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arwähnten Breite und 83,9° O-Lg kam ziemlich frischer beständiger Westwind
durch, bei welchem man am 2. April in 83,6° O-Lg den Aequator überschritt,
and der erst endete, als er das Schiff nach 8° N-Br in 83,3° O-Lg geführt hatte.
[n südlicher Breite, wo 30° S-Br in 86,3° W-Lg am 16. März, 20° S-Br in
35° O-Lg am 20. März und 10° S-Br in 83,3° O-Lg am 24. März gekreuzt
worden war, hatte man, so lange wie der Wind östliche Richtung besals, fast
an jedem Mittage eine westliche Versetzung konstatirt, nördlich von 7° S-Br
bei westlichem Winde aber Oststrom angetroffen, der an manchem Tage 1 Kn
Stärke erreichte.
In nördlicher Breite beobachtete man zwischen 8° in 83,3° O-Lg und
15° in 83° O-Lg leichte südöstliche Briese, von unweit des letzteren Punktes
ab aber ziemlich frischen SW-Monsun, mit dessen Hülfe man bis 17° N-Br in
90,6° O-Lg gelangte. Von hier aus, wo man sich am 13. April befand, mußte
der letzte noch vorliegende Theil der Reise bei leichten sehr veränderlichen,
aus südwestlicher und nordwestlicher Richtung vorherrschenden Winden zurück-
gelegt werden, Am 16. April befand man sich in Sicht des Alguada- Feuers,
and am 20. April wurde in der Nähe von China Buckeer Feuer geankert. Die
Dauer der ganzen Reise von 50° N-Br her war 126 Tage. Im Golf von Ben-
galen hatte das Schiff 10° N-Br in 82,8° W-Lg am 7. April und 15° N-Br in
83° O-Lg am 10. April überschritten.
Am 3. Juni 1880 ging „Etha Rickmers“ bei heftigem, aus Süd und SSE
wehendem, Winde wieder in See, um die Heimreise nach Bremen anzutreten.
[{n einiger Entfernung vom Lande lief der schwächer gewordene Wind um
nach SW, und versuchte das Schiff dann gegen diesen höchst unbeständigen,
zuweilen in heftigen Böen wehenden Wind — den Monsun — nach Süden hin
vorzudringen. Man kreuzte 10° N-Br in 96,2° O-Lg am 17. Juni und war am
20. Juni nach 97,4° O-Lg in 6,8° N-Br gelangt. Hier traf man in Lee von der
nördlichen Küste Sumatras ganz leichte, mehrere Tage anhaltende, östliche
Winde, auf die später, als die Länge des Kap Atschin erreicht worden war,
wieder ganz beständiger SW-Wind folgte. Unweit 5° N-Br und 94° O-Lg
herrschte an 4 Tagen leichte Mallung und Stille, und obgleich später der Monsun
aoch wieder für längere Zeit herrschte, so trat derselbe dann doch in gerin-
yverer Stärke und unregelmälsig auf, Erst am 11. Juli konnte man in 91,2 O-Lg
den Aequator überschreiten; und nachdem man von dem hier wieder frisch
wehenden Monsun nach 3,2° S-Br in 92,4° O-Lg geführt worden war, endete
endlich unweit dieses Punktes dieser die Reise bis dahin so sehr verzögernde
Wind. Es folgte eine zwei Tage lang anhaltende Windstille und schliefslich am
15. Juli in 3,3° S-Br und 98° O-Lg der SE-Passat. Nachdem der letztere
Wind durchgekommen war, herrschte derselbe, eine in der Nähe von 12,5° S-Br
and 83° O-Lg stattfindende Störung abgerechnet, frisch und beständig, sein
Gebiet ausdehnend bis nach 26,5° S-Br in 50° O-Lg. Unweit dieses Punktes,
wo der Luftdruck bis auf 773,0mm gestiegen war, lief der Wind zuerst nord-
östlich und kurze Zeit darauf durch Nord und West nach Süd und Ost zurück,
Einige Tage später holte der Wind noch einmal wieder nördlich, doch führte
er dieses Mal die Drehung nicht ganz aus und es folgte kein östlicher Wind.
Am 13. August befand man sich in 31° O-Lg in Sicht der afrikanischen Küste;
and nachdem am 18. und 19. August bei dem verhältnifsmäfsig hohen Luftdrucke
von 760,0 mm ein sehr schwerer Weststurm überstanden worden war, kreuzte
man am 21. August, bei frischem SE-Winde, die Länge der Kapstadt und am
26. August in 9° O-Lg den Parallel von 30° Süd. Es waren südlich von dem-
selben 19 Tage zugebracht worden und auf der Fahrt über den Indischen
Ocean hatte man 10° S-Br in 87,2° O-Lg am 19. Juli, 20° S-Br in 67,5° O-Lg
am 27. Juli und 30° S-Br in 40,3° O-Lg am 7. August, — ferner 90° O-Lg in
7° S-Br am 17. Juli, 60° O-Lg in 22,7° S-Br am 30. Juli und 30° O-Lg in
32,3° S-Br am 14. August geschnitten.
Im Südatlantischen Den traf „„Etha Rickmere‘“ nördlich von 30 ° S-Br
bald südöstlichen Wind an, doch war derselbe noch nicht der Passat; vielmehr
erreichte man dessen südliche Grenze erst am 2, September in der Nähe von
21° S-Br und 0,5° W-Lg. Der vorher kräftig aus SW wehende Wind drehte
hier etwa bei einem Luftdrucke von 769,0 mm in rascher Weise durch Süd nach
SE und wurde zum Passat. Von diesem geführt erreichte man, nachdem 20° S-Br