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Jahre den betreffenden Theil des Oceans später so lange beherrschte. Vou
Interesse erscheint die Verschiedenheit, wie sich die Windrichtung bei den
beiden Schiffen veränderte, „Bernhard Carl“, welcher beidrehte, beobachtete
ein Umlaufen des Windes von SE durch Süd nach SSW, während die Ver-
änderung bei „Patagonia“, welche für kurze Zeit lenzte, von SE durch NE und
NW nach SW erfolgte. Wahrscheinlich genügte bei dieser letzteren Bark die
gar nicht grofse zurückgelegte Distanz doch, um das nahe beim Schiffe befind-
liche Centrum zum "heil zu umsegeln, während bei der ersteren Bark durch
die Veränderung der, soehr wahrscheinlich sich langsam nach hoch nördlicher
Richtung hin bewegenden Depression das Umlaufen des Windes in der bezeich-
neten Weise verursacht wurde.
Noch ein drittes Schiff, welches das meteorologische Journal der See-
warte führt, der Mitsegler „La Rochelle“, gerieth damals in den Bereich dieser
Depression. Doch trat bei diesem Schiffe, welches sich in gröfserer Entfernung
nördlich und östlich von den beiden Barken befand, der Sturm in geringerer
Stärke auf und sank dem entsprechend auch das Barometer hier nicht so tief,
Am 6. November hatte „La Rochelle“, in 30,0° N-Br und 21,2° W-Lg etwa
240 Sn vom Mitsegler „Patagonia“ entfernt stehend, stürmischen SE-Wind und
am 8 Uhr Morgens einen 758,0 mm betragenden Luftdruck. Derselbe sank im
Laufe des Tages dann mehr und mehr, bis er am Mittage des 7, November,
in 29,2° N-Br und 23° W-Lg, mit 750,7 mn seinen niedrigsten Stand erreicht
hatte. Der um diese Zeit aus Süd in Stärke 8 wehende Wind drehte später
allmählich nach SW und bei zunehmendem Luftdrucke mäfsigte sich jetzt der
Sturm und besserte sich das bis dahin so regnerische, gewitterhafte Wetter,
„La Rochelle“ beobachtete also den niedrigsten Luftdruck 24 Stunden später;
den heftigsten, die Stärke 8 jedoch nicht übersteigenden Wind etwa 12 Stunden
später, als die dann ungefähr 300 Sm südlicher und 60 Sm westlicher stehende
„Patagonia.“
Nachdem das Unwetter sich völlig gelegt hatte, herrschte an 2 Tagen
westlicher Wind, der allmählich fast in Windstille überging. Am 9. November
befand sich „Patagonia“ in der Nähe von 25,5° N-Br und 22,8° W-Lg; hier
drehte der ganz leise Zug von NW durch Nord nach NNE und wurde aus
letzterer Richtung auffrischend zum Passat. Von 24,5° N-Br ab herrschte ziem-
tich frische Briese und auf der, zwischen 20,5° und 11° N-Br liegenden Strecke
wehte der Passat mit Stärke und Beständigkeit. Unweit 5,5° N-Br in 25,6°
W-Lg lag die südliche Grenze des Passatgebietes, Ein schmaler, sich bis nach
5,3° N-Br erstreckender Gürtel leichter Mallung trennte dasselbe von dem des
Südostpassats und nachdem dieser in kürzerer Zeit als einem Tage überschritten
worden war, konnte „Patagonia“ schon wieder den frischen Südostpassat be-
nutzen. Am 21. November ging die Bark in 29,8° W-Lg zur südlichen Halb-
kugel über. Sie hatte die Strecke zwischen Kanal und Linie in 25 Tagen zu-
rückgelegt und auf derselben 40° N-Br in 19° W-Lg am 31. Oktober, 30° N-Br
in 24° W-Lg am 4. November, 20° N-Br in 26,1° W-Lg am 12. November und
10° N-Br in 25,4° W-Lg am 16. November überschritten.
Im Südatlantischen Ocean wurde bis nach 24,5° S-Br in 31,6° W-Lg
kräftiger Südostpassat angetroffen. Nicht weit von diesem Punkte entfernt lief
der frische Wind nordöstlich und später folgte noch wieder für kurze Zeit süd-
5stlicher Wind. Südlich von 30° S-Br wehte starker hoch nördlicher oder
westlicher Wind, und konnte daher auch der letzte Theil der Strecke bis zum
ersten Meridian in rascher Fahrt zurückgelegt werden. Am 12. Dezember
stand „Patagonia“ in 43° S-Br auf dem ersten Meridian. Es waren damals
21 Tage verflossen, seit man den Aequator verlassen und hatte die Bark in
dieser Zeit 10° S-Br in 34,4° W-Lg am 25. November, 20° S-Br in 33,6°
W-Lg am 29. November, 30° S-Br in 28,7° W-Lg am 3. Dezember und 40°
S-Br in 15,1° W-Lg am 8. Dezember gekreuzt.
Beim Ablaufen der Länge hielt man sich in der Nähe von 46° S-Br.
Die dort angetroffenen Winde waren fast stets günstige; eine Ausnahme machten
aur die zeitweilig auftretenden nordöstlichen Winde, auf die jedoch immer bald
westliche Winde folgten. Aufser einem heftigen, am 28. Dezember in der Nähe
von 45,7° S-Br und 72° O-Lg beobachteten Sturme waren sämmtliche Winde
nicht übermäßig stürmisch, Auch während dieses von einem niedrigsten Luft-