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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Gebiet hohen Druckes lag grofsentheils 
an der Pacifischen Küste, von dessen 
Ostrande sich Theile ablösten und 
östlich der Felsengebirge zuerst gegen 
SE und weiter gegen E fortwanderten. 
2. Das in den südlichen atlanti- 
schen und Golf-Staaten zu niedrige, 
sonst allgemein !/—2mm, an der 
Pacifischen Küste bis 4mm zu hoho 
Monatsmittel des Luftdrucks. Die 
monatliche Barometerschwankung war 
am gröfsten etwa am 40sten Parallel 
(35—40 mm) und nahm von da nach 
S rasch, nach N langsam ab. 
3. Das Vorwalten nördlicher und 
nordwestlicher Winde an der Atlanti- 
schen Küste, in den Südstaaten und 
an Ostabhang der Felsengebirge, 
während im Seengebiet südliche und 
westliche häufiger waren. Die Abwesen- 
heit von bedeutenden Lokalstürmen 
und die aufserordentlich ausgedehnten 
und heftigen Schneestürme vom 10.—11. 
und vom 20.—21., deren letzterer sogar 
die telegraphische Verbindung zwi- 
schen New-York und Washington für 
mehrere Tage unterbrach. 
auf Centraleuropa ist diejenige, welche 
vom 17. bis zum 22. von der Bretagne 
über Mitteldeutschland bis zum Ural- 
Flusse auf einer ungewöhnlichen Bahn 
sich fortpflanzte. 
2. Der sehr hohe Luftdruck der 
ersten und sehr tiefe der zweiten und 
dritten Dekade. Das Monatsmittel 
desselben lag in ganz Centraleuropa 
zwischen 759 und 763mm. Die 
Schwankungen des Barometers waren, 
mit Ausnahme von Ostpreufsen, gröfser 
als normal, am gröfsten an der Nordsee- 
küste (über 42mm, statt 35mm). 
3. Das der gleichmäfsigen Druck- 
vertheilung entsprechende geringe 
Vorwalten einzelner Windrichtungen; 
im Ganzen zeigten im Norden Central- 
europa’s südliche und südöstliche, im 
Süden nordöstliche Winde ein Ueber- 
gewicht. Stürme waren selten; im 
Zusammenhange mit der oben hervor- 
gehobenen Depression traten indessen 
zwischen dem 18, und 21. in Nord- 
frankreich und England und theilweise 
auch in Norddeutschlaud schwere 
Schneestürme auf. 
4. Die aufserordentlich niedrige 4. Die aufsergewöhnlich niedrige 
Temperatur, die noch bedeutend tiefer Temperatur in dem Zeitraum vom 9. 
war, als im vorhergehenden Monat, bis 27. Januar und die grofsen Schwan- 
30 zwar, dafs dieser Januar in den kungen derselben in dieser Zeit (mehr- 
östlichen und nördlichen Distrikten fach 18—20° C. in 48 Stunden), die 
meistentheils der kälteste je beobach- jedoch selten über den Gefrierpunkt 
tete Monat, mit Ausnahme des Winters hinausgingen. Um die Mitte des Mo- 
1875, war. Wie die Luftdruck-Ver- aats wurden die deutschen Ostseehäfen 
'heilung, so waren auch die Temperatur- für die Schiffahrt meistentheils durch 
Verhältnisse entgegengesetzt jenen des is geschlossen (Swinemünde z. B. 
Januars 1880. Missouri und Mississippi binnenwärts vom 8., seewärts vom 21. 
waren bis St. Louis von festem Eise ge- an). Gegen Ende des Monats wurde 
schlossen, weiter abwärts meist offen; die Schiffahrt auch im Sund und Katte- 
auf dem Ohio brach die Eisdecke zwi- gat durch Eis behindert. Die Unterelbe 
zachen dem7. und 22. auf, und führte der konnte mit Ausnahme weniger Tage 
schwere Eisgang viele Verluste herbei. durch die Eisbrecher offen gehalten 
Auf den Seen war alle Schiffahrt durch werden. 
Bis unterbrochen, seit dem 16, konnte Die Abweichungen des Monats- 
auch der Champlain-See auf der festen mittels der Temperatur von ihrem 
Eisdecke passiırt werden. An der Normalwerthe betrugen für die ein- 
Küste des Atlantischen Oceans traten zelnen Distrikte im Durchschnitt: 
angewöhnliche Eismassen auf, welche L. Nord- ( a. östliches — "7°C. 
die Schiffahrt beeinträchtigten; die Aoutschee| b. mittleres 
Häfen und Buchten (Chesapeake-Bai, Tiefland { c. westliches 
Long Island-Sundete.) waren theilweise 2. Mittel- j a. östliches 
mit festem Eise belegt. deutsches / b. mittleres . 
Die Abweichungen des Monats- Hügelland c. westliches . 
mittels der Temperatur betrugen: 3. süg-( 2: Bayern . . — 
New England. . . . . — 25°C. deutsch- b. Württemberg — 
Mittl. atlant. Staaten . . — 2,9 land ce. Baden. . . — "4 
Südl. — 27 d. linksrhein.Geb.— 3.1
	        
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