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es war während dieser Zeit also die mittlere Schnelligkeit des Schiffes gleich
sechs Knoten gewesen. ;
Die ganze Rundreise von Cardiff bis zur Klbe war, den Aufenthalt im
Hafen eingeschlossen, in der aufserordentlich kurzen Zeit von 7 Monaten und
18 Tagen zurückgelegt worden. Auf der Rückreise hatte man im Nordatlantischen
Ocean 10° N-Br in 25° W-Lg am 2, November, 20° N-Br in 30° W-Lg am
8. November, 30° N-Br in 31,2° W-Lg am 11. November und 40° N-Br in
22° W-Lg am 17. November geschnitten.
13, Reise der Stettiner Bark „Elise Metzler“, Kapt. 6. Dahms.
Die auf einer Reise von Hamburg nach Stettin begriffene Bark „Elise
Metzler“ verliefßs am 3. Juni 1880 bei frischem Nordwinde die Kanalmündung.
{m offenen Ocean hatten die dort angetroffenen Winde auch zunächst für längere
Zeit nördliche und westliche Richtung und wurde durch sie Kapt. Dahms be-
wogen, nach Süden abzuhalten. Am 22, Juni war die Bark nach 31° N-Br in
27,5° W-Lg gekommen, wo sie durch Windstille 24 Stunden lang festgehalten
wurde. Auf die Stille folgte der NE-Passat, doch war derselbe überall nur
Aau, und konnte bei ihm kein rascher Fortgang erzielt werden. Unweit
25,5° N-Br in 57,8° W-Lg, wo man sich am 13. Juli befand, bezeichnete wieder
kurze Stille die polare Passatgrenze, und mufßte der von diesem Punkte ab
noch vorliegende Theil der Reise bei mäfsig starken westlichen und südlichen
Winden zurückgelegt werden. Am 27. Juli ankerte „Zlise Metzler“ im Hafen
von New-York. Die Reisedauer betrug 54 Tage, und während dieser Zeit war
40° N-Br in 21,5° W-Lg am 10. Juni, 30° N-Br in 28,7° W-Lg am 23, Juni
und zum zweiten Male 30° N-Br in 65,7° W-Lg am 18. Juli; ferner 30° W-Lg
in 28° N-Br am 25. Juni, 50° W-Lg in 24,4° N-Br am 8, Juli, 60° W-Lg in
25,9° N-Br am 14. Juli und 70° W-Lg in 32,3° N-Br am 21. Juli gekreuzt
worden.
Zur selben Zeit, als „Elise Metzler“ ihre Reise auf der für diese Jahres-
zeit wohl nicht zu empfehlenden Passatroute ausführte, segelte die Bark „Elena“
von der Nordspitze Schottlands ab nach New-York. Dieses Schiff befand sich
am 8. Juni in 59,5° N-Br und 7,7° W-Lg und erreichte am 12. Juli die Bai
von New- York.
Am 28. August ging „Elise Metzler“ von New-York aus wieder in See,
um nach Helsingör als Orderplatz zurückzukehren. Während der ersten zwei
Tage dieser Reise wehte westlicher, dann aber östlicher Wind, welcher sechs
Tage lang ununterbrochen herrschte. Am 5. September, unweit 39,2° N-Br in
66° W-Lg endete dieser zuletzt als Sturm auftretende Ostwind. Bei Gewitter
and einem bis 755,0mm gesunkenen Luftdrucke lief der Wind zuerst nach Süd
und dann plötzlich nach NW. Westlicher Wind herrschte später für längere Zeit
ungestört, als man jedoch 48° W-Lg überschritten hatte, wurde wieder ein längere
Zeit anhaltender östlicher Wind angetroffen. Dagegen konnte die Strecke zwi-
schen 43° und 11,5° W-Lg bei westlichem Winde zurückgelegt werden. Am
23. September wurde in der Nähe von 49° N-Br in 22° W-Lg, bei einem nie-
drigsten Luftdrucke von 747,7 mm, ein nur kurzer, aber äußerst heftiger West-
sturm überstanden.
Am 2. Oktober befand sich „Elise Metzler“ in Sicht von Lizard. Es
waren damals 35 Tage verflossen, seit man New-York verliefs, und während
dieser Zeit hatte das Schiff 70° W-Lg in 39,3° N-Br am 30, August, 50° W-Lg
in 43,3° N-Br am 12. September und 30° W-Lg in 47,6° N-Br am 20. Septem-
ber geschnitten.
14. Reise der Hamburger Bark „Sophie“, Kapt. J. Buttschau.
Die von Hamburg nach Adelaide bestimmte Bark „Sophie“, welche am
11. Mai 1879 die Elbe verlassen hatte, befand sich am 23. Mai in der Nähe
von Lizard, Bei frischem, meist aus nordwestlicher Richtung kommendem
Winde segelte das Schiff von dort in rascher Fahrt nach Süden. Unweit
33,0° N-Br nahm der nordwestliche Wind ein Ende; es folgte auf ihn leichter
NE-Wind, welcher „Sophie“ bis nach 28,8° N-Br begleitete. Südlich von dieser
Breite herrschte an zwei Tagen dann noch wieder leichter nordwestlicher Wind
und schliefslich wurde am 5. Juni in der Nähe von 26,2° N-Br in 22,5° W-Leg