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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Dieser Ankerplatz ist jedoch sehr heftigen Böen ausgesetzt, welche über 
die nahe in der Mitte der Insel Mowee befindliche flache Landenge herüber- 
wehen. Mit Schiffsbooten ist wegen der hohen Brandung am Strande das Landen 
zuweilen unausführbar. * 
Die Kamalesa-Bucht befindet sich nach Angabe des Navigating-Lieute- 
nant N. Child, von I:‘‘Br. M.‘S.'%;Peterel“, 1875, ungefähr 12 Seem. nördlich 
des Makee-Landungsplatzes und bildet den. Hafen der 6 Seem. entfernten Stadt 
Wailuku und der 4 Seem.‘ entfernten Stadt Waikupw.‘ Der Landungsplatz in 
dieser Bucht‘ besteht :aus einer, in-ihrem nördlichen Theile befindlichen Mole. 
Das nach diesem Landungsplatz‘ führende Fahrwasser ist ungefähr 18 Met. 
breit und liegt zwischen zwei‘ Korallenriffen, ‘ . 
Ankerplatz. : Der Ankerplatz befindet sich in dem nordöstlichen Theil 
der Bucht, und es sind daselbst‘ 23.s bis 14.6 Met. Wassertiefe und Sandgrund. 
In der Nähe desselben. liegt auf ‘11: Met: Wasser eine Spierentonne verankert, 
die man beim Einsegeln voraus an Steuerbord halten muss. 
I. Br. M.:S. „Peterel“ ankerte auf 16.5; Met, Wasser, als der Molenkopf 
NzW*/4AW, die Spierentonne‘ in NzE*®/A4E'' und die Westspitze der Bucht in 
SWzZW1'4W peilten. + 1Edi0.u1. At 
Die Lahaina- oder Lahainaluna- Bucht liegt an der NW- Seite 
der Insel Mowee. Da- sich an diesem Theil der Insel das flache Wasser in be- 
trächtlicher Entfernung: von der Küste erstreckt, so müssen die nach der Rhede 
von Lahaina bestimmten Schiffe im Norden der Rhede nicht; mehr, als. bis auf 
3 Seem. sich dem. Lande’ nähern; ehe der Leuchtthurm NE’/N' peilt, | In dieser 
Peilung findet man. einen guten Ankerplatz auf 18 bis 27 Met. ‚Wasser, Sand- 
rund. a UA A 
Teuchtfeuer.) ‚Auf dem Leuchtthurm von Lahain& Breineh, ungefähr 
1.2 Met, von einander entfernt, zwei weisse feste Feuer in gleicher Höhe; diese 
Feuer können, von See gesehen, nicht früher von einander unterschieden werden, 
als bis man auf dem Ankerplatz, 1!/2 Seem. von dem Leuchtthurm entfernt, ist. 
Landungsplatz. Der Landungsplatz ist an einer kleinen Mole, welche 
sich von dem Leuchtthurm‘ aus erstreckt und durch einen. Wellenbrecher 
geschützt ist. 
3. Insel Morotoi oder Molokai. hf 
Kaunakakai liegt an der Südseite der Insel, nahe in dor Mitte der- 
selben, und man peilt von hier die Insel Ranai oder Lanai in Süd. 
Bei Kaunakakai befindet sich ein äusserer und ein innerer Ankerplatz, 
von denen der erstere wegen des unebenen Bodens nicht besonders gut ist; der 
letztere ist zwar geschützt, gewährt aber nur wenig Platz. Auf der, den inneren 
Ankerplatz nach See zu abschliessenden. Barre befinden sich nicht weniger als 
7.3 Met, Wasser, aber innerhalb der Barre sind 9 bis 12.8 Met. Wasser. 
Am Lande sind als Leitmarken zwei Pfosten. errichtet. und. innerhalb der 
Barre liegt auf 9 Met. Wasser für die Postdampfer eine rothe: Tonne. : Schiffe, 
welche . sich .dem . äusseren Ankerplatz. nähern, müssen - die beiden‘ Pfosten in 
Linie . halten, darauf zusteuern und auf 18 bis 23.8 Met. Wasser, Sand - und 
Steingrund, ankern, . Die Deckpeilung der. beiden Pfosten: führt ‘auch durch 'das 
Mitte-Fahrwasser nach dem. inneren Ankerplatz. Die Pfosteni-sind an: den auf 
ihnen angebrachten Laternen gut zu erkennen, . Wird ein Posidampfer erwartet, 
so wird auf jedem dieser Pfosten ein weisses festes Feuer angezündet;?) :!!" 
Man darf sich der Südküste der Insel Morotoi während ‚der‘ Nacht nicht 
nähern, wenn man nicht genügende Ortskenntnisse. hat, : da’ das die-Insel um- 
gebende Riff im Süden derselben steil abfallend ist und sich an mehreren Stellen 
bis 3 Seem. weit von der Küste erstreckt. .... N ou A 
Proviant. Nach vorher von der Regierung zu Honolulu eingeholter Erlaub- 
aiss kann man Wachteln und Fasanen schiessen; andere Proviantgegenstände kann 
man jedoch nicht bekommen, * 
Kalanao liegt beinahe in der Mitte der Nordküste der Insel Morotoi, 
Der Ankorplatz befindet sich südlich einer Jangen niedrigen Landspitze, welche 
5 S. „Nachr. £, Seef,“ 1877, No. 624. 
5 8. „Nachr, f. Seef,“ 1877, No. 624. 
Ann. dd, Hydr.. 1877. Heft XIT (Decambarl.
	        
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