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November.
Normaler Barometerstand: 764,5mm, Normale Temperatur der Luft: 15,5°.
Temperatur der Meeresoberfläche: An der SO-Küste: 20,0°; bei Inaboye:
18,4°; bei Kingkasan: 15,0°; bei Nambu: 14,5°; in der Tsugar-Strafse: 19,5°;
bei den Goto-Inseln: 19,0°; an der Westküste von Kiwsiu: 17,7°, )
November ist gewöhnlich ein stürmischer Monat; gegen Ende desselben
beginnt das Wiunterwetter. Starke NE-Winde mit heftigen Regengüssen und
hohem Barometerstand sind nicht selten. Die Winde überschreiten aber selten
Jie Stärke 7 (der Beaufort’schen Skala) und dauern nur 24 Stunden. QHleich-
zeitig mit diesen Regenstürmen auf Seo fällt Schnee auf den Bergen.
Nördliche und westliche Winde sind vorherrschend; nur gelegentlich weht
der Wind für einige Tage südlicher, wie SE, mit welchen Winden dann immer
schönes angenehmes Wetter verbunden ist,
Besonders hoher Barometersiand zeigt Ostwind an, bei welchem während
der Wintermonate viel Regen fällt,
Regnerischer Ostwind und fallendes Barometer (unter Normalstand) zeigt
an, dafs der Wind nach Westen umspringen wird; die Luft klart dann bei
starkem Westwinde auf, das Barometer steigt wieder, und es ist auf einige
Tage gutes Wetter in Aussicht.
Dezember.
Normaler Barometerstand: 764,8mm. Normale Temperatur der Luft: 12,0°.
Temperatur der Meeresoberfläche: An der SO-Küste: 19,0°; bei Inaboye:
15,0°; bei Kingkasan: 9,0°; Nambu: 12,7°; in der Tsugar-Strafse: 13,2°; bei den
Pallas-Klippen: 18,3°; nördlich von der Spex-Strafßse: 17,2°,
Dezember ist im Allgemeinen ein stürmischer Monat. Meistens nördliche
und nordöstliche Winde in Stärke 4—7 mit unangenehm kaltem und regnerischem
Wetter; diese Winde springen oft ganz plötzlich auf NW.
Südliche Winde sind sehr selten.
Fällt das Barometer unter den Normalstand, so ist westlicher oder nord-
westlicher Wind in Aussicht; je niedriger der Barometerstand, desto eher und
stärker wird der Wind aus genannter Richtung wehen.
Hoher Barometerstand zeigt östliche Winde an.
Die Strömungen an der Westküste. ;
Die an dieser Küste vorgenommenen Meerestemperatur-Messungen führen
zu der Vermuthung, dafs auch hier, wie an der Ost- und SO-Küste, die Tempe-
ratur Wechseln unterworfen ist, obgleich nördlich von 38° Breite das Wasser
seine hohe Temperatur zwei Monate länger beibehält, als an der Ostküste.
Dasselbe ist in der 7sugar-Strafse der Fall.
Während der Wintermonate steht das Meeresniveau bedeutend niedriger,
wie im Sommer, was seinen Grund in den beständigen NW-Stürmen, dem nörd-
lichen Monsun in der chinesischen See und in dem Umstande haben mag, dafs
die zugefrorenen grofsen Flüsse ihre Wasser nicht in demselben Mafse zu-
strömen lassen, wie im Sommer,
Die Strömungen sind folgende:
Bei Kado sima (Kodsu) (34° 24‘ N-Br), gegenüber der Einfahrt in die Zgami-
Bucht, läuft der Strom, besonders im Sommer, mit grofser Geschwindigkeit
nordwärts. In kurzer Entfernung vom Lande beobachtet man bei gutem Wetter
viele Stromkabbelungen, bei schlechtem eine rauhe, kochende See.
Von Kudo sima ab nimmt der Strom eine nordöstliche und nordnordöst-
liche Richtung an, und läuft in einer Entfernung von ca 2 Sm vom Lande bei-
nahe in gerader Linie auf Kap Taka (Aston rocks) zu. Der Lauf des Stromes
ist durch Stromkabbelungen deutlich erkennbar. Ein westlich laufender Gegen-
strom kann fast immer, dicht unter Land in der Bucht, querab von Kado-Sima
beobachtet werden. Nach den Aston Rocks zu, in der Hakı-Bucht und zwischen
den benachbarten Inseln, läuft bei gutem Wetter regelmäßig Ebbe und Fluth,
bei schlechtem Wetter aber ist die Strömung ganz unregelmäfsig. Die Fluth-
nöhe ist an der ganzen Westküste sehr unbedeutend und beträgt nur 30—90cm.