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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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und der hohe Seegang das Verlassen des Lootsenbootes aus der Bucht un- 
möglich macht, muss es der nachstehenden Segelanweisung folgen, um sicher die 
Bucht zu erreichen. 
‚ Während desNE-Monsuns, von December bis incl. März, ist die Bucht zu jeder 
Zeit, wegen der jeden Tag einige Zeit aus SSE bis West wehenden Seebrise, anzu- 
segeln und ein Ankerplatz leicht zu erreichen. Am frühen Morgen ist der Wind 
in der Nähe des Landes gewöhnlich nördlich und gestattet dann den Segel- 
schiffen die Bucht zu verlassen. Während des SW-Monsuns, von April bis incl, 
November, setzt gewöhnlich, trotzdem der Wind gelegentlich selbst bis nördlich 
von West umgeht, eine hohe Dünung direct in die Bucht aus SW. Diese zu- 
weilen eintretende Windveränderung macht es den Schiffen oft schwer, einen so 
geschützten Ankerplatz zu erreichen, woselbst das Schiff nach achtern befestigt 
werden kann, wie es die Hafenbehörde vorschreibt. 
Nähert man sich der Bucht von Westen, so muss man den Leuchtthurm 
von Point de Galle in EzN bringen, um südlich frei von den Klippen Gindurah, 
Whale und Little Whale zu bleiben. Die Whale und Little Whale-Klippen liegen 
beinahe in derselben Richtungslinie, ungefähr W'/sN von dem Leuchtthurm. 
Die erstere Klippe ist ungefähr 2! Seem. und die letztere ca. 1'/4 Seem, von 
dem Leuchtthurm entfernt, Die Gindurah- Klippe liegt jedoch etwas über 
1% Seem. NWzW'AW von der Whale-Klippe. 
Den kleinen Felseninseln bei dem Leuchtthurm kann man sich so lange 
mit Sicherheit nähern, als die Kirche im Fort oder der Lootsenbaum westlich 
frei von dem Leuchtthurm sind. Hier findet man gewöhnlich ein Lootsenboot. 
Die Schiffe, welche einen Lootsen verlangen, müssen wenn der Leuchtthurm 
zwischen NE und NNE, ungefähr eine Seem. entfernt, peilt, beidrehen. 
Westliche Einfahrt. Um nördlich der Cadda-Klippen zu bleiben, 
halte man ungefähr Ost-Kurs und Edward’s Pillar in Deckpeilung mit dem 
weissen Thurm auf der Watering-Spitze. Diese letztere Richtung führt zwischen 
der Meemattia- und der Inner Cadda-Klippe hindurch. Diese Richtung muss man 
beibehalten, bis die römisch-katholische Kirche in Deckpeilung mit dem Leucht- 
thurm kommt, und dann steuere man ungefähr NEzE, oder in der Mitte zwischen 
der Glosenburg- und Gravet-Spitze hindurch. Die Spitze Gravet ist das Ende 
des hohen Landes in der NE-Ecke der Bucht. Den letzten Kurs halte man ein, 
bis der Signalmast auf Neptune Bastion in Linie mit dem Leuchtthurm ist. Von 
hier steuere man NzE'ZLE durch das Mittefahrwasser, zwischen der schwarzen 
Tonne der Polcatt&-Klippe und der rothen Tonne der Mata Mada- Klippe. 
Diese Tomen, sowie diejenigen der Bellicatua- und Kapera-Klippen geben dann 
die Richtung an. Sobald der Leuchtthurm hinter die Utrecht Bastion kommt, 
muss man auf ungefähr 11 Met. Wasser, !/a Kblg. in SE von der Tonne der 
Kapera-Klippe ankern. 
Oestliche Einfahrt. Um- südlich der Cadda-Klippen zu bleiben, muss 
man den Lootsenbaum westlich frei von dem Leuchtthurm halten, bis White Mark 
ganz hinter der Watering-Spitze ist; die Klippen bei der Oonawatty-Spitze sind 
dann ganz frei von der Spitze zu sehen. Von hier steuere man EzS bis der 
Lootsenbaum in Linie mit der Cadda-Tonne, oder östlich frei von allen Befesti- 
gungswerken ‚ist. Dann steuere man ca. 2 Kblg. nach NE und halte dann all- 
mählich auf den Lootsenbaum zu, wenn dieser mit der Polcatt&-Tonne in Linic 
kommt. In dieser Richtung (NzW) steuere man, bis der Signalmast und der Leucht- 
thurm in Linie sind und von hier steuere man, wie vorher gesagt ist, zwischen 
der Tonne der Polcatt& und Mata Mada-Klippe hindurch. 
Segelschiffe, welche Point de Galle ansegeln, müssen sich gut luvwärts 
halten, um es zu erreichen, und dabei sollte nie vergessen werden, dass 
längs der Küstenlinie während des SW-Monsuns ein Oststrom, und während des 
NE-Monsuns ein Weststrom, mit grosser Heftigkeit setzt. Schiffe, welche 
während des SW-Monsuns in Lee vom Hafen fielen, haben oft Wochen gebraucht, 
ehe sie das Verlorne wieder einholten, und in einigen Fällen haben solche Schiffe 
sogar nach Zrincomalee abhalten müssen. 
Dampfer, oder Schiffe mit gutem Wind, können ein- oder aussegeln, indem 
sie den Flaggenmast des Forts mit dem Leuchtthurm von Point de Galle im 
Linie ‚halten; diese Richtung führt ungefähr 1 Kblg, östlich der Para-Klippe 
vorhei.
	        
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