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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Die Niederschläge fanden an folgenden Tagen statt (wir fügen auch die 
vereinzelten anderweitigen Bemerkungen hinzu): 
März 1880: 19—30, täglich. 
April: 11—15, 20, 24—26. 
Mai: 2—8, 11, 12, 16—19. — Am 7. zwischen 10 und 11 Uhr Abends 
starkes Gewitter; am 26. mehrmals einige Regentropfen, 
Juni: 11. Abends einige Regentropfen, 15. Morgens 3 Uhr einige Regen- 
tropfen, 20. Regen in der Nacht. 
Juli: 15. Thaufall, 19. Regentropfen, Gewitter, Nachts Scirocco.Sturm. 
C A ya st: 6. Nachts einige Regentropfen, 20. Nachmittags Regen (31 ferne 
ewitter). 
September: 1, einzelne Regentropfen, 5. und 7, desgleichen (5. Gewitter, 
1, 2, 6, 7. und 28. Blitze ohne Donner, 20. Scirocco Nachts). 
Oktober: 5—7, 11, 17, 23, 31 (6. Gewitter, 24. Nebel mit Staubregen). 
November: 3, 4, 6—10, 17—321, 23—25, 28—30. (1. Regentropfen, 
2, NW-Sturm Nachts, 4. Thau, 5. Wetterleuchten, 6. Gewitter, 20. Gewitter und 
Hagel, 22.5* p. m. ein Meteor von Nord nach Süd, 28, Wetterleuchten, NE- 
Sturm Nachts). 
Dezember: 18, 26, 30, 31. (5. und 6. Regentropfen, 12. und 13. Thau, kein 
Regen. — 1—7. grofse Schwärme von Staaren, 22. ein Schwarm Störche von 
NW nach SE). 
Wie ein Vergleich mit dem Eingangs angeführten Artikel zeigt, waren 
die Monate September bis Dezember im Jahre 1880 sämmtlich weit regenärmer 
als 1879. Der September war regenlos, während er im Vorjahre 39mm ge- 
geben hatte; die drei folgenden Monate gaben 1880 228mm, 1879 dagegen 
470mm, also mehr als das doppelte.. Diesen Wassermangel hat indessen der 
Januar 1881 theilweise wieder ausgeglichen, indem er eine Regenhöhe von 
290mm gebracht hat, die sich auf 22 Regentage vertheilte und an 5 Tagen 
mehr als 25mm in 24 Stunden betrug (Maximum 54,9 am 29. Januar). 
Die Beobachtungen über die Lufttemperatur im Schatten ergaben, in 
Celsiusgrade umgerechnet, folgende Mittelwerthe und Extreme zu den drei in 
diesem Jahre ständig eingehaltenen Beobachtungszeiten 7 Uhr Morgens, Mittag 
und 9 Uhr Abends. 
1880 
März. . . 
April. . . 
Mai. . . 
Juni. + +. + 
Juli, . 2. 
August . . 
September . . 
Oktober. °. . 
November . . 
Dezember . 
7Zh a. m. 
Mittel! Extreme 
13,8 
15,2 
17,4 
20,4 
23,4 
6 
21,8 
24 
4.1 
9 
10,6—16,9 
13,.1—18.1 
12,8—21,2 
18,8—22,5 
20,3—26,6 
21,2—25,0 
18,8—24,4 
15,0—21,2 
10,3—18,4 
81—1K9 
12h 
Mittel! Extreme 
17,9 
18,6 
20,4 
23,6 
26,8 
26,0 
26,0 
15,3—20,0 
14,7—21,9 
16,9—23,8 
22,2—25,3 
23,8—32,5 
24,7—28,8 
22,5—27,5 
20,3—26,9 
15,0-—20,9 
128188 
Mr 
7, 
PSP 
9b p. m, 
Mittel] Exireme 
14,6 
15,2 
17,0 
19,4 
22,7 
22,2 
21,8 
194 
15,1 
120 
12,5—17,5 
128—17,38 
13,1—20,9 
18,4—21,9 
20,0—27,2 
20,9—24,1 
:34—24.1 
:6,9—21,2 
122-—19,4 
10.0—15.9 
Das Mittel der gewählten drei Beobachtungstermine stimmt sehr nahe 
mit dem wahren Tagesmittel überein; die stündlichen Aufzeichnungen des 
Observatoriums zu San Fernando gestatten zudem, es auf das wahre Mittel zu 
reduciren. Wenngleich der Umstand, dafs weder die Korrektion des benutzten 
Thermometers noch die specielle Art seiner Aufstellung bekannt sind, den 
Werth der Beobachtungsreihe von Tanger sehr vermindert, so zeigt die gute 
Uebereinstimmung der Resultate in ihren Hauptzügen mit den bekannten 
Werthen von benachbarten Stationen, dafs die etwa vorhandenen Fehler dieser 
neuen Beobachtungsserie nicht grofs sein können. Wir stellen zu diesem Be- 
hufe die Mittelwerthe von Tanger für 1880 mit jenen von Gübraltar, Tarifa, 
San Fernando und Mogador (nach der Zeitschrift der Oesterreichischen Gesell- 
schaft für Meteorologie 1873 S. 8 und 1874 S. 77) zu einer kleinen Tafel zu- 
sammen, welche zugleich die normalen Temperaturverhältnisse in der Umgebung 
der Strafse von Gibraltar in bequemer Weise übersehen läfst.
	        
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