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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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indess wicder durch SW - Winde verdrängt, bis in etwa 21° Süd - Br. der SE- 
Passat zur Geltung kam. Der Weg, den das Schiff zurücklegte, führt durch 
folgende Schnittpunkte: 
30° Ost-Lg. in 43.s° Süd-Br. am 3. September, 
50° Ost-Lg. in 42.9° Süd-Br. am 9. September, 
90° Ost-Lg. .in 38.9° Süd-Br. am 19. September, 
100° Ost-Lg. in 33.2° Jüd-Br.i am 24, : September. 
Mit dem, wie schon erwähnt, jetzt eintretenden SE-Winde wurde nord- 
östlich weiter gesegelt, bis am 13. October die Insel! Damo in Sicht kam. Am 
15. October in Sicht von Timor fand man eine westliche Strömung von 27 Seem. 
in 24 Stunden. Durch die Ombay-Strasse die Reise fortsetzend, wurde bei vor- 
herrschend leichtem SE-Monsun die Banda-See durchsegelt und am 25. October 
die Boeroe - Insel passirt, worauf Pitts- und Gillolo-Passage bei leichten ver- 
änderlichen Winden und böigem Wetter durchlaufen werden mussten. Mit frischen, 
südwestlichen Winden erreichte „Spica“ 10° Nord-Br. und 133.4° Ost-Lg. am 
25. November, worauf der Wind, durch SE drehend, als frischer NE - Monsun 
auftrat, der das Schiff rasch seinem Reiseziele näher führte. Am 4. December 
lief das Schiff durch den Bashee- Kanal während eines lebhaften SW-Windes, 
der aber bald wieder durch den NE - Monsun verdrängt wurde, Endlich am 
7. December aikerte „Spica“ nach einer ungewöhnlich langen Reise von 
162 Tagen im Hafen von Hongkong. Der Weg durch die Macassar - Strasse 
würde voraussichtlich in dieser Jahreszeit ein bosseres Resultat ergeben haben. 
Die Bark „Spica“ versegelte von Hongkong nach Mo- lo. Sie verliess 
letztgenannten Hafen, nach New - York bestimmt, am 1. März 1877 bei einer 
leichten NE-Brise. Den 13. März wurde die Gaspar - Strasse durchsegelt und 
am 16. März Anjer passirt. Beim Eintritt in die Tava-Soo stellte sich schwacher 
NW-Monsun ein, der das Schiff durch die Sunda-Strasse führte. Allein gleich 
darauf lief der Wind westsüdwestlich, so dass man gezwungen wurde, zu kreuzen. 
Durch leichte veränderliche Nordwinde (NW-NE) gelangte die „Spica“ nach 
12° Süd - Br. und 100° Ost- Lg. am 26. März, von wo, durch den SE - Passat 
begünstigt, eine raschere Fahrt aufgenommen werden konnte. In ungefähr 
21° Süd-Br. und 75° Ost-Lg. trat eine kurze Unterbrechung, durch schwachen 
Westwind veranlasst, ein; aber am nächsten Tago holte der Passat wieder durch 
und gestattete fernerhin guten Fortgang. Die südliche Grenze des SE-Passats 
liess sich kaum annähernd bestimmen. 30° Süd-Br. schnitt man in 41.ı° Ost-Lg. 
am 21. April bei mässigem Ostwinde. Am 1. Mai passirte die Bark den Meridian 
des Cap der guten Hoffnung in 35.0° Süd-Br. bei frischem SE-Winde, 59 Tage 
nach dem Passiren von Anjer. West- bis südwestliche Winde begleiteten das 
Schiff, bis in 24° Süd-Br. ein frischer SE eintrat, der dann mit ganz geringer 
Unterbrechung als ein, im Allgemeinen schwacher SE - Passat sich behauptete. 
Den Meridian von Greenwich erreichte man am 15. Mai in 18.3 Süd -Br. Den 
26. Mai Nachmittags konnte der Capitain durch Peilung der Insel Ascension 
den Stand seines Chronometers bestimmen. Nachdem am 2. Juni die Linie in 
22.8° West-Lg. mit einem frischen ESE-Winde geschnitten war, holte der Passat 
nach und nach östlich und wehte, ohne von Windstillen und Böen unterbrochen 
worden zu sein, in 5° Nord - Br. und 26.6s° West - Lg. frisch von nordöstlicher 
Richtung.‘ In ungefähr 25° Nord-Br. und 55° West-Lg. wurde der Wind süd- 
östlich, worauf dann nach Verlauf von 3 Tagen in 27° Nord-Br. und 59° West- 
Lg. mässige SW-Winde durchkamen. 10° Nord-Br. wurde am 7. Juni in 32.0° 
West-Lg., 20° Nord-Br. am 13. Juni in 46.7° West-Lg. und 30° Nord-Br. am 
25, Juni in 68.7° West- Lg. geschnitten. Von letzterem Schnittpunkte wurde 
mit: vorwiegend leichten SW-Winden der Rest der Reise zurückgelegt. 12 Uhr 
Nachts den 4, Juli bekam man die Highlands in Sicht und erhielt am nächsten 
Morgen einen Dampfer, der die „Spica“ nach New- York schleppte, womit nach 
einer Dauer von 127 Tagen diese Reise beendet war. 
Am 28. August verliess die „Spica“ New- York, um die Reise nach Bremen 
anzutreten. Der Wind war leicht, südwestlich und blieb aus dieser Richtung vor- 
herrschend, bis 50° West-Lg. in 42.7° Nord-Br. am 4, September erreicht war. Es 
traten jetzt veränderliche Winde, namentlich nördliche, auf, womit indess im 
Durchschnitt ein guter Fortgang erziel£ wurde; da auch später der Wind mehr 
westlich wurde, konnte 20° West-Le, schon am 14, September in 48.8° Nord-Br.
	        
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