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zu erreichen sein. Bei einem solchen Compass haben auch die Coefficienten A
und E, welche von unsymmetrisch um den Compass vertheilten Eisenmassen her-
rühren, eine so geringe Grösse, dass sie ohne jedes Bedenken für die Praxis
völlig vernachlässigt werden dürfen. Alsdann stellt sich die Deviation d auf
einem Kurs z dar durch die Formel:
d — Bein z + C cos z + D sin 2z.
Der Coefficient D, die Wirkung horizontal liegender Hisenstangen, wie Deecks-
balken u. s. w., ist für alle Orte der Erde und mit hinreichender Genauigkeit
für alle Zeiten bei demselben Compass als constant zu betrachten. Wenn man
also durch eine sorgfältige Untersuchung die Grösse dieses Coefficienten D
einmal ermittelt hat, wird es sich für alle späteren Zeiten nur mehr um die
stete Neubestimmung der beiden Elemente B und C handeln, welche bei jeder
Ortsveränderung des Schiffes und, namentlich bei neueren Schiffen, auch mit
der Zeit fortwährenden Aenderungen unterworfen sind. Durch eine Neubestim-
mung dieser beiden Coefficienten also ist man in den Stand gesetzt, unter Zu-
zichung des aus einer Fundamental- Bestimmung bekannten Coefficienten D sich
eine vollständige Deviationstabelle für alle Kurse berechnen zu können; oder
besser gesagt, man ist damit im Stande, jederzeit die Deviation für irgend einen
Kurs, den man steuern will oder muss, genau herzuleiten. Eine einfache Weise
zu zeigen, in welcher dies geschehen kann, ist der Zweck dieser Zeilen.!)
Der Coeffecient B ist sehr nahe gleich der Deviation auf dem Compass-
Kurs Ost oder gleich der Deviation auf West-Compass-Kurs mit umgekehrtem
Vorzeichen.?) Der Coefficient © dagegen ist sehr nahe gleich der Deviation
auf Compass-Kurs Nord, oder gleich der Deviation auf Süd-Compass-Kurs mit
umgekehrtem Vorzeichen. Würde man also das Schiff einen Augenblick auf
Ost- oder West-Kurs nach dem Compass, um dessen Deviation es sich
handelt, anlegen und auf diesem Kurs eine Deviationsbestimmung machen, —
würde man ferner 'eine ebensolche Bestimmung ausführen, nachdem das Schiff
für einen Augenblick auf Nord- oder Süd-Kurs gelegt ist, so würden die dort
beobachteten Deviationen genau genug unmittelbar die Werthe der Coefficienten B
und C ergeben. In manchen Fällen wird jedoch dieses Verfahren zu umständ-
lich und zeitraubend erscheinen; dagegen wird man gewiss von Zeit zu Zeit
sich in der Lage befinden, ohne erheblichen Aufenthalt das Schiff auf einen
Kurs legen zu können, welcher nicht mehr als 2 Strich von Nord oder Süd
abweicht, und gleich danach, oder unmittelbar vorher auf einen solchen, der
nicht mehr als 2 Strich von Ost oder West abweicht. Beobachtet man alsdann
auf diesen beiden Kursen die Deviationen mit möglichster Sorgfalt, so ist man
auch schon dadurch in den Stand gesetzt, die Coefficienten B und C mit leichter
Mühe finden, d. h. die Deviationen für alle Striche rund um den Compass genau
bestimmen zu können.
Bezeichnen wir denjenigen Kurs, welcher um nicht mehr als 2 Striche
von Nord oder Süd abweicht, mit z, denjenigen, welcher nicht mehr als 2 Striche
von Ost oder West abweicht, mit z‘, und die auf diesen Kursen beobachteten
Deviationen bezw. mit d und d“‘, so erhalten wir die beiden Gleichungen:
N... .. d = Besinz + Cceosz + Dsin2z
2)... . . d'= Bsinz‘-+- Cocos z‘ + D sin 27.
Dividiren wir nun die erste Gleichung durch cosz, die zweite durch cosz‘, so
erhalten wir: Dein?
— Dsin2z
3) 2020004 cosz = Btitangz + C
V 7 4
. Se = Btangz‘-+ CO:
cos zZ
and weun wir diese beiden Gleichungen von einander subtrahiren:
d—D sin 2z d’—Dsin2z‘ _ y
* * an 2082? = B (tang z — tang z‘)
1) Ein anderes, ebenfalls nicht umständliches Verfahren s. Merrifield „Magnetism and
Deviations of the Compass“, Cap. II, pag, 66.
2) Oestliche Deviation wird durch das positive Vorzeichen (-+), westliche Deviation durch
das negative Vorzeichen (—) bezeichnet.