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Der Strom behält von Kap Zaka ab seine östliche Richtung, bleibt aber
immer einige Seemeilen vom Lande entfernt, Die Gezeiten laufen unter Land
nur in sehr geringer Stärke, jedoch ist es Segelschiffen, welche nach Osten
bestimmt sind, nicht zu rathen, sich der Küste zu sehr zu nähern.
Von Hino-Misaki bis zu den Okzi-Inseln läuft der Strom Ost, bei süd-
westlichem Winde oft mit grofser Geschwindigkeit. Der Strom scheint seine
östliche Richtung lange zu behalten, denn Schiffe, welche von Yutsi sima nach
SW steuern, werden fast immer südlich und östlich, nach dem Lande zu, versetzt.
In der Wakasa-Bai setzt die Fluth von Kap T'ana nach der Tanabe-Bucht
in geringer Stärke, die Ebbe dagegen nach Kap Noto und zwar in grofßer Stärke,
während die Fluthhöhe eine unbedeutende ist.
Bei Kap Noto läuft innerhalb der vorliegenden Riffe und Felsen der
Strom sehr stark, wodurch viele Stromkabbelungen verursacht werden. Dicht
unter Land hingegen trifft man Gegenströmungen, welche Umstände diese
Gegend für Segelschiffe sehr gefährlich machen.
In der Toyama-Bucht sind die Gezeiten regelmäfsig, aber schwach. Sie
wechseln alle 12 Stunden. Die Fluthhöhe bei Springzeit beträgt nur 60cm; Hoch-
wasser kommt nur einmal in 24 Stunden vor. Die Gezeitenströmungen folgen
der Richtung des Landes, mit kleinen Abweichungen, welche durch Flüsse oder
Buchten verursacht werden.
Zwischen der Insel Sado und dem Festlande, bis nördlich hinauf nach
Awa sima, scheint der Strom meistens nach Norden zu setzen; nur bei starken
nordöstlichen Winden wird derselbe vollkommen umgewendet.
Von Awa sima nordwärts bis Tabu sima ist zwischen diesen Inseln und
dem Festlande kein nördlicher Strom bemerkbar, aufserhalb derselben aber läuft
er in nordnordöstlicher Richtung, mit Annäherung an die Bittern Rocks an Stärke
zunehmend; derselbe setzt schliefslich bei der Zsugar-Strafse vorbei stark nach
Norden.
‘Schlufs folgt im nächsten Heft.)
Eingänge von meteorologischen Journalen bei der Deutschen Seewarte
im Monat Oktober 1880.
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Name
des Schiffes
„Orpheus“
„Patagonia“
„Maria Adelaide“
‚Tucia“
„Adm, Prinz Adalbert“
„Elisabeth“ .
„Border Chief“
„Savannah“
„Oberb. von Winter“
„Hermann Friedrich“
„Werra“
D. .„Sakkarah“
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Kapitän
J. R. Reiners
E. H. Hellwege
B. Krause
O. Ascher
L. Leibauer
A. L. Kessal
D. Schierloh
F, Tebelmann
C. Scheibe
R. Niejahr
J. Seedorf
B. H. W. Danielsen
Rheder
A. Schiff
F.. Laeisz
Alex. Gibsone
C. Wichard
Fr. Heyn
J.C. Godeffroy & Sohn
C. Paulsen
Siedenburg, Wendt&Co.
Th. Bischoff & Co.
H. Bauer
D. H. Wätjen & Co.
Dampfsch.-Gesellsch.
Kosmos
Heimaths-
hafen
Elsfleth
Hamburg
Danzig
Stettin
Danzig
Hamburg
Elsfleth
Bremen
Danzig
Rostock
Bremen
Hamburg
Reise
Cardiff, Santa Catharina, La-
guna, England
Hamburg, Manila. Belle Isle
New-York, Danzig
Pillau, New-York, Danzig
London, Pensacola, Newcastle
Hamburg, Port Adelaide, Lon-
don
London. Melbourne, London
Antwerpen,Key West,Galveston,
Liverpool, New-York, Bremen
England, Boston, St. John,
Glasgow, Quebec
Hull, Archangel, Gloucester
Newcastle, San Francisco
Dar
Dauer der
Beobachtung
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