„wischen der Insel Cungo und dem Festland entdeckt. Man peilt von dem-
selben die Spitze Mozanghy in N42°KE und die Mitte der Insel Cungo in
3 54°E. Der Fels wurde Jeffreys Rock benannt und liegt in 11° 15‘ 20“
Süd-Br. und 40° 29‘ 20“ Ost-Lg. Das Fahrwasser zwischen der Insel Cungo und
dem Festland ist schmal und sehr gewunden, so dass es nicht zu empfehlen ist.
Lufigi- oder Rufigi-Fluss.') Dieser Fluss, welcher nahe der in 8° Süd-Br.
liegenden Insel Mafia mündet, hat vier Mündungen. Capt. G. L. Sulivan von
L. Br. M. S. „London“ benutzte im April 1875 den Simbauranga-Arm, den zweiten
Mündungs-Arm von NW. bis Jmpoyoyah, 8 Seem. oberhalb Fugulia. Zu dieser
Fahrt hatte er einen nahe der Mündung wohnenden Lootsen an Bord.
Der Fluss Lufigi soll in einigen Jahreszeiten 8 bis 10 Seem. weit, für
kleine Fahrzeuge, schiffbar sein. Der Fluss ist alsdann durch Regenwasser sehr
angeschwollen, so dass die Wassertiefe dann 1.2 bis 1.s Met. mehr beträgt.
Capt. R. F. Burton bemerkt über diesen Fluss?): „Das Volk behauptet, dass
Boote diesen Fluss einen Monat lang und grössere Fahrzeuge eine Woche lang
aufwärts befahren können; dies scheint indessen noch zweifelhaft zu sein.“
Oberhalb Fugulia ist der Fluss stellenweise mehr als 457 Met. breit und
an anderer Stelle nur 153 Met. Als die Boote des „London“ stromaufwärts
fuhren, wurde der Strom immer stärker. Krokodile sind sehr zahlreich in diesem
Flusse. Das ebene Land, welches die Deltas bilden, war im Monat April mit
reifem indischemn Korn und Hirsc-Saamen bedeckt. Diese Deltas sind sehr plötz-
lichen und gefährlichen Ueberschwemmungen ausgesetzt. Bine hin und wieder
atehende Kokosnuss-Palme bezeichnet die Lage eines Dorfes,
Die Variation bei der Insel Mafia beträgt 10° 45 West. .
Die Untiefe Vulture liegt, nach Mittheilung des Navigating - Sub-
Lieutenant T. C. Pascoe von I. Br. M. S. „ Vulture“, 1874, in 7° 32‘ Süd-Br.
und 39° 50 Ost-Lg. Auf derselben befinden sich 5 Met. Wasser; nördlich von
ihr ist tiefes Wasser und südlich davon wird das Wasser flacher. Von der
Aachsten Stelle peilt das 10 Seem. entfernte Nordende der Insel Mafia, die
Spitze Moresby in S 44° E.
Hafen Mombaza.°) Nach Mittheilung des Navigating Lieutenant J. W.
Dixon von I. Br. M. S. „Nassau“, 1876, erblickt man von See aus zuerst den
Flaggenmast auf dem Castel; diesen muss man in NW'/N bringen und darauf
zu steuern, bis die Säule auf der SE-Spitze der Insel Mombaza westlich von
NW'/AW, peilt; von hier halte man auf die Säule zu und passire in einem Ab-
stand von !/z Kblg. die Spitze,
Bei den George-Felsen erstreckt sich das flache Wasser über ! Kblg.
weiter nach SW, als man bisher angenommen hat, es ist deshalb nothwendig,
längs der Küste der Insel in einem Abstand von %/4 Kblg. zu segeln.
Old Melinda.*) Der Ankerplatz von Old Melinda, welcher sich nördlich
der Pillar-Bank und bei den Ruinen der ehemaligen Stadt Melinda befindet, ist
in der Richtung SW leicht anzusteuern; die einzige Untiefe auf diesem Wege
besteht aus einer kleinen flachen Stelle mit 2.7 Met. Wasser und diese liegt
N/E 1'/2 Seem. von der Säule Vasco de Guma und %/4 Seem. von dem nächsten
Lande entfernt. Auf diesem Ankerplatz hat man während des SW-Monsums
yuten Schutz und ist frei von Untiefoen. Die Wassertiefe nimmt allmälig ab,
es empfiehlt sich auf nicht weniger als 11 Met. zu ‚ankern. Die Variation
hierselbst beträgt 9° 0' West.
Ras Gomany.°) In der Bucht, welche nördlich von Ras Gomany liegt,
findet man guten Schutz während des SW-Monsums und die Einsegelung in die-
3elbe ist frei von Untiefen.
sa a O0, pag. 186.
’) s. Burton: Zanzibar: eity, island and coast. Vol, 2 (1872) pag. 336,
3) s. a, a. O. pag. 210, 211.
Ss. aa. OÖ, pag. 214.
5 s. a. a. O. nag. 215.