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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Insel St. George. Lieutenant Dixon berichtet ferner, dass auf dem 
NVE-Theil dieser Insel ein Leuchtthurm erbaut wird. Die von Norden kommen- 
den Schiffe erblicken zuerst das zweistöckige Wachtgebäude, welches aus grösserer 
Entfernung wie ein Segelschiff aussieht. ı 
Will man durch das nördliche Fahrwasser einsegeln, so muss man den 
Flaggenmast des Forts Sebastian in NWzW*%/4W halten, bis die Insel Tree hinter 
dem Cap Cabeceira verschwindet; von hier peile man das östlichste Ende der 
Insel St. Jago SzE und ändere dann den Kurs nach Backbord, so dass die 
Mole des Hafens frei von dem Fort in Sicht kommt. Der jetzige Ort Mapete 
ist von See aus nicht sichtbar. 
Nach den Berichten des Navigating-Lieutenant Thurston Stringer von 
[. Br. M. S. „Briton“ im Jahre 1873 und des Navigating-Sub-Lieutenant T. C. 
Pascoe von I, Br. M. S. „ Vulture“, 1874, ist der innere Ankerplatz versandet; 
die Wassertiefen sind um 0.6 bis 0.s Met, geringer, als die in Capt. Owen’s 
Karte vom Jahre 1823 angegebenen. Nahe der Südgrenze der 3%4 Fadenbank 
‘G.9 Met.) liegt in der Richtung Nord—Süd ein Wrack, auf dem bei Niedrigwasser 
nur 1.2 Met. Wasser ist. Dio Bank liegt NNW von dem Flaggenmast des Fort 
Sebastian. Kin anderes Wrack ist durch eine schwarze viereckige Tonne go- 
kennzeichnet, welche an der Ostseite desselben auf 7.8 Met. Wasser in folgenden 
Peilungen liegt: Flaggenmast auf dem Sebastian in SSE und das 34 Kblg. ent- 
fernte Ende der Mole zu Mozambique in SW. Diese Tonne ist nach halber 
Fluth nicht mehr recht sichtbar und darf man sich deshalb nicht zu sehr auf 
zie verlassen. Beim Einlaufen in den Binnenhafen muss man diese Tonne an 
Steuerbord behalten und darf man nicht zu dicht an sie herangehen. 
Nach der Mittheilung des verstorbenen Lieutenants F. J. Gray, Com- 
mandant I. Br. M. S. „Nassau“ im Jahre 1876, liegt noch eine schwarze und 
weisse stumpfe Tonne zur Bezeichnung eines Wrackes, welches im Fahrwasser 
anch dem innern Ankerplatz von Mozambique liegt, in folgenden Peilungen: 
Der Flaggenmast des 3%4 Kblg. entfernten Fort Sebastian in SE?/4EB und der 
13/4 Kblg. entfernte Molenkopf in SW!LS. 
Der Table Mountain oder Tafelberg ist eine vorzügliche Landmarke 
im Norden des Hafen von Mozambique, die Höhe und geographische Lage des- 
selben wurde im Jahre 1875 von dem oben erwähnten Lieutenant Gray 
bestimmt zu: Höhe 334 Met. und Position in 14° 42‘ 45“ Süd-Br. und 
410° 39‘ 30“ Ost-Le. 
Das Cap Melamo ist niedrig, aber felsig und steilabfallend. Ungefähr 
| Seem. im Süden des Caps beginnt ein hoher sandiger Strand mit Casuarinen, 
der sich 1'/ Seem. weit bis zu der Mündung des Quisimajulo-Flusses hinzieht. 
Bei diesem Strand ist über !/z Secm. weit flaches Wasser. Das Land im 
Innern ist ungefähr 90 Met. hoch. 
Fernando Veloso-Bucht. Die Untiefe Pinda erstreckt sich viel weiter 
nach Süden, als man bisher geglaubt hat; an ihrer Ostküste steht gewöhnlich 
Brandung, aber in der Nähe ihres Südendes sind. mehrere Stellen grünes Wasser, 
anf denen keine Brandung gesehen worden ist. Wenn man die Ostspitze der 
Hafeneinfahrt von Belmore West peilt und dieselbe in Deckpeilung mit einem 
hohen kegelförmigen Hügel‘) hält, so führt diese Richtung gerade südlich der 
Untiefe Pinda vorbei. Im Innern der Fernando Veloso-Bucht, in geringem Ab- 
stand von der Küste, sind 3 kleine kegelförmige Hügel, die sich ziemlich in 
gleicher Entfernung von einander befinden und ebenes Land zwischen sich 
haben; hält man den südlichsten dieser Hügel in Deckpeilung nördlich frei 
von der Ostspitze der Fernando Veloso-Flussmündung, so führt diese Richtung 
vollkommen südlich frei von der Untiefe Pinda. Dieser Hügel ist auch eine 
zute Landmarke auf grössere Entfernung. Die Variation beträgt hierselbst 
13° 45' West. 
Belmore-Hafen. Nach Mittheilung des Navigating-Sub-Lieutenant 
T.C.Pascoe von I. Br. M. S. „ Vaulture“, 1874, ist die Einfahrt in diesen Hafen 
) Der erste Hügel südlich der drei im „African-Pilot“ pag, 149 beschriebenen Hügel.
	        
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