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Dies ist nun eine recht sorgfältige, aus 24 Kupfertafeln ausgeführte ‚gra-
phische Darstellung des Betrags der Refraktionswirkung auf die Distanz, also
im Wesentlichen die Summe r cos S + R cos M. Die Form der Bestimmung von
cos S und cos M, wie oben angegeben, nannte man die Methode von Lyons, und
Norie bemerkt über den Ursprung seiner Kurventafel Folgendes:
„The method invented by the late Mr. Lyons was printed in the first
edition of the tables published by order of the Commissioners of Longitude, ?)
with particular tables constructed by the same gentleman, for computing the
effects of refraction; but it must be confessed these are very complicated in
their use and application: it therefore occurred to me, that if this correction
could be obtained at once, without reference to his various tables, the remaining
part of the calculation for the effect of the Moon’s parallax being made with
the assistance of such tables only as are common in all books on Navigation,
his method would be rendered one of the easiest that have been employed to
correct the lunar distances. With this intention, I turned ıny mind to the
subject, and after due consideration, arranged the plan of a set of tables,
which by a certain combination of lines, would immediately give the required
correction to a degree of accuracy sufficient for all nautical purposes. These
tables I have with great care and assiduity calculated, drawn and superintended
the engraving of, and now present them to my seafaring countrymen, trusting,
that by simplifying the operation, they will tend to render more general the
practise of ascertaining the Longitude by Lunar Observations. Naval Academy,
Leadenhall Street. J. W. N.“
Norie rechnet, wie Elford und Turner, dem Ursprunge seiner Refraktion
CO gemäfs, nach Formel (6), aber zur Berücksichtigung der Gröfsen 2, Ordnung
verweist er auf die Tafel 35 seines „Epitome of practical Navigation“, welche
identisch ist mit Tafel 13 der „Requisite Tables“, und das Hauptglied der
Größen 2. Ordnung enthält:
% P? cos ?H sin ?M cotg D = !%% (P? cos °H — P? cos ?H cos ’M) cotg D
also dieselbe, schon von Maskelyne eingeführte Korrektion, welche sich auch
noch in den meisten unserer neuen nautischen Tafeln (z. B. Breusing Taf, 21)
findet. Norie nahm dabei P cos H aus der Tafel für dio Höhenparallaxe des
Mondes und P cos H cos M für die schon berechnete Summe — Pan HE ,
so dafs mit der Beschaffung dieser Korrektion auch hier keine Weitläufigkeit
verbunden war.
Obgleich die „Linear Tables“ von Norie die Refraktionswirkung von
10 zu 10 Sekunden darstellen, und dieselbe daraus auf etwa 2 Sekunden genau
zu entnehmen ist, so haben diese Kurventafeln sich doch nicht im allgemeinen
Gebrauch erhalten können, wahrscheinlich auch wegen der schwierigen Herstellung,
wenn eine neue Ausgabe erforderlich war.
Desto yrößer war der Erfolg mit der kleinen Elford’schen Tafel, welche
gedruckt und handschriftlich unter den Seeleuten eine immer weitere Verbrei-
tung fand, wenn es bei der handschriftlichen Ueberlieferung freilich auch nicht
zu vermeiden war, dafs Veränderungen hineinkamen, die nicht immer Ver-
besserungen waren. Im Jahre 1821 wurde v. Zach !°) zufällig damit bekannt,
als er im Hafen von Genua das amerikanische Handelsschiff „Forrester‘“, Kapt.
R. Soul, besuchte. In der Unterhaltung über die. an Bord gebräuchliche
Reduktionsmethode der Monddistanzen wurde ihm die Methode von Elford
genannt, und zur Erläuterung eine kleine Schrift von 8 Seiten in Octav vorge-
legt, unter dem Titel: „Second edition of longitude tables for correcting the
distance of the Sun and Moon, or the Moon and a Star for the effects of
parallax and refraction, whereby lunar observations are greatly shortened and
rendered practical and easy to the navigator.“ Improved by James M, Elford
”-) Norie bezieht sich hier ohne Zweifel auf die erste Ausgabe der „Tables requisite to be
used with the Nautical Ephemeris‘“, Publ. by order of the Commissioners of Longitude, London 1767,
welche in zweiter Ausgabe, nach Lyons’ Tode (1775) mit mehrfachen Veränderungen von Maskelyne
im J. 1781 erschienen. Die Wirkung der Mondparallaxe wird in dieser letzten Ausgabe nicht mehr
getrennt, nach Lyons’ Verfahren berechnet, sondern mit der Refraktionswirkung nach Maskelyne’s
Plan verbunden,
10) Corresp. astron. VI, p. 209 und 217.