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Beide Feuer sind in der Richtung NzE'/aE-—SzW'/4AW '!/4 Seem. weit von
einander entfernt und ihre Deckpeilung zeigt die Richtung über die Barre, und
zwar über 6.7 Met, Tiefe bei Springzeit Niedrigwasser, an,
Gezeiten. Nach. Angabe des Navigating-Lieutenant J. M. Lloyd, von
I. Br. M. S. „Tenedos“, 1874,‘ ist die Hafenzeit zu Honolulu 3 42», und die
Fluthhöhe beträgt bei Springzeit 0.s Met.
Segelanweisung. Die, Honolulu während der Nacht ansegelnden Schiffe
müssen die Leitfeuer dabei aber auch das Loth benutzen. Dieses muss. weniger
als 73 Met. Tiefe und nicht weniger als‘ 22 Met. ergeben: Bei der zuletzt
erwähnten. Tiefe müssen. die Schiffe ankern.
An der Nordseite der Insel Woahoo befindet sich ein kleiner Hafen,
welcher gelegentlich von. den:;einheimischen. Schoonern benutzt wird. Nach An-
gabe des Staff-Commander T, H, Tizard, von I. Br. M. S. „Challenger“, 1875,
hat man von dem Sattel: Palc, auf der: Wasserscheide der Insel Woahoo, im
Norden der Stadt Honolulu, einen‘ guten‘ Ueberblick über diesen Hafen. Die
Einfahrt desselben ist anscheinend ‘schmal und flach.
5. Insel Atooi ‚oder. Kauai
Die Kaloa-Bücht,. an der Südseite der Insel; liegt -nach' Angabe des
Navigating-Lieutenant‘ N. Child, von:I..Br. M, S, „Peterel“, 1875, ungefähr
3 Seem. westlich der‘ Spitze Kaloa und kann an der mit vielen hohen Gebäuden
versehenen Stadt, welche sich‘ vom Strande‘ 2 Seem., aufwärts ih einer Berg-
schlucht erstreckt, sowie an einer niedrigen Landspitze,” an: deren westlichen
Seite sich eine Sandstelle befindet, leicht erkannt werden; Die Landspitze liegt
zwischen der Stadt und der Spitze Kaloa und von ihr erstreckt sich in kurzer
Entfernung ein Riff, welches theilweise' den Ankerplatz beschützt;-
Die Spitze Kaloa, das Südende der Insel Atoos; ist ein steiler Abhang
und in kurzer Entfernung in NW von derselben liegt ein auffallender kuppel-
förmiger Berg. I
Ankerplatz.' Auf 18 Met: Wasser ist für die Postdampfer eine rothe
Tonne verankert. Nahe bei derselben findet man auf 20 Met, Wasser, Sand und
Muscheln, einen Ankerplatz, wenn die westliche Kirche der Stadt N%4E, die
niedrige Landspitze E!/AN und der kuppelförmige Berg: NE peilen..
.. Landungsplatz. Ein ‘guter Landungsplatz ist in einer kleinen Bucht,
welche von einem Riff geschützt ist, das sich ungefähr 1 Kblg. weit von der
Küste hinzieht. Im Innern dieser kleinen Bucht ist ein künstlicher Hafen her-
gestellt, in welchem für ein Boot genügend Raum ist. ‘+.
‚Die Wymog-Bucht liegt‘ ungefähr 10 Seem. in West von der Spitze
Kaloa und kann an dem Kona-Berg, welcher von röthlicher Farbe ist, sowie an
einer im Ort befindlichen Kirche leicht erkannt werden. Wenn‘ man die Kirche
Nord peilt und darauf zu‘ steuert, nehmen ‘die Wassertiefen allmählich ab,
und wenn man die Kirche N%/4E peilt;' findet man auf 18 bis 27 Met. Wasser
einen‘ guten Ankerplatz.
Die Hanalai-Bucht liegt an der Nordseite der Insel -Atooc und kann
an der gleich westlich der Einfahrt befindlichen Na-Pali-Spitze erkannt. werden.
Diese Spitze ist das Ende eines hohen Landstriches, welcher ’ganz‘*plötzlich nach
der See abfällt. “ Einige Theile des Abhanges sind‘ sehr “zerrissen, *so dass
mehrere scharfe Felsspitzen vorhanden sind.‘ Auf‘ dem:Ende-“der Landspitze
liegt ein kleiner Hügel, welcher, wenn man sich der Büucht-vön “Osten-nähert,
zuerst wie eine Insel erscheint. Von der Spitze Na-Pali erstreckt‘sich ungefähr
3/4 Seem. weit ein Riff. ' ; .
An der Ostseite der. Einfahrt der‘ Hanalai-Bucht‘ ist ein “dunkelfarbiges
steiles. Vorgebirge, von dem in kurzer Entfernung nach Osten zu zwei sandige
Strandstellen liegen. ‘Von diesem Vorgebirge muss man weit abbleiben, da
sich ein Riff ungefähr 3 Kblg. weit daselbst erstreckt. "+
Ankerplatz.” Man muss einen gut erkennbaren kegelförmigen Berg in SSE
in Peilung bringen und darauf zu steuern, wenn man den Ankerplatz in der
Hanalai-Bucht aufsuchen will. Derselbe hat 36.6 Met. Tiefe und ist 1'!/2 Seem.
von der Küste entfernt. Ferner findet man noch auf 12.8 Met. Wasser einen
Ankerplatz, wenn die Flussmündung EzN ungefähr 4 Kblig. entfernt peilt.
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