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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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In ungefähr 1° 23‘ Süd-Br. liegt ein Hügel auf einem Landvorsprung, 
mit schroffen Abhängen unterhalb der Spitze; er ist am besten zu erkennen, 
wenn er NW peilt. 
Der Berg Rozier giebt die beste Landmarke an diesen Küstentheilen ab; 
er ist am Gipfel flach, hat an der Nordseite einen schroffen Abhang, und dacht 
an der Südseite allmälig ab. Der Berg ist über den an der Küste befindlichen 
Höhenzug hinweg zu sehen. 
Der Berg Barreti. Die Küste zwischen dem Berg Rozier und dem Berg 
Barreti ist vegetationslos, längs dem niedrigen Küstenhöhenzug sind viele 
Sandstellen sichtbar. Wenn man den Berg Barreti von Süden aus sieht, so 
bemerkt man in der Mitte des Gipfels eine leichte Vertiefung. 
Die Insel Johnes liegt in 1° 10‘ Süd-Br. und hat einen langen sandigen 
Strand an ihrer SE-Seite. Das Festland hinter der Johnes-Bucht ist mit grossen 
Bäumen dicht bewaldet. Drei Seemeilen nördlich der Insel Johnes geht der 
Küstenhöhenzug plötzlich in eine Ebene über, welche sich bis zum Flusse Tola 
hinzieht. 
Bluff Hill ist ein schroffer Hügel auf der eben erwähnten Ebene, der 
von See aus schwer zu erkennen ist. Er steigt in Form eines grossen, flachen, 
vierkantigen Felsens auf, und kann nur aus kurzer Entfernung erkannt werden. 
Wenn dieser Hügel in Linie mit dem Südende der Insel Abookabash ist, so peilt 
man ihn in N 87° W, 
Die Insel Abookabash ist hügelig und an ihrem Nordende höher als am 
Südende. Die Ostseite der südlichen Hügel ist sandig und ohne Vegetation. 
Die Variation beträgt daselbst 8° 0‘ West. 
Die Insel Tola hat längs ihrer ganzen Ausdehnung zahlreiche Sandhügel 
und ist an einer an ihrem Nordende vereinzelt stehenden Palme leicht zu 
erkennen. An der Westseite der Insel liegt der Ort Tola, er ist ein Ver- 
sammlungsort für die Dhows, welche während des SW-Monsums nach Norden 
segeln. 
Hafen Shamba., Südlich von Zigardi fährt ein Fahrwasser nach diesem 
Hafen; in der Mitte desselben erhebt sich aber ganz plötzlich eine Bank, auf 
welcher nur 5.5 Met. Wasser sind, gleich innerhalb der Bank sind 11 bis 14.6 Met. 
Nachdem 1. Br. M. S. „Vulture“ diese Bank passirt hatte, wurden nirgends 
weniger als 7.3 Met. Wasser gelothet. Zwischen Zigardi und den westlich 
daran liegenden kleinen Inseln ist tiefes Wasser, 
Das Fahrwasser zwischen Zigardi und Thoala hat bei Niedrigwasser 
Springzeit nur 2.7 Met. Tiefe. Bei gewöhnlichem Seegang brandet die See 
quer über. Im Hafen von Shamba giebt es sehr viel Fische. 
Die Insel Thoala ist hoch, hat vegetationslose Hügel, von denen die am 
besten zu erkennenden an dem Südende der Insel liegen, bei dessen hohem 
Sandstrand sich mehrere niedrige Inselchen befinden. 
Die Insel Z7hemina ist weniger hoch und von brauner Farbe. 
Die Refuge-Bucht. Nach Mittheilung des Navigating-Sub-Lieutenant 
T. C. Pascoe von I. Br. M. S. „Vulture“, 1874, befinden sich in dieser Bucht 
sehr viele flache Stellen, die aber auf den Karten angegeben sind. 
Auf der Bank Blanket brandet die See bei Niedrigwasser, 
Der Felsen Pillar im NW-Theil der Refuge-Bucht ist gut erkennbar, von 
Süden aus gesehen erscheint er wie ein grosses viereckiges Segel. 
Das Kysmiu-Dorf und -Fort liegt an der Nordseite der Refuge-Bucht; in 
dem Fort befinden sich Soldaten des Sultans von Zanzibar, Hier wird ein 
kleiner Handel, besonders in Fellen, mit den Eingeborenen getrieben. 
Vorräthe. Vieh kann man zu mässigen Preisen erhalten, aber das 
Trinkwasser ist schlecht und auch nur spärlich zu haben, 
Die Insel Bissel ist ohne Vegetation und wird von den Eingeborenen 
Kismayo genannt; sie ist an ihrem Südende schroff und hat auf ihrer süd- 
lichsten Spitze einen kleinen Hügel. Nach Norden zu dacht sie allmälig ab.
	        
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