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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Teacher of Mathematics, Astronomie etc.“ Printed and published at Portsmouth 
and sold by Black etc. and J. W. Norie and Co. London 1822 in 8 vo, 
Der Herausgeber Snooke, welcher diesen nicht unbedeutenden Fortschritt, 
durch die Vereinigung zweier Korrektionen machte, sagt über die erste Ausgabe 
dieser Schrift: „Having discovered numerous errors in the corrections themselves, 
I.have not only recalculated the whole, but have likewise very carefully combined 
the correction occasioned by refraction, with an other small correction, arising 
out of ihe parallax — because the Rule for finding the second correction brings 
out very nearly the base, instead of the hypotenuse of a rightangled spheric 
triangle.“ 
Dies bezieht sich offenbar-nur auf die obige, von dem Quadrate 
der Mondparallaxe abhängige, also beträchtlichste Gröfse zweiter Ordnung 
= 1! P? cos ’H sin ?M cotg D, welche in geometrischer Bedentung den Unter- 
schied angiebt zwischen dem wahren Distanzbogen als Hypotenuse und der- 
jenigen Kathete, die übrig bleibt, wenn man den Abschnitt P cos H cos M von 
der scheinbaren Distanz subtrahirt, statt den wirklichen Unterschied zwischen 
der scheinbaren und wahren Distanz abzuziehen, vorausgesetzt, dafs man hier 
nur die Wirkung der Mondparallaxe für sich betrachtet. 
Damit war nun durch Snooke !) eine verbesserte Form der Hülfstafel 
entstanden, welche aufser der Refraktionswirkung zugleich den wesentlichsten 
Betrag der Gröfsen zweiter Ordnung einschlofs, und es folgten bald andere 
Autoren dieser Richtung, so dafs es seitdem zwei Arten von solchen Tafeln giebt: 
Die Tafeln erster Art, welche sich nur auf die Angabe der Refraktions- 
wirkung beschränken, wurden veröffentlicht von Elford, Norie, Turner, 
Tonello, Ward etc. 
Als Herausgeber der Tafeln zweiter Art, welche außer der Refraktions- 
wirkung auch den Betrag der Größe zweiter Ordnung mehr oder weniger voll- 
ständig aufnehmen, sind zu nennen: Snooke, David Thomson, Bowditch, 
Janet Taylor, Tegner, Tuxen ete. 
Beide Arten von Tafeln sind leicht von einander. zu: unterscheiden, 
besonders vermittelst der Anfangswerthe, indem die Tafeln erster Art für 
kleine Distanzen und für einander gleiche, niedrige Höhen die Korrektion für 
Refraktion allein als eine geringe Zahl ergaben, während die Tafeln zweiter 
Art, durch Berücksichtigung der Gröfsen zweiter Ordnung einen erheblichen 
gröfseren Zahlenwerth anführen. So ist z. B. für h = 20°, H = 20°, D = 20° 
die Korrektion aus der Tafel: 
nach Elford 0‘22“, Norie 0‘19% Ward 019“ 
dagegen nach Snooke 1’30% Thomson 1‘28“”, Bowditch 1‘28“ 
Unterschied + 1‘8“ + 19“ + 149“ 
und dieser Unterschied ist der Betrag der Gröfsen zweiter Ordnung in dem 
gegebenen Falle. . . 
Von dem obengenannten Tonello erschien eine kleine Schrift: „Guida dei 
Naviganti nelle Osservazioni astronomiche ... Per opera Andrea Tonello, 
J. R. Aluınno Ingegnere © Capitano della Marina Mercantile. Venezia 1833“ 
in 8%, 64 Seiten Text. 
Das letzte, zum Herausschlagen zusammengelegte gröfsere Blatt gieht die 
Elford’sche Tafel genau wieder, wie v. Zach sie veröffentlichte. In der Vor- 
rede wird gesagt, dafs diese „Nuovo metodo‘‘ vorzüglich von Nordamerikanern 
gebraucht werde, und der Verfasser sie von einem „Capitano mercantile“ dieser 
Nation kennen gelernt habe. Sie könne auch als Anhang dienen zu dem von 
seinem Bruder, dem Prof. Gaspar Tonello, verfafsten Navigations- Kursus. 
2) Snooke hatte noch andere Hülfstafeln hinzugefügt, worunter die gewöhnlichen zur 
Korrektion der Höhen. Gegen die übliche Tafel der Kimmtiefe hatte sich Turner erklärt, wie es 
scheint auf Grund von Experimenten, die zu Portsdown Hill angestellt und durch die Wirkung der 
terrestrischen Refraktion sehr beeinflusst waren. Snooke vertheidigte nun die gewöhnliche Theorie 
der Kimmtiefe gegen Turner, der ihre begründete praktische Existenz in der ersten Ausgabe seiner 
Tafeln geleugnet hatte. Es waren von Snooke daher auf der Insel Wight bei 700 Fuls Auges- 
höhe Sonnenbeobachtungen direkt über dem Seehorizonte angestellt, und auch vor- und nachher die 
doppelten Höhen mittelst eines künstlichen Horizonts beobachtet, worans sich eine ıunbestreitbare 
Kimmtiefe von 25’ bis 26‘ ergab.
	        
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