010m (1100 Fad.) Tiefe, war die Temperatur
noch 2,5°. Die Lothung No. 8, abermals 1° südlicher und in der Mitte der Strafse,
ergab dieselbe Oberflächentemperatur, 7,2°, wie bei No. 7 und in 2470m
1350 Fad.) Tiefe die gleiche Bodentemperatur wie bei No. 6 in nur 750m
0 Fad.) Tiefe. Bei der nächsten Lothung No. 9, südwestlich von Kap
Farewell, war die Temperatur an der Oberfläche gleichfalls 7,2°, am Boden aber
in 3200 m (1750 Fad.) Tiefe nur 1,1°. Während der Lothung No. 10 war eine
dritte Temperaturreihe genommen, welche an der Oberfläche eine Temperatur
von 9,4° ergab, in 91m (50 Fad.) eine solche von 4,4° in 165m (90 Fad.)
von 3,9°, in 290 m (160 Fad.) von 3,3°, und in 1920m (1050 Fad.) von 2,8°
(37° F), also eine sehr langsame Abnahme der Temperatur; von dieser letzten
Isotherme an sank die Temperatur schneller, so dafs die Isotherme von 2,2° (36° F)
in ca 2560 m (1400 Fad.), die von 1,7° (35° F) in 2740 m (1500 Fad.) und end-
lich eine Bodentemperatur von 1,3° in 3036 m (1660 Fad.) gefunden wurde.
Diese drei Temperatur-Messungen (No. 6, 7 und 10) zeigen in der Davis-
Strafse deutlich die Existenz dreier verschieden erwärmter Wasserschichten:
1) einer warmen Oberflächenschicht (9'/2°—-4!/2°) bis zu 50m Tiefe, welche
mit langsamer Bewegung sich in die Davis-Strafse hinein erstreckt, und je weiter
nach Norden, desto mehr an Mächtigkeit abnimmt; — 2) einer neutralen Zwischen-
schicht, ca 1830m (1000 Fad.) dick, mit einer ziemlich gleichmäfsigen Tem-
peratur, von 4,4° bis 2,8° allmählich abnehmend; — 3) einer kalten Tiefen-
schicht mit niedrigen Bodentemperaturen (1,1° bis 1,4°), welche wahrscheinlich
ihren Ursprung weiter nördlich von der Davis-Strafse haben.
Diese letzteren und das scheinbar anomale Verhalten der Reihen-
temperatur No. 6 gegenüber denen von No. 7—10, nämlich das Heraufrücken
der gleichwerthigen Isothermen bei No. 6 bis in geringere Tiefen unter die
Oberfläche finden eine Bestätigung in den Temperaturmessungen des schwedischen
Schiffes „Ingegera“ (Juli 1871) weiter nördlich bis zur Disco-Insel hin, wo die
Isotherme von 2,8° (37° F) bis zu 90m hinaufdringt und die Bodentemperatur
in einem Fall —= — 0,6° (31° F) in einer Tiefe von 180m (100 Fad.)
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