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dann dessen Stärke unerwünscht gering, wurde hier doch sogar wiederholt
Windstille angetroffen. Am 2. Januar 1880 erreichte man, unweit 33,5° N-Br
in 22,2° W-Lg, bei einem Lnftdrucke von 775,5mm den auf längere Windstille
folgenden Passat, Im Gebiete desselben wehte frischer beständiger Wind, wel-
cher erst südlich‘ von 9° N-Br flaner und unbeständiger wurde und in der
Nähe von 3,8° N-Br und 23,6° W-Lg zu wehen aufhörte, Südlich vom Passat-
gebiet wurde ein Stillengürtel gar nicht angetroffen, es drehte der ganz flane Wind
vielmehr unmittelbar von NE nach SE, frischte aus letzterer Richtung auf und
wurde zum Passat, Am 17. Januar passirte „Ktha Rickmers“ in 28,1° W-Lg
den Aequator.. Man hatte die Strecke von 50° N-Br zur Linie in 32 Tagen
zurückgelegt. und auf derselben 40° N-Br in 23° W-Lg am 27. Dezember, 30°
N-Br in 23,2° W-Lg am 4. Januar, 20° N-Br in 25,9° W-Lg am 7. Jannar und
10° N-Br in 24,6° W-Lg am 11. Januar gekreuzt.
Am Mittage des 16. Dezember hatte sich in der Nähe von „Etha Rick-
mers“, kaum 12 Sm von derselben entfernt, die auch von Cardiff ausgegangene,
nach Manila bestimmte Bark „Lima“ befunden. Dieses Schiff” hielt sich öst-
licher als „Ztha Rickmers“ und traf infolge dessen eine weit günstigere Ge-
legenheit. Am Mittage des 22, Dezember, als der Standpunkt des Vollschiffes
in 43,8° N-Br und 20,8° W-Lg, derjenige der Bark in 41,3° N-Br und 16,6°
W-Lg war, erhielt diese kräftigen Ostwind, aus dem sich später fast ohne
Störung der Passat entwickelte, während das Vollschiff noch für lange Zeit
nachher gegen südliche und südwestliche Winde zu kämpfen hatte. Bei beiden
Schiffen zeigte am 22, Dezember das Barometer den hohen Druck von 777,0 mm,
man befand sich also offenbar damals in der Nähe eines Maximums. Die süd-
lich desselben stehende Bark fand östlichen, das Vollschiff an der Westseite
des Maximums südlichen Wind; in beiden Fällen der Theorie gemäfs und wie
e8 zu erwarten war, „Lima“ gewann infolge der angetroffenen Verhältnisse
ganz aufserordentlich, schnitt 30° N-Br in 24,4° W-Lg am 26. Dezember, 20°
N-Br in 26,2° W-Lg am 29. Dezember, 10° N-Br in 27,1° W-Lg am 31. Dezem-
ber 1879 und den Aequator in 296° W-Lg am 5. Januar 1880,12 Tage früher
als. das Vollschiff.
Im Südatlantischen Ocean wurde von „Ktha Rickmers“ ziemlich kräftiger
und beständiger Passat, dessen Gebiet sich anscheinend bis nach 34,3° S-Br in
26,2° W-Lg ausdehnte, angetroffen. Erst unweit dieses Punktes, wo der Luft-
druck 771,0 mm betrug, lief der Wind hoch nördlich; später folgten jedoch
noch wieder südöstliche Winde, und wurden kräftige Westwinde erst südlich
von 39,5° S-Br gefunden, Am 12. Februar erreichte man in 40,9° S-Br den
ersten Meridian. Es war die zwischen diesem und der Linie liegende Strecke
in 26 Tagen durchsegelt und auf derselben 10° S-Br in 34,1° W-Lg am 21.
Januar, 20° S-Br in 33,8° W-Lg am 24. Januar, 30° S-Br in 29,2° W-Lg
am 28. Januar und 40° S-Br. in 9° W-Lg am 10. Februar gekreuzt worden.
In der Nähe von 43° S-Br wurde die erforderliche Länge abgelaufen.
Die in dieser Breite angetroffenen Winde waren wenig stürmisch und wehten
vorherrschend aus nordwestlicher Richtung, wenngleich östliche, besonders nord-
östliche Winde auch an mehreren Tagen beobachtet wurden. Am 6. März,
23 Tage später, als man in östliche Länge übergegangen war, kreuzte „Etha
Rickmers“ in 40,8° S-Br den Meridian von 80° Ost.
Bei sehr ungünstigen Verhältnissen mufste man den Weg zum Passat-
gebiete zurücklegen. Ks herrschten dort zunächst an mehreren Tagen leichte
Nord- und NNE-Winde, und am 10, und 11. März überstand man unweit 39,4°
S-Br und 85,0° O-Lg einen fast orkanartigen, aus Nord beginnenden und SW
endenden Sturm, bei dem der Luftdruck bis auf 751,8 mm abnahm. Nicht weit von
34° S-Br in 87,2° O-Lg entfernt, erreichte man am 15. März, bei einem Luft-
drucke von 766,8 mm, die südliche Grenze des Passatgebietes. Der kurz vorher
noch aus NW wehende Wind drehte in ziemlich rascher Weise durch. West
und Süd nach SSE und wurde in dieser Weise zum Passat. Kräftig auftretend
führte dieser Wind das Schiff dann in kurzer Zeit nach 11,5° S-Br in 83,5°O0-Lg,
wo derselbe schwächer wurde und eine nördlich von Ost liegende Richtung
annahm. Nachdem 8° S-Br in 82,9° O-Lg überschritten worden war, herrschte
nur noch leichte östliche Mallung, und zwischen 6,8° und 2,5° S-Br hatte die
guch hier herrschende Mallung westliche Riehtung. In der Nähe der letzt: