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aus Ost ein sehr heftiger Sturm, bei dem der Luftdruck bis auf 738,4mm sank.
Westlich von 35° W-Lg wurden die Verhältnisse ungünstiger; obgleich auch
hier das Auftreten östlicher Winde kein seltenes war, so herrschten hier doch
Westwinde, die wiederholt als Sturm auftraten, vor. Kin nur kurzer, aber sehr
heftiger Oststurm wurde am 11. April in der Nähe von 43,7° N-Br in 52° W.Lg
überstanden. Es nahm während seiner Dauer der Luftdruck bis auf 748,3mm
ab. Am 26. April, nach einer stürmischen Reise von 48 Tagen Dauer, erreichte
die Bark den Bestimmungshafen, Man hatte während jener Zeit 30° W-Lg in
56° N-Br am 22. März, 50° W-Lg in 43,8° N-Br am 10. April und 60° W-Lg
in 41,5° N-Br am 21. April gekreuzt.
Von Boston aus versegelte „Oberbürgermeister von Winter“ nach St. John
in Neu-Braunschweig, und dieser letztere Hafen, wurde am 11. Juni verlassen,
um nach Glasgow zurückzukehren. Bei fast nur aus westlicher Richtung we-
henden, wenig stürmischen Winden wurde diese Reise über den Ucean in ruhiger
ereignifsloser Weise vollendet. Man überschritt 50° W-Lg in 38,8 N-Br am
20. Juni und 30° W-Lg in 46° N-Br am 27. Juni. Am 5, Juli erreichte man
den Hafen von Glasgow; die Reisedauer war 24 Tage.
Am 9. August befand sich die nun nach Quebeck bestimmte Bark wieder
auf offener See. Auch auf dieser Reise wurden anfänglich häufig südöstliche
Winde angetroffen, und gelangte man daher ziemlich rasch nach 25° W-Lg.
Westlich von diesem Meridiane waren die Verhältnisse weniger günstig, und in
der Nähe von 35° W-Lg wurde die Bark fast 8 Tage durch westliche, mehr-
fach stürmische Winde festgehalten. Nachdem man westlich von der Neufund-
land-Bank gelangt war, traf man dort wieder südöstliche Winde, und am
17. September erreichte die Bark den südlichen Eingang zum Golf von St.
Lawrence. Die Reisedauer vom Norden Irlands her, war 39 Tage, und hatte
man 30° W-Lg in 54,6° N-Br am 19. August und 50° W-Lg in 43,2° N-Br am
13. September geschnitten. Am 31. September ankerte „Öberbürgermeister von
Winter“ in der Nähe von Quebec,
10. Reise der Rostocker Brigg „Hermann Friedrich“, Kapt. R. Niejahr.
Am 24. Juni 1870 verliefs die Brigg „Hermann Friedrich“ den Hafen
von Hull, um eine Reise nach Archangel anzutreten. Auf leichte südliche und
westliche Winde, welche den Anfang der Reise begünstigten, folgten am 30, Juni
anhaltend aus nordöstlicher Richtung wehende Winde, die den Fortgang des
Schiffes nach Norden sehr erschwerten. Erst am 10. Juli kamen unweit 68,5°
N-Br in 2,5° O-Lg, leichte westliche Winde durch, die längere Zeit anhielten
und die Brigg ganz bis zum Eingange des Wei/sen Meeres begleiteten. Nörd-
licher Wind führte das Schiff schliefslich zum Bestimmungsplatz, Am 20, Juli
yurde die Aufsenbarre der Dwina passirt. Die Reise war in 26 Tagen voll-
andet worden, und während dieser Zeit hatte man 60° N-Br in 1,6° O-Lg am
1. Juli, den Polarkreis in 3,5° O-Lg am 9. Juli, 70° N-Br in 11,5° O-Lg am
13. Juli und die Länge des Nordkaps in 51,5° N-Br am 15. Juli geschnitten.
Am 7. August ging der nach Gloucester bestimmte „Hermann Friedrich“
wieder in See. ‘ Bei östlichem Winde erreichte man am 12. August den Meridian
von 40° Ost, traf dann aber westlich desselben für eine lange Zeit westlichen
Wind, bei dem nur ein sehr langsamer Fortschritt zu erzielen war. Sehr häufig
trat dieser Wind als Sturm auf, und war im Gegensatze zur Hinreise der Ver-
lauf der Rückreise ein sehr stürmischer. Man erreichte die Länge des Nord-
kaps in 71,8° N-Br am 28. August, den Parallel von 70° N in 10,9° O-Lg am
5. September, den Polarkreis in 0,5° O-Lg am 8. September und 60° N-Br in
10,4° W-Lg am 21. September. Am 29. September erreichte „Hermann Friedrich“
die Mündung des Nordkanals. Die Reisedauer betrug 53 Tage.
11, Reise der eisernen Bremer Bark „Werra“, Kapt. J. Seedorf.
Am 16. Mai 1880 verliefs die auf einer Reise von Newcastle nach San-
Francisco begriffene Bark „Werra“ die Mündung des Kanals. Der damals hier
wehende stürmische NE-Wind hielt für längere Zeit an und führte die Bark in
rascher Fahrt nach Süden. Zwischen 33° und 28,5° N-Br wurde leichter NW-Wind
angetroffen, aus welchem sich schliefslich in der Nähe der letzteren Breite durch
Umlaufen nach NE der Passat entwickelte. Im Gebiete dieses Windes fand