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abbleibt; von hier halte man auf die rothe Tonne der White Ledge- Untiefe,
bis man die Harbour - Klippe passirt hat, und suche dann einen passenden
Ankerplatz auf. ; ;
Zwischen der Harbour. -Klippe und dem den Hafen bildenden‘ westlichen
Riffe jst gleichfalls ein Fahrwasser, welches jedoch selten von anderen Schiffen, als
von Küstenfahrern, benutzt wird. - Die grösste Wassertiefe in demselben- beträgt
8 Met. , Wenn man ‚dieses Fahrwasser‘ zum Einsegeln benutzt, muss: man: ’auf
die Tonne der Harbour-Klippe: zu“ halten, ’um das tiefste Wasser-zu finden.-
; Segelschiffe werden häufig östlich’von der Untiefe White Ledge eingebracht,
aber das Fahrwasser‘ ist schmal,“ und‘ grosse Vorsicht ist bei Benutzung des-
selben erforderlich. ‘ Eine‘ Tiefe‘ von 11:9 Met. findet man in-kurzer Entfernung
östlich von der rothen Bake; sowie ‘man sich der Kante der östlichen, den Hafen
bildenden Riffe nähert, nimmt sie rasch bis auf 3.7 Met. ab. 2° 026 em
Im Mittefahrwasser liegt zwischen der Hopewall- Klippe und der North-
Klippe ein Wrack, 3
Der Ankerplatz ist beschränkt und müssen die Schiffe vorne: und hinten
Anker ausbringen. Die; vorherrschende Windrichtung ist ENE. Das Wasser ist
so klar, dass man ‚die Oben‘ beschriebenen Untiefen aus dem Topp deutlich
sehen kann, aber da die Hafeneinfahrt‘ nur schmal und die Tonnen möglicher-
weise nicht immer an ihren richtigen‘ Stellen liegen, so ist es-nothwendig, dass
Segelschiffe, ja auch selbst Dampfer, wenn sie nicht‘ hinreichend: mit‘ dem Orte
bekannt sind, einen Lootsen nehmen; '“ „.
Port Antonio.!).. Eine kleine Klippe liegt 1 Kblg. SW von. der Spitze
Rover... Letztere befindet. sich ?/s Kblg, in Süd von der Spitze Folly.”
Einen Ankerplatz findet man, wenn diese kleine Klippe.in.Linie mit der
Spitze Folly und die Spitze Titchfield in NW peilen. u ba
Die Variation. bei. der. Insel. Jamaica beträgt 4° Ost für das Jahr 1877.
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Vergleicheride Uebersicht der Witterung des Monats September 1877
und 1876 in Nordamerika und Centraleuropa.)
(Mittheilung von der Deutschen ‚Seewarte.) . DT
Nach.‘ der „Monthly weather‘ review“ des „Signal Office“ in‘ Washington
and der von.der Deutschen Seewarte herausgegebenen Uebersicht der Witterung,
beide für den Monat September 1877, stellen wir im Folgenden die Hauptzüge
im Witterungscharakter dieses Monats in Nordamerika und Centraleuropa einander
gegenüber.
September 1877.
A. Nordamerika.
1..Die Cyklonen im Golf von
Mexico und dem Caraibischen Meere,
speciell jene vom 16. bis. 21. und vom
27. bis: 29; die. übrigen, im ganzen
schwachen, barometrischen Depressio-
nen entstanden am Felsengebirge und
verschwanden. beim Vorwärtsschreiten
grösstentheils rasch, nur jene vom 4,
bis 8, erreichte den Atlantischen Ocean
und bildete sich hier zu einem bedeu-
tenden Sturm aus.
B. Centraleuropa. -
1. Die lange Andauer, barometri-
scher Depressionen. nordöstlich... vom
Gebiet, während im Westen und Süden
von Centraleuropa barometrische Maxi-
ma. vorherrschten... )., Am;; bemerkens-
werthesten. war,-die Depression vom
18. bis 23. September.durch ihre lange
Dauer, eigenthümliche Bewegung ‚und,
im Verein mit dem darauf. folgenden
barometrischen Maximum. des Monats,
ihrethermischen Wirkungen auf Central-
3Uröpa,
‘) a. a O. pag. 304.
2) Die Amerikanische Monatsübersicht für August 1877 ist an der Seewarte ausgeblieben
and trotz geschehener Nachfrage noch nicht eingelaufen, Die Zusammenstellung für diesen Monat
wird deshalb später nachgeliefert werden.