accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

141 
wo der Wind von SW durch Süd nach Ost drehte, wurde der Kurs auf Nord 
gesetzt. Unweit 26,5° S-Br in 38° O-Lg, wo an 2 Tagen bei einem Luftdrucke 
von 770 mm leichte östliche Mallung und Windstille herrschten, setzte der 
SE-Passat ein, der zunächst nur leicht war, in 24° S-Br und 40° O-Lg selbst 
wieder durch Windstille unterbrochen wurde. Im Kanal von Mozambique 
herrschte bis 13,5° S-Br ziemlich frischer SSE-Wind, während nördlich von 
13° S-Br kräftiger SSW-Wind angetroffen wurde, mit dessen Hülfe „Suaheli“ 
am 6. Juni den Hafen von Zanzibar erreichte. Die Reisedauer betrug 87 Tage. 
Oestlich vom Kap der Guten Hoffnung hatte die Bark 30° S-Br in 37,8° O-Lg 
am 22. Mai, 25° S-Br in 39,5° O-Lg am 26. Mai, 20° S-Br in 42° O-Lg am 
30. Mai, 15° S-Br in 43,3° O-Lg am 2. Juni und 10° S-Br in 42° O-Lg am 
4. Juni gekreuzt. 
Am 30. Juni erreichte die jetzt auf der Heimreise begriffene Bark wieder 
die offene See. Bei heftigem SSW-Winde lag man ostwärts, um in dieser 
Weise hinreichend Länge gut zu machen, damit später über St. B.-Bug segelnd 
der nördliche Eingang des Mozambique-Kanals angeholt werden konnte. Mit 
zunehmendem Abstande von der Küste, dessen Gewinnung der starken West- 
strömung wegen jedoch schwer fiel, drehte der Wind nach Süd und SSE, und 
als am 5. Juli das Schiff nach 5,5° S-Br in 48,7° O-Lg gelangt war, wurde dort 
gewendet, Man erreichte dann unter dem Einflusse der westlichen und nörd- 
lichen Strömung 9,8° S-Br in 43,1° O-Lg. Hier, in geringer Entfernung vom 
Kap Delgado, wurde der südöstliche Wind flau und unbeständig, in dieser 
Weise anhaltend, bis man nach 11° S-Br in 41,4° O-Lg gekommen war. Süd- 
lich von diesem Punkte, wo man sich am 10. Juli befand, herrschten für längere 
Zeit sehr ungünstige Verhältnisse. Die Strömung lief fortwährend bis zum 
Betrage von 40 und 50 Sm im Etmale nach westlicher und nördlicher Richtung, 
und der Wind hielt sich beständig zwischen SSE und SSW. Am 14, Juli war 
der Standpunkt des Schiffs 12,1° S-Br und 42,5° O-Lg. Hier trat endlich ‚eine 
Veränderung ein; man beobachtete von nun an anstatt der westlichen eine hoch 
südliche Strömung, und konnte nach dieser Zeit ein befriedigender Fortgang 
erzielt werden. Am 21, Juli wurde bei SSE-Wind in 20,8° S-Br und 37,1° O-Lg 
gewendet; kurze Zeit nachdem dieses geschehen war, lief der Wind jedoch nach 
Südwesten, um 2 Tage lang von daher zu wehen, und benutzte man denselben, 
nach Südosten zu segeln. Später nahm der Wind wieder südsüdöstliche Rich- 
tung an und behielt diese Richtung für längere Zeit. Nordöstlicher Wind 
wurde erst in der Nähe von 30° S-Br angetroffen, 
Die Umsegelung des Kap der guten Hoffnung wurde durch das Auftreten 
lang anhaltender Weststürme aufsergewöhnlich erschwert. Sie verzögerten die 
Reise hier in solcher Weise, dafs, um von 24° nach 22,5° O-Lg zu kommen, 
nicht weniger als 6 Tage erforderlich waren. Auffallend war der diese Stürme 
begleitende hohe Luftdruck, derselbe sank in keinem Falle unter 751,5 mm. 
Am 17. August passirte „Suaheli“ bei südwestlichem Winde die Länge der 
Kapstadt und am 21. August bei stürmischem SW-Winde in 11° O-Lg den 
Parallel von 30° Süd, Es waren südlich von demselben 21 Tage zugebracht 
worden und auf dem bis dahin vollendeten Reiseabschnitte hatte man 10° S-Br 
in 43° O-Lg am 8, Juli, 15° S-Br in 42° O-Lg am 17. Juli, 20° S-Br in 38°0-Lg 
am 20. Juli, 25° S-Br in 36,6° O-Lg am 25, Juli und 30° S-Br in 33,5° O-Lg 
am 31 Juli, endlich 30° O-Lg in 33,5° S-Br am 1. August geschnitten. 
In der Nähe von 29,0° S-Br in 9° O-Lg, wo bei einem auf 775,0 mm 
gestiegenen Luftdrucke der kräftige Wind von SW durch Süd nach SSE lief, 
wurde das Gebiet des Passates erreicht, und konnte daun endlich einmal für 
längere Zeit ein rascher Fortgang erzielt werden. 
Man überschritt 20° S-Br in 0,8° W-Lg am 26. August und 10° S-Br in 
11,5° W-Lg am 30. August und erreichte am 4. September in 20,9° W-Lg den 
Aequator. Es war die Strecke zwischen 30° S-Br und diesem Punkte in der 
kurzen Zeit von 14 Tagen durchsegelt worden. 
Auf nördlicher Halbkugel ging der Passat allmählich in den südwestlichen 
Monsun über, welcher bis nach 18,5° N-Br in 25,2° W-Lg aufserordentlich 
beständig und kräftig wehte. Erst nördlich von diesem Punkte wurde der 
westliche Wind leicht und unbeständig, Unweit 14,4° N-Br in 25,5° W-Lg lag 
am 11. September die südliche Grenze des NE-Passats. Windstille bezeichnete
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.