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Ohne fernere Störung legte man dann den letzten Theil des Weges zur Linie
zurück und am 7. August ging „Elisabeth“ in 28,5° W-Lg von der südlichen
zur nördlichen Halbkugel über. Die Zurücklegung der Strecke zwischen Kap
Horn und Aequator hatte 27 Tage erfordert, und während dieser Zeit war 50°
S.Br in 50,5° W-Lg am 18. Juli, 40° S-Br in 35,5° W-Lg am 238. Juli, 30°
S-Br in 27,1° W-Lg am 27. Juli, 20° S-Br in 28° W-Lg am 31. Juli und 10°
S-Br in 29° W-Lg am 3. August gekreuzt worden.
Der SE-Passat reichte bis nach 5,2° N-Br in 27,8° W-Lg. Unweit
dieses Punktes herrschte Stille, auf welche nach kurzer Zeit ziemlich beständiger
und frischer, von starker Ostströmung begleiteter Südwestmonsun folgte. Man
gelangte mit demselben bis zum 12, August nach 13,3° N-Br in 26,6° W-Lg,
wo nach Ende einer zweiten kurzen Stille, der leicht einsetzende, aber bald
auffrischende NE-Passat angetroffen wurde. Am 12. erhielt ebenfalls die mit-
segelnde eiserne Bark „Canopus“, welche am 5. August in 21,6° W-Lg über
die Linie gegangen war, in Sicht der Insel Brava den NE-Passat, und vollendete
dann „Elisabeth“ bei denselben Verhältnissen, wie sie schon im Berichte von
„Canopus“ erwähnt wurden, den letzten noch vorliegenden Theil ihrer Reise.
Am 12. September, einen Tag früher als „Canopus“, erreichte „Elisabeth“ die
Mündung des Kanals. Die Dauer der ganzen Reise war 117 Tage; 36 der-
selben waren nördlich von der Linie zugebracht worden und hatte die Bark
dort 10° N-Br in 26,6° W-Lg am 11. August, 20° N-Br in 31,3° W-Lg am
16. August, 30° N-Br in 36° W-Lg am 21. August und 40° N-Br in 29,5°
W-Lgy am 28. August gekreuzt,
7. Reise des eisernen Elsflether Vollschiffes „Border Chief“,
Kapt. D. Schierloh.
Am 17. November 1879 verließ das auf einer Reise von London nach
Melbourne begriffene Vollschiff „Border Chief“ die Mündung des Kanals. Es
wurde von hier aus der Weg nach Süden unter nahezu denselben Verhältnissen
fortgesetzt, wie sie schon im Reiseauszuge von der mitsegelnden Bark „Canopus“
beschrieben wurden; nur schlug jenes Schiff, im Gegensaize zu „Canopus“,
welche Bark sich östlich von der Kap Verde-Gruppe hielt, einen westlich von
diesen Inseln hin führenden Weg ein. Man kreuzte 40° N-Br in 17° W-Lg am
21. November, 30° N-Br in 23,4° W-Lg am 25. November, 20° N-Br in 24,4°
W-Lg am 29. November und 10° N-Br in 26,8° W-Lg am 4. Dezember. Am
12. Dezember verliefs „Border Chief“ in 30° W-Lg die nördliche Halbkugel;
es war die Reise zwischen Kanal und Linie in der kurzen Zeit von 25 Tagen
zurückgelegt worden.
Im Südatlantischen Ocean wurde nur nördlich von 4,5° S-Br frischer Passat
angetroffen. Südlich von dieser Breite war derselbe flau und unbeständig und
in der Nähe von 20° S-Br in 32,2° W-Lg hörte er ganz zu wehen auf. Nach-
dem das Passatgebiet verlassen worden war, fand man zunächst umlaufende
östliche und westliche Winde, bis schließlich unweit 36° S-Br in 24° W-Lg
durchstehender Westwind einsetzte, der das Schiff in kurzer Zeit zum Meridian
von Greenwich führte, Am 5. Januar 1880 wurde derselbe in 42,3° S-Br über-
schritten. Man befand sich damals 24 Tage in südlicher Breite und hatte dort
10° S-Br in 33,1° W-Lg am 17. Dezember, 20° S-Br in 32,2° W-Lg am
21. Dezember, 30° S-Br in 29,4° W-Lg am 27. Dezember und 40° S-Br in
8° W-Lg am 3. Januar geschnitten.
Beim Ablaufen der Länge, wurde als südlichster Punkt am 16. Januar
47,7° S-Br in 47,5° O-Lg angelaufen. Anfänglich traf man in östlicher Länge
an mehreren Tagen hoch südliche Winde, nachher waren indessen westliche
oder hoch nördliche Winde vorwaltend, und konnte das Schiff bei denselben
einen befriedigenden Fortgang erzielen. Im Allgemeinen waren die Winde
auch nicht sehr stürmisch, obgleich einige sehr schwere Stürme zu überstehen
waren. Der erste ereignete sich am 17. Januar in der Nähe von 47,2° S-Br
und 53,5° O-Lg. Derselbe begann aus nordöstlicher Richtung, und nachdem
das Barometer mit 734,6 mm seinen niedrigsten Stand erreicht hatte, schofs
der Wind nach Westen aus und wehte von daher orkanartig. Ein zweiter,
ähnlich verlaufender Sturm. in welchem der Wind von hoch nördlicher nach