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sehr südlichen Kurs verfolgt hatte, traf infolge dieses Verfahrens eine weit
günstigere Gelegenheit als „Elisabeth“ und erreichte daher den Meridian von
Greenwich in 40,7° S-Br am 21. Januar, nur etwa 18 Stunden später als
„Elisabeth.“
Beim Ablaufen der Länge hielt die Bark sich für den gröfsten Theil der
Strecke in der Nähe von 46° S-Br. Dasselbe erfolgte hei vorherrschend aus
hoch nördlicher und westlicher Richtung wehenden Winden, die durchaus
nicht stürmisch waren. Man kreuzte 80° O-Lg in 47,2° S-Br am 7. Februar,
die Länge des Kap Leeuwin in 44,2° S-Br am 15. Februar und den Parallel
von 40° S-Br in 130,8° O0-Lg am 20. Februar. Vom letzteren Punkte ab führte,
anhaltend aus östlicher und südöstlicher Richtung wehender Wind die Bark
in die Nähe ihres Bestimmungsortes. Am 24. Februar wurde die Küste von
Australien erblickt, und am nächsten Tage befand man sich in Sicht des Feuers
von Port Adelaide. Die Reisedauer vom Kanale ab betrug 96 Tage.
Von Port Adelaide versegelte „Elisabeth“ nach Sydney. Man trat die
Reise dahin am 13. März an, fand während derselben mäfsige, beständige Ost-
winde und konnte daher erst am 22. März östlich von der Bass-Strafse gelangen.
Hier wurden westliche und südöstliche Winde angetroffen, mit deren Hülfe
„Elisabeth“ am 26. März, nach 13tägiger Reise, den Hafen von Sydney erreichte.
In Sydney erhielt die Bark eine für London bestimmte Ladung, und am
18. Mai wurde die Reise nach diesem letzteren Platze angetreten. Man steuerte
zu Anfang derselben bei frischen westlichen Winden einen derartigen Kurs,
dafs Neuseeland an seiner Nordseite umsegelt wurde. Am 25. Mai befand man
sich in der Nähe des Kap Maria van Diemen, und wurde nach dieser Zeit ver-
sucht, nach Süden hin zu gelangen. Diese Absicht auszuführen, fiel, bei den
nun angetroffenen leichten Süd- und Ostwinden, aber ziemlich schwer, und es
verging eine unerwünscht lange Zeit, bevor man den Parallel von 40° S kreuzen
konnte. Nachdem man endlich südlich von demselben gelangt war, wurde man
zwar öfter von frischen Westwinden begünstigt, doch war auch hier das Auf-
treten anhaltender Ostwinde ein ganz unerwartet häufiges. Es zeigte sich auch
auf dieser Reise der „FKlisabeth“, dafs zur Zeit’ des südlichen Winters, wie in
der Nähe des Kap Horn, so auch hier in höheren südlichen Breiten, auf das
Antreffen beständiger Westwinde nicht so unbedingt zu rechnen ist, wie es
früher oft dargestellt worden ist. Es scheinen zu dieser Jahreszeit die Bahnen
der Depressionen in niedrigerer Breite zu liegen, als zur Sommerszeit, und
daher die Route der Schiffe häufiger durch die südliche Seite der Depression
und die dort herrschenden Ostwinde zu führen. Während der 36 Tage, welche
die Bark auf der zwischen 40° S-Br und Kap Horn liegenden Strecke ver-
brachte, kommen nicht weniger als 19 vor, an denen östlicher Wind im Journale
verzeichnet wurde. Heftige Stürme waren nicht zu überstehen, Man . schnitt
40° S-Br in 171° W-Lg am 5. Juni und 50° S-Br in 117,5° W-Lg am 26, Juni;
ferner 150° W-Lg in 41,7° S-Br am 10. Juni, 120° W-Lg in 49,6° S-Br am
25. Juni und 90° W-Lg in 54,8° S-Br am4. Juli. Als „Klisabeth“ am 11. Juli
die Länge des Kap Horn überschritt, betrug ihre Reisedauer schon 54 Tage.
1m Atlantischen Ocean begünstigten stürmische Westwinde zunächst an
mehreren Tagen die Fahrt. Bei verhältnifsmäfsig hohem Barometerstande traf
man später unweit 51,5° S-Br in 51° W-Lg einen nördlichen Wind von 2 Tagen
Dauer, auf den der für diesen Meerestheil und diese Jahreszeit gewöhnliche
Verlauf folgte. Nachdem nämlich das bei dem Nordwinde zu fallen beginnende
Barometer den Stand von 740,5 mm erreicht hatte, sprang der Wind um nach
SW und begann von daher, Hagelböen mit sich führend, heftig zu stürmen,
um 5 Tage lang diese Richtung beizubehalten, Man erreichte mit demselben
fast 35,5° S-Br, bevor eine dauernde Veränderung in der Windrichtung eintrat.
Als dieselbe unweit dieser Breite erfolgte, brachte sie eine nicht weniger
günstige Gelegenheit, denn die folgenden frischen, meist südöstlichen Winde
waren dem Fortgange nach Norden nicht weniger förderlich, wie jene SW-
Winde. In der Nähe von 26,3° S-Br in 26,6° W-Lg erreichte „Elisabeth“ das
Gebiet des Südostpassats. Auch der Uebergang in dieses erfolgte in günstiger
Weise; man hatte südlich desselben nicht, wie hier so häufig mit nördlichen
Winden zu kämpfen, sondern der vorher leicht aus SW wehende Wind drehte
durch Süd nach SE und wurde in dieser Weise zum bald auffrischenden Passat.