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In ungefähr 1° 23‘ Süd-Br. liegt ein Hügel auf einem Landvorsprung,
mit schroffen Abhängen unterhalb der Spitze; er ist am besten zu erkennen,
wenn er NW peilt.
Der Berg Rozier giebt die beste Landmarke an diesen Küstentheilen ab;
er ist am Gipfel flach, hat an der Nordseite einen schroffen Abhang, und dacht
an der Südseite allmälig ab. Der Berg ist über den an der Küste befindlichen
Höhenzug hinweg zu sehen.
Der Berg Barreti. Die Küste zwischen dem Berg Rozier und dem Berg
Barreti ist vegetationslos, längs dem niedrigen Küstenhöhenzug sind viele
Sandstellen sichtbar. Wenn man den Berg Barreti von Süden aus sieht, so
bemerkt man in der Mitte des Gipfels eine leichte Vertiefung.
Die Insel Johnes liegt in 1° 10‘ Süd-Br. und hat einen langen sandigen
Strand an ihrer SE-Seite. Das Festland hinter der Johnes-Bucht ist mit grossen
Bäumen dicht bewaldet. Drei Seemeilen nördlich der Insel Johnes geht der
Küstenhöhenzug plötzlich in eine Ebene über, welche sich bis zum Flusse Tola
hinzieht.
Bluff Hill ist ein schroffer Hügel auf der eben erwähnten Ebene, der
von See aus schwer zu erkennen ist. Er steigt in Form eines grossen, flachen,
vierkantigen Felsens auf, und kann nur aus kurzer Entfernung erkannt werden.
Wenn dieser Hügel in Linie mit dem Südende der Insel Abookabash ist, so peilt
man ihn in N 87° W,
Die Insel Abookabash ist hügelig und an ihrem Nordende höher als am
Südende. Die Ostseite der südlichen Hügel ist sandig und ohne Vegetation.
Die Variation beträgt daselbst 8° 0‘ West.
Die Insel Tola hat längs ihrer ganzen Ausdehnung zahlreiche Sandhügel
und ist an einer an ihrem Nordende vereinzelt stehenden Palme leicht zu
erkennen. An der Westseite der Insel liegt der Ort Tola, er ist ein Ver-
sammlungsort für die Dhows, welche während des SW-Monsums nach Norden
segeln.
Hafen Shamba., Südlich von Zigardi fährt ein Fahrwasser nach diesem
Hafen; in der Mitte desselben erhebt sich aber ganz plötzlich eine Bank, auf
welcher nur 5.5 Met. Wasser sind, gleich innerhalb der Bank sind 11 bis 14.6 Met.
Nachdem 1. Br. M. S. „Vulture“ diese Bank passirt hatte, wurden nirgends
weniger als 7.3 Met. Wasser gelothet. Zwischen Zigardi und den westlich
daran liegenden kleinen Inseln ist tiefes Wasser,
Das Fahrwasser zwischen Zigardi und Thoala hat bei Niedrigwasser
Springzeit nur 2.7 Met. Tiefe. Bei gewöhnlichem Seegang brandet die See
quer über. Im Hafen von Shamba giebt es sehr viel Fische.
Die Insel Thoala ist hoch, hat vegetationslose Hügel, von denen die am
besten zu erkennenden an dem Südende der Insel liegen, bei dessen hohem
Sandstrand sich mehrere niedrige Inselchen befinden.
Die Insel Z7hemina ist weniger hoch und von brauner Farbe.
Die Refuge-Bucht. Nach Mittheilung des Navigating-Sub-Lieutenant
T. C. Pascoe von I. Br. M. S. „Vulture“, 1874, befinden sich in dieser Bucht
sehr viele flache Stellen, die aber auf den Karten angegeben sind.
Auf der Bank Blanket brandet die See bei Niedrigwasser,
Der Felsen Pillar im NW-Theil der Refuge-Bucht ist gut erkennbar, von
Süden aus gesehen erscheint er wie ein grosses viereckiges Segel.
Das Kysmiu-Dorf und -Fort liegt an der Nordseite der Refuge-Bucht; in
dem Fort befinden sich Soldaten des Sultans von Zanzibar, Hier wird ein
kleiner Handel, besonders in Fellen, mit den Eingeborenen getrieben.
Vorräthe. Vieh kann man zu mässigen Preisen erhalten, aber das
Trinkwasser ist schlecht und auch nur spärlich zu haben,
Die Insel Bissel ist ohne Vegetation und wird von den Eingeborenen
Kismayo genannt; sie ist an ihrem Südende schroff und hat auf ihrer süd-
lichsten Spitze einen kleinen Hügel. Nach Norden zu dacht sie allmälig ab.