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yekreuzt werden, Nunmehr sollte leider die Reise durch anhaltende östliche
Winde verzögert werden, so dass die „Spica“ erst am 1. October Lizard passiren
konnte. Auch im Kanal waren die Winde ungünstig, doch gestatteten mässige
NW-Winde, die Nordsee rasch zu durchsegeln. Am 12. October erreichte die
Bark den Heimathshafen. ‚Reisedauer von New- York 45 Tage.
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7. Reise der Bremer Bark :.Josefa“, Capt. D. Horstmann.
Die Bremer Bark „Josefa“, Capt. D. Horstmann, verliess am. 21. Sep-
tember 1876 Cardiff, bestimmt nach Neigapore, Der anfänglich wehende Ost-
wind wurde am nächsten Tage südwestlich und erschwerte, in dieser Richtung
zich festsetzend, die Fahrt ganz erheblich, zumal da am 29. September in un-
gefähr 43° Nord-Br. und 14° West-Lg. derselbe zu einem schweren Sturm aus-
artete. Der während des. Sturmes beobachtete niedrigste Barometerstand be-
trug 730.6=m. 40° Nord-Br. erreichte .man in 13.0° West-Lg. am 3. October.
Mit westlichen Winden die Reise fortsetzend, schnitt das Schiff 30° Nord-Br.
am 12, October in 19.4°. West-Lg.. Den Passat erreichte man in ungefähr
29° Nord-Br. und 20° West-Lg. Derselbe wurde mit abnehmender Breite öst-
licher und südlicher, bis in 12° Nord-Br.‘ und 26.7°.. West-Lg. Windstille ein-
trat, welcher indess nach einem Etmale wiederum ein schwacher Passat folgte.
10° Nord-Br. wurde am 27. October in 26.1° West-Lg. bei schwachem ; West-
winde geschnitten. In. ungefähr 11° Nörd-Br.’ hatte der Passat am 24. October
aufgehört zu wehen, es folgten Windstillen und veränderliche Winde, und am
27. October, in 9.5° Nord-Br., trat schwacher Ostwind ‘ein, ‚aus welchem. sich
der SE-Passat entwickelte, dessen nördliche Grenze in 8° Nord-Br. "zu legen ist.
Die Linie passirte die „Josefa“ am 6. November in 31.6°, West-Lg.., während
bines schwachen SSE-Windes, Die Versetzung war am vorhergehenden Tage
S553°W 25 Seem. und am folgenden Tage S45°W 33 Seem. ; Der. Passat
wurde allmählich östlicher, und später sogar, bei geringerer Stärke, nordöstlich;
wobei 10° Süd-Br. am 11. November in 32° West-Lg. geschnitten. wurde. „In
17° Süd-Br. nahm der Wind bis zur Windstille ab, setzte ganz Schwach, aus
West wieder ein, frischte dann in 18° Süd-Br. nochmals südöstlich auf und brachte
das Schiff am 17. November nach 20° Süd-Br. und 31.s° West-Lg. Das Wetter
war durchweg regnerisch. Langsam, durch NE drehend, nahm der Wind in
26.6° Süd-Br. und 30,5° West-Lg. eine nordwestliche Richtung ‘bei lebhafter
Stärke an und blieb von dieser Richtung vorherrschend, bis der Meridian von
Greenwich am 30. November in 39.s° Süd-Br. passirt wurde. Jetzt durchlief
der Wind rechtdrehend langsam sämmtliche Striche der Windrose und zwar so,
dass nach Verlauf von 5 Tagen am 5. December in 10° Ost-Lg. und 42.s° Süd-Br.
abermals ein steifer SW. wehte. ‘ Den Meridian des Cap der Guten Hoffnung
passirte. die „Josefa“ am 8. December in 43.5° Süd-Br. während eines mässigen
SW-Windes nach 78 Tagen ‚von Cardiff. Ungefähr auf 44° Süd-Br. entlang
wurde, von steifen Westwinden begünstigt, die Länge abgelaufen, bis man in
64° Ost-Lg. cinen annähernden ENE-Kurs wählte. Hierbei wurde 70°. Ost-Lg.
am 22, December in 41.s° Süd-Br. und 80° Ost-Lg. am, 24.” December in
38.9° Süd-Br. geschnitten, letzterer Punkt bei lebhaftem Nördwinde.. Das Vor-
kommen. von Seetang ist zuerst in 42.s° Süd-Br. imd 67.5°° Ost-Lg.‘ notirt.
Mit dem in 35,5° Süd-Br. angetroffenenS W-Winde wurde in 86.,5° Ost-Lg, recht Nord
aufgesteuert. In 30° Süd-Br. hatte sich der Wind ‘bereits, big, SSE gewendet,
und trat nunmehr als ein frischer SE-Passat auf. Mit diesem wurde‘ nördlich
und etwas östlich weg gehalten, 20° Süd-Br. an 5. Januar 1877 in:88.2° Ost-Lg.
und 10° Süd-Br. (bei welchem Parallel der Passat sein Ende fand) am 13. Ja-
nuar in 88.5° Ost-Lg. gekreuzt. Im Gebiet des westlichen Monsuns traf man leichte
und veränderliche, häufig östliche Winde (welche letzteren sofort eine westliche
Versetzung nach sich zogen), so dass das Schiff, nur langsam vorankommend,
den Aequator erst am 28. Januar in.91.0° Ost-Lg. bei schwachem Nordwinde
schnitt... Strom N 36° W 16 Seem. In etwa 4° Nord-Br. und 93.5° Ost-Lg.
setzte der NE-Monsun ein, gegen welchen das Schiff einen nur sehr langsamen
Fortschritt erzwingen konnte, da gleichzeitig die Strömung beständig westlich
setzte, Am 10. Februar kam die Insel Pulo Brass am Cap ‚Achen in Sicht. In
der Malacca-Strasse hörte der NE-Monsun auf und es folgte ein leichter SW-Wind,
Ann. d. Hrdr.. 1877. Heft XIHT (Dacambark