accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

109 
bis nach SO-Texas, wo sie über 200mm 
und mehr als das 1'/fache der nor- 
malen betrug, und die Regenarmuth 
der pacifischen Küste, wo nur etwa 
ls der normalen Regenmenge des 
Novembers fiel; in Californien und 
no: dostwärts bis Minnesota betrug 
die Monatssumme allgemein unter 
25mm. Ganz regenlos war das süd- 
jche Arizona. 
nats, welche jedoch gröfstentheils nur 
durch die zweite Dekade geliefert 
wurde. Am stärksten waren die 
Niederschläge in den Tagen vom 13. 
bis zum 16. Bedeutende Anomalien 
zeigte die Regenmenge nur in Däne- 
mark, wo sie theilweise das Doppelte 
und in einigen Theilen Süddeutsch- 
lands und der Schweiz, wo sie weniger, 
als die Hälfte der normalen betrug. 
Kleine hydrographische Notizen, 
l. Einsegelung und Ankerplätze der Rhede von Tsehifu. 
China, Nach einem Bericht des Kommandanten S. M.S. „Freya“, Korv.-Kapt. 
von Hippel, ist die Br. Adm.-Karte No. 1260 (Tit. XI, No. 89) aus dem Grunde 
nicht ganz fehlerfrei, als südlich von der Insel Kung-kung-tau, zwischen dieser 
und Zast Sand Spit, auf der sich nach Süden hinziehenden Bank eine zweite 
Insel verzeichnet ist, welche höher gelegenes Land, aber in der That keine 
Insel ist, sondern auch bei dem höchsten Wasserstande, der von uns hier beob- 
achtet wurde, durch eine trocken liegende Düne mit der Insel Kung-kung-tau 
verbunden bleibt. Diese Düne ist auf der in Rede stehenden Karte als bei 
Hochwasser verschwindend angegeben, und kann dieser Umstand zu mancherlei 
Irrthümern führen.) 
Von Ost her kommend, bietet die, bei der Einsegelung nach der Rhede 
von Tschifu sö sehr gefürchtete East Sand Spit bei Tage ein sehr geringes 
Hindernils für die Schiffahrt; dieselbe ist auch bei gewöhnlichem Hochwasser 
über dem Wasserspiegel und dann schon von Weitem kenntlich, und tritt einmal 
höhere Fluth ein, so ist das südlichste, am höchsten gelegene Ende immer 
deutlich genug durch darauf stehende Brandung gekennzeichnet, 
Mit dem Kurs WzN kann die Sandzunge auf 1’ Kblg sicher passirt 
werden, weil südlich davon der Sand steil abfällt, ebenso wie in West von 
derselben, dahingegen erstreckt sich nach Ost zu eine breitere Bank, wie solches 
auch auf der Karte richtig angegeben ist. Die Peilungen für die Ansegelung 
sind sonst richtig, nur ist es für den Fremden, der Tschifu zuerst besucht, sehr 
schwierig, die Merkmale, wie Finger Rock und Stick-up Rock, die zeitweilig 
hinter den Inseln versteckt liegen, zu erkennen und zu unterscheiden; bei Tage 
wird dies wenig zu sagen haben, wegen der meist deutlich wahrzunehmenden 
Sandzunge; sollte diese aber nicht erkannt werden, oder ist es Nacht, und ein 
Schiff wünscht unter Kung-kung-tau, dem immerhin besten Ankerplatz auf der 
Rhede von Tschifu, zu ankern, so steuere man, von Osten kommend, direkt 
auf die hohen sich deutlich markirenden Berge südlich von Tschifu, deren Aus- 
läufer Middle Point und Knob Point bilden, zu, halte sich dann ca 1 bis 2 Sm 
von diesen Landspitzen entfernt, bis man den Leuchtthurm von Kung-kung-tau 
in NOzO peilt; auf diesen dann zu haltend, kommt man mit Sicherheit frei von 
der Sandzunge und kann nach Belieben in 10 bis 10m Wasser, Schlamm- 
grund, ankern. . 
Der im September und Oktober plötzlich einsetzenden stürmischen nörd- 
lichen Winde wegen, ist die Rhede von Kung-kung-tau zu dieser Jahreszeit den 
anderen Ankerplätzen von Tschifw vorzuziehen, weil hier mehr Schutz gegen 
diese Winde und der Ankergrund ein besserer ist und aus dichtem Schlamm, 
in welchem der Anker gut hält, besteht. Der gewöhnliche Ankerplatz S. M., 8. 
„Freya“ unter Kung-kung-tau war: Kung-kung-tau-Leuchtthurm in NO0!40, Kap 
Tschifu in NW'W. Der einzige Nachtheil dieses Ankerplatzes ist die sehr 
erschwerte Kommunikation mit dem Lande. 
') Die mit (D.S.) bezeichneten Notizen sind von der Deutschen Seewarte eingesendet. 
%) Nach den Vermessungen S.M.S, „Vineta*, 1880 (siehe die diesem Hefte beigegebene 
Skizze) sind zwischen der Südspitze von Kung-kung-taw und der Sandzunge bis auf 2 Kblg Aus- 
dehnung "Tiefen von 0,3 bis 0,5m angegeben. 
Ann, d, Hydr., (Februar) 1881, Heft IL
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.