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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 9 (1881)

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Auch in diesem Monat ist gutes Wetter vorherrschend. Südli ü 
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westliche und östliche Winde kommen am meisten vor. Der Barometerstand 
ist sehr stetig. 
August. 
Normaler Barometerstand: 757,9mm (?). Normale Temperatur der 
Luft: 26,5°, 
Temperatur der Meeresoberfläche: An der SO-Küste: 27,5°; bei Inaboye: 
25,0°; von Kap Kingkasan bis zur Tsugar-Strafse: 20,0°; in der Tsugar-Straßse: 
21,7°; in der Chinesischen See von Nagasakı bis binüber nach Shanghai: 27,7°: 
an der Westküste von Kiusiu: 26,0°. 
Das Barometer hat jetzt sein Minimum (vgl. Juli), die Luft-Temperatur ihr 
höchstes Mittel erreicht. Ost- und West-Winde kommen vor, Süd-, SSE- und 
SW-Winde sind jedoch vorherrschend. 
Gutes Wetter und leichte Winde sind häufig, 
Barometerstand unter dem Normalstand läfst südliche und südwestliche 
Winde erwarten, nördliche und nordöstliche Winde mit schönem Wetter folgen 
gewöhnlich einem hohen Barometerstand. 
Bisweilen kommen in diesem Monat Oststürme vor. Wenn der Wind aus 
ENE weht und dann mit fallendem Luftdruck und diekem Wetter auf SE 
geht, so mulßls man aufpassen und bedenken, dafs man sich in der Teifunzeit 
befindet. 
September. 
Normaler Barometerstand: 759,4mm. Normale Temperatur der Luft: 24,0°. 
Temperatur der Meeresoberfläche: An der SO-Küste: 26,5°; bei Inaboye: 
22,7°; bei Kingkasan: 22,3°; bei Nambu: 21,8°; in der Tsugar-Strafse: 24,5°: 
an der Westküste von Kiusiu: 25,5°. 
Nördliche Winde treten jetzt öfter auf, als im August, beinahe noch ein- 
mal so häufig; jedoch sind S-, SW- und SE-Winde vorherrschend. Die Luft- 
temperatur nimmt bedeutend ab, der atmosphärische Druck sehr zu. Die Meeres- 
temperatur hat ihr Maximum erreicht und zeigt an einzelnen Orten bereits 
Neigung zum Fallen. September und die erste Hälfte von Oktober sind wegen 
der Teifune berüchtigt. 
Oktober. 
Normaler Barometerstand: 762,0mm. Normale Temperaur der Luft: 18,5°. 
Temperatur der Meeresoberfläche: An der SO-Küste: 21,0°; bei Kap 
Inaboye: 20,0°; bei Kap Kingkasan: 19,0°; bei Kap Nambu: 15,5°; in der 
Tsugar-Strafse: 21,0°; bei den Pallas-Klippen: 20,5°; nördlich von der Spex- 
Strafse: 20,0°, 
Nördliche und westliche Winde gewinnen jetzt die Ueberhand. Gelegent- 
lich kommen auch noch NE- und östliche Stürme vor, bis das Winterwetter 
eingetreten ist, oder vielmehr, bis der Monsun in der chinesischen See voll- 
ständig gewechselt hat. 
Obgleich gewöhnlich gutes Wetter vorherrscht, so giebt es aber auch 
Jahre, in welchen der Oktober sehr stürmisch ist; besonders zur Zeit des Voll- 
und Neumondes muß man vorsichtig sein. Nördliche und westliche Winde 
setzen gewöhnlich mit einem länger dauernden Sturm ein, welcher bisweilen 
aus SE beginnt und dann auf NW herumgeht. Nachdem ein solcher Wechsel 
stattgefunden hat, nimmt das Wetter einen ganz anderen Charakter an. 
Wie bereits oben erwähnt, kann man bis Mitte des Monats Teifune 
erwarten; es sind deren ziemlich viele in der Zeit von Ende September bis zum 
10. Oktober vorgekommen. Die Abnahme der Luft- und Meeres-Temperatur 
läfst dieselben aber bald seltener werden. 
Steht das Barometer bedeutend unter dem Normalstand, so ist ein Sturm 
aus Westen zu erwarten; besonders hoher Barometerstand zeigt östlichen Wind 
an. SE-Winde sind selten und nur von kurzer Dauer. 
Ann. d. Hydr.. 1881. Heft IT (Februar).
	        
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