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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Es war der Weg zwischen Kap Horn und diesem Punkte in 25 Tagen durch- 
segelt, und auf demselben 50° S-Br in 53,8° W-Lg am 17. Juli, 40° S-Br in 
40° W-Lg am 22. Juli, 30° S-Br in 29° W-Lg am 27. Juli, 20° S-Br in 
29,2° W-Lg am 31. Juli und 10° S-Br in 28,3° W-Lg am 3. August gekreuzt 
worden. 
Die mitsegelnde Hamburger Bark „Elisabeth“, welche Kap Horn am 
11. Juli passirte, überschritt den Aequator in 28,5° W-Lg am 7. August; und 
unter nahezu denselben Verhältnissen, wie sie schon im Reiseberichte dieses 
Schiffes angegeben worden sind, vollendete „Ferdinand“ den letzten Theil seiner 
Reise. Man traf frischen, von östlicher Stıömung begleiteten SW-Monsun, in 
der Nähe von 14,4° N-Br und 25° W-Lg am 13. August den sich aus Stille 
entwickelnden Passat und überschritt die polare Grenze des letzteren Windes 
in 37° N-Br und 37,3° W-Lg am 23. August. Aus westlicher Richtung vor- 
herrschende Winde führten das Schiff dann bis zum 6. September nach 48,8° N-Br 
in 9,6° W-Lg, wo mit der Führung des meteorologischen Journals eingehalten 
wurde. Am Mittage dieses Tages war der Standpunkt der „Klisabeth“ in 
46,8° N-Br und 13,5° W-Lg. „Ferdinand“ hatte seine Reise in 125 Tagen 
zurückgelegt. 31 derselben waren im Nordatlantischen Ocean zugebracht, wo 
10° N-Br in 25,5° W-Lg am 11. August, 20° N-Br in 29,6 W-Lg am 15. August, 
30° N-Br in 35,6° W-Lg am 20. August und 40° N-Br in 31°W-Lg am 27, August 
gokreuzt worden war, 
3. Reise der Hamburger Bark „Suaheli‘“, Kapt. 6. F. €. Fröhling. 
Am 11, März 1880 befand sich die, auf einer Reise von Homburg nach 
Zanzibar begriffene, Bark „Suaheli“ in der Nähe von Lizard. Wäindstille 
zunächst, später südliche und südöstliche, zu Zeiten stürmisch auftretende Winde 
machten einen raschen Fortschritt nach Süden von dort aus unmöglich. Am 
20. März kam unweit 42° N-Br in 16° W-Lg jedoch nordöstlicher Wind durch, 
und verlief die Reise dann in günstigerer Weise, In der Nähe von 28,7° N-Br 
in 20,7° W-Lg erreichte „Suaheli“ die nördliche Grenze des Passats. Der 
frische, vorher nordwestliche Wind drehte hier etwa durch Nord nach NE und 
ging in dieser Weise ohne Störung in den Passat über. Man traf auch diesen 
aufserordentlich kräftig an, und erst südlich von 8° N-Br in 26,3° W-Lg nahm 
dessen Stärke ab, um endlich in 5,2° N-Br und 25,7° W-Lg ganz zu enden. 
Im Stillengürtel, welcher sich wie zu dieser Jahreszeit nicht selten, bis südlich 
der Linie erstreckte, verbrachte man 7 Tage. In demselben war leichte nörd- 
liche, oft von Stillen unterbrochene Mallung vorherrschend. Die Strömung lief 
gewöhnlich mit etwa ! Kn Fahrt nach Westen. Am 11. April stand „Suaheli“ 
in 25,1° W-Lg auf dem Aequatior, es war die Strecke zwischen Kanal und 
diesem Punkte in 31 Tagen zurückgelegt worden, und hatte man dort 40° N-Br 
in 16,8° W-Lg am 21. März, 30° N-Br in 19,6° WE am 26. März, 20° N-Br 
in 26,6° W-Lg am 30. März und 10° N-Br in 266° W-Lg am 2. April 
geschnitten. 
In der Nähe von 0,5° S-Br in25,2° W-Lg erreichte „Suaheli“das Gebiet des 
SE-Passats, doch fand man in demselben anfänglich nur noch flauen, unbe- 
ständigen Wind. Kräftiger Passat setzte südlich von. 5° S-Br ein; und hielt 
derselbe ungestört in dieser Weise bis nach 21° S-Br in 34,5° W-Lg an. Un- 
weit des letzteren Punktes lief der Wind nordöstlich, um diesen Quadranten 
für längere Zeit nicht wieder zu verlassen. Anhaltende westliche Winde wurden 
südlich von 31° S-Br angetroffen, doch mufste die Strecke zwischen 33,5° S-Br 
in 15° W-Lg und dem ersten Meridian wieder bei nordöstlichem Winde zurück- 
gelegt werden. Am 5. Mai überschritt „Suaheli“ in 37° S-Br den ersten 
Meridian, Es waren dann 24 Tage verflossen, seit man den Aequator verlief, 
und während dieser Zeit hatte die Bark 10° S-Br in 32,6° W-Lg am 16. April, 
20° S-Br in 34,8° W-Lg am 20. April und 30° S-Br in 24° W-Lg am 
25. April gekreuzt. 
Das Ablaufen der Länge erfolgte in der Nähe des 39. Grades der Breite. 
Man fand hier indessen keine ganz günstige Gelegenheit; es waren zwar die west- 
lichen Winde die vorherrschenden, doch traten auch wiederholt anhaltende, 
heftige NE-Winde auf. Von 30° O-Lg ab verfolgte „Suaheli“ bei stürmischen 
SW-Winden wieder einen nördlichen Kurs, und in etwa 345° S-Br in 38° O-Le.
	        
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