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Rodgers-Bank. Am 2. August 1877 wurde beim Ansteuern der Hotspur-
Bank eine bisher nicht in den Karten verzeichnete Bank entdeckt und ver-
messen. (Diese Bank ist von dem Navy-Department zu Washington „Rodgers-
Bank“ benannt worden.) Die Mitte der Bank liegt in 17° 7‘ Süd-Br. "und
36° 54‘ 30“ West-Lg.; die Bank erstreckt sich in der Richtung ENE-WSW
15 Seem., in der Richtung Nord—Süd 10 Seecm, weit, und liegt zwischen 17° 2“
and 17° 12‘ Süd-Br, Die Wassertiefe auf derselben beträgt durchschnittlich
535 Met., an der Ostkante ist die geringste Wassertiefe 51 Met.
Die Ost-, West- und NW-Seiten der Bank sind so steil abfallend, dass
die Wassertiefen von 51 und 59 Met. ganz plötzlich auf mehr als 183 Met. zu-
nehmen; mit 183 Met. Lothleine wurde kein Grund erreicht. Der Boden der
Bank besteht aus rothen Korallen, gemischt mit Moos und Seegras.
Hotspur-Bank. Bei der Aufnahme dieser Bank wurde die Wassertiefe
auf derselben tiefer gefunden, als solche auf dem Karten angegeben ist. Die
Jurchschnittliche Tiefe beträgt ca. 60 Met., die grösste Tiefe, beinahe allent-
halben nahe der Kante der Bank, beträgt 88 Met. und die geringste Tiefe
58 Met. An den Kanten der Bank nimmt die Tiefe ganz plötzlich bis auf mehr
als 183 Met. zu. Die Bank ist in der Richtung Ost—West ungefähr 20 Seem.
lang, und nicht 10 Seem., wie in den Karten angegeben ist. Der Boden der
Bank besteht aus Korallen, stellenweise mit Muscheln vermischt, und in einem
Falle wurde ein kleiner, in einem Korallenstück festsitzender Schwamm mit dem
Lothe nach oben gebracht. Die Bank liegt zwischen 17° 50’ und 18° 2‘ Süd-Br.
and zwischen 35° 42‘ und 36° 5‘ West-Lg.
Bei der Aufnahme dieser Bank wurde gleichzeitig nach der im December
1875 von dem Capt. William Morgan, Führer der englischen Bark „Professor
Azye‘“, entdeckten Untiefe gesucht,') ohne dieselbe zu finden. Auf der an-
gegebenen Position 17° 9‘ Süd-Br. und 36° 4‘ West-Lg., wo sich 5.5 Met. Wasser
vefinden sollen, wurde mit 183 Met. Lothleine kein Grund erreicht. Ferner
wurde auf ca, 17° 5‘ Süd-Br. und 36° 10‘ West-Lg. nach derjenigen Untiefe gesucht,
nach welcher eine resultatlose Nachforschung von der brasilianischen Marine im
Jahre 1876 gemacht worden war.”) Diese Position liegt nur wenig südlich der
Fiy-Bank, und es wurden daselbst sowie in der Umgegend Lothungen gemacht,
aber nirgends mit 183 Met. Lothleine der Grund erreicht. Commander Rodgers
oehauptet, dass die von Capt. Morgan angegebene Untiefe nicht vorhanden
ist, und schliesst sich der Ansicht der brasilianischen Offiziere an, dass der
„Professor Aire“ auf der Abrolhos-Bank durchgestossen hat, umsomehr, da auch
der Leuchtthurm-Wärter von Santa Barbara berichtet hat, dass ein Schiff zu
der Zeit auf der Abrolhos-Bank fest gewesen ist.
3. Nachforschung nach Untiefen bei dem Westende der Insel
Abd-al-Kuri, im Golf von Aden. Der Commander W. J. L. Wharton von
[. Br. M. Vermessungsschiff „„Fawn“, 1877, hat nach der „Hydrographic Notice“
No. 19, London 1877, Nachstehendes über die Untiefen bei dem Westende der
insel Abd-al-Kuri?) berichtet. Die dabei vorkommenden Peilungen sind miss-
weisend. Variation 2° West 1877,
Nach einer Mittheilung des Führers des Dampfers „Hongkong“ ist das
Schiff am 22, Februar 1875, in Folge Auflaufens und 10 Minuten langen Auf-
stossens auf blinde Klippen, welche 3'/2 bis 4 Seem. westlich von Ras-Khaisat-
en-naum, dem westlichsten Ende der Insel Abd-al-Kuri lagen, verloren gegangen.
I. Br. M. Vermessungsschiff „Fawn‘““ hat im Mai 1877 diese Gegend untersucht
and Folgendes gefunden:
Obgleich die betreffende Stelle während zweier Tago genau ausgelothet
und ein sorgfältiger Ausguck vom Topp aus unterhalten wurde, konnte ausser
der Brandung auf dem sich 1 Seem. westlich von Ras- Khatsat-en-naum er-
streckenden Riffe keino Untiefe entdeckt werden. Während dieser Tage war
eine lange und hohe Dünung aus Süden vorherrschend.
Das von Kas-Khaisat-en-naum sich erstreckende Riff ist an seinen Nord-,
West- und Südseiten steilabfallend; die flachste Stelle befindet sich innerhalb der
) S. „Nachr, f, Seef,“ 1876, No. 121.
ö S. „Ann. d. Hydr.“, 1876, pag. 394.
3 S. „Gulf of Aden Pilot“, 1872, pag. 40.