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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Fahrten längs der Nord- und West-Küste von Viti Levu und 
Bemerkungen über den Hafen von Rakiraki, Fiji-Inseln. 
(Mittheilung von der Deutschen Seewarte.)1) 
Ueber diesen an der Nordküste von Viti Levu gelegenen Hafen sowie 
die Fahrt von Levuka dahin und zurück berichtet Kapt. J. Harde von der 
deutschen Bark „Friedrich Hartwig“, welcher denselben im August 1880 be- 
suchte, wie folgt. 
Von Levuka nach Rakiraki-Bai kann man die Route sowohl längs der 
Küste innerhalb der Riffe als aufserhalb derselben nehmen; jedoch ist ersteres 
vorzuziehen, weil man auf dieser Route überall ankern kann. 
Zunächst steuere man innerhalb des Korallenriffes, welches sich vor 
Levuka über erstreckt, längs der Küste, bis man etwa 3 Sm jenseits der Nord- 
spitze von Ovalau, genannt Kap Horn, gekommen ist. Alsdann setze man den 
Kurs nach der SW-Spitze von Naigani. Schon in 3 Sm Abstand von dieser 
[nsel gewahrt man ein langes Riff, welches sich von der SW-Spitze der Insel 
in derselben Richtung erstreckt. Sobald das Riff in Sicht ist, halte man auf 
die Spitze desselben zu, welche dicht an passirt werden kann. 
Von der SW-Spitze des Riffes von Naigani aus steuere man WNW?) 
4 bis 5 Sm und halte dann recht auf den Tova Pik ab, welcher leicht auszu- 
machen ist. Einige Korallenriffe, die auf letzterer Strecke zu passiren und bei 
einem Ausguck von der Obermarsraa gut zu sehen sind, mufs man an B. B.-Seite 
lassen. Man verfolge den Kurs auf ZTova Pik so lange, bis man sich dem Riffe, 
welches sich von der Küste ab erstreckt, auf etwa 2 Kblg genähert hat. Dann 
halte man längs der Küste, der man sich bis auf !/2 Kblg nähern kann. 
Ist man 6 Sm jenseits vom Tova Pik gekommen, so erblickt man die 
kleine, etwa 12m hohe Insel Tauruku, die '/a Kblg von der Küste ab liegt. 
Auf diese Insel setze man den Kurs, halte sie, nachdem man sich ihr bis auf 
'/2 Sm genähert hat, eben an B.B. offen und passire sie auf einer Schiffslänge 
Abstand. Von hier ab steuere man wieder längs der Küste, in etwa 1 Sm 
Abstand von derselben, wobei man einige kleine Riffe an B. B. in Sicht bekommt, 
die man beim Passiren an derselben Seite zu lassen hat. Wenn Vitz Levu-Bai 
erreicht ist, setze man den Kurs so, dafs Nananu-Insel 3 Strich an B. B. offen 
bleibt. Nun sichtet man bald wieder das grofse Riff und segelt längs dem- 
selben hiu. So wie man sich Nananu nähert, bekommt man ein zweites ziemlich 
ausgedehntes Riff an B.B. in Sicht. Zwischen diesen beiden Riffen mufs man 
hindurch steuern, und ist das Fahrwasser an der schmalsten Stelle etwa !/ Kblg 
oreit. Noch etwas näher an Nananu biegt die Kante des Riffs an B. B. plötzlich 
anter einem rechten Winkel der Küste zu. Dieser Kante mufs man folgen und 
dann an dem Rifle entlang steuern, welches sich von der genannten Insel aus 
erstreckt, um zwischen Nananu und der festen Küste zu passiren. Beide Inseln, 
Nananu-yata, die östliche, sowohl als Nananu-ira, die westliche, bleiben dabei 
an St. B. Man versicherte mir, dafs bei der Südspitze von Nananu nur 5,4m 
3 Fad.) Wassertiefe seien. Ich habe eine solche flache Stelle nicht bemerkt, 
Im Uebrigen ist das Fahrwasser zwischen der Insel und der festen Küste, wenn 
auch eng, doch gänzlich frei von Korallenklippen. 
Wenn man die Südspitze von Nananu-yata passirt ist, so hat man die 
Malaki-Insel vor sich. Diese mufls man an B. B. lassen und an derselben entlang 
scgeln. Es führt auch eine Route innerhalb Malaki, zwischen dieser Insel und 
der festen Küste hindurch; doch sind, um sie zu verfolgen, NE-Wind und 
günstige Umstände für die Sichtigkeit erforderlich, denn es liegen hier viele 
Korallenklippen zerstreut umher. Der sicherste Weg führt an der Aufsenseite 
von Malaki herum. Bei der Westspitze dieser Insel angelangt, sollte man, 
wenn gerade Hochwasser ist und der Wind nicht stetig weht, ankern und eine 
zünstigere Gelegenheit abwarten. Die Rakiraki-Bai ist sehr unrein. Besonders 
in dem nördlichen Theile liegen verschiedene Korallenriffe, und diese werden 
erst bei Niedrigwasser gut sichtbar. Auch eine Mudbank an der Südseite, 
welche sich von dem dort befindlichen Buschwerk etwa 2 Kblg von der Küste 
} Vgl. diese Annalen 1876, pag. 448 und 455 ff., und 1878, pag. 316. 
5 45 2) Alle Kurse und Peilungen sind mifsweisend. Die Mifsweisung betrug im Jahre 1874 
) / Ost.
	        
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