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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

555 
\atum 
1877 
Schiff 
April | 
96 |. Paul Rickmers* 
„Armin“ 
. Deutschland® 
‚Capella“ 
Britanta® 
‚Andreas Rickmers*“ 
‚Alice Rickmers“ 
‚Canopus* 
Drt 
Süd | Ost 
RO ar] 900 4A 
380 96'| 90° 5 
960 407 
920° 94‘ 
350° 997 
20° 57 
350 18/| 20° 58 
2340 354 
921° 18‘ 
350 1171 
910° 31‘ 
350 3874| 
299° (0) 
Bemerkungen 
Windstill bis 6h a, m., dann Wind aus SE (3). 
Luftdruck 12% Mittags 768,7mm., Strom WSW 
27 Seem. 
Wind 10% a. m. umlanfend von NNE (5) nach 
SW und Süden (2). Schönes Wetter, Luftdruck 
12h Mittags 768.gmm., 
Anfänglich herrschte Windstille, dann erhob sich 
ganz leichter sehr veränderlicher Wind (0—1), 
von Ost nach Nord, West und Süd sich drehend; 
4h p. m. kam frischer SE (4—5) durch, Luft- 
druck um 12% Mittags 766.smm., Strom W348 
13 Seem, 
Wind sich von NNE (4) nach SE (5) drehend, 
Luftdruck 12h a. m. 766.7mm., Strom WSW1/2W 
46 Seem. Erblickten das Feuer von Cap Agulhas, 
Der NE-Wind (5) drehte sich 10h a. m. nach 
ESE (4—5) und blieb so für den übrigen Theil 
des Tages, Strom WSW 35 Seem. Luftdruck 
12h Mittags 764.3mm., 
Südöstlicher Wind, leichte Brise bei schönem Wetter, 
Hohe See aus West. 
Oestlicher Wind bei schönem Wetter, Sichteten 
die Küste Afrikas, Luftdruck 12h Mittags 
772.2mm,, 
Anfangs Wind aus NE (4); 2% p. m. fast 
windstill, später kam SE - Wind (3) durch. 
Strom WzS 64 Seem. Luftdruck 123 Mittags 
769.7mm.. 
Teifun am 26. Juli 1877 an der Südküste von Japan. 
Während des Aufenthaltes S. M. S. „Elisabeth“ zu Yokohama wurde die 
Südküste von Japan durch einen Teifun heimgesucht, welcher vielen Schaden 
anrichtete, trotzdem seine Heftigkeit nicht die Stärke 9—10 überstieg. Er 
zeichnete sich aber durch seine für Japan seltene Ost-West-Richtung aus. 
Capt. z. See v. Wickede tiheilt nachstehende an Bord S. M. S. „Elisabeth“ 
angestellte Beobachtungen während des Verlaufes dieses Teifuns mit: 
„Gegen 10% p. m. am 25. Juli 1877 setzte eine leichte Brise aus NE ein, 
sie verblieb bis 1% in dieser Stärke. . Von 1* a. m. am 26. Juli frischte der 
Wind immer mehr auf, Von 1* 35=in. a, m. bis 2* 10win. a, m. leichter Regen. 
Das Gewölk war gegen Mitternacht cu ci, ging dann gegen 4" in eu ni über, 
gegen Morgen war der ganze Himmel mit ni bedeckt. Nach 8" a. m. verstärkte 
sich der Regen von Stunde zu Stunde; die in der Zeit vom Mittage des 26. Juli 
zu dem des 27, Juli herabgeströmte Regenmenge betrug 4150ccm.!) Der Wind 
ging immer mehr östlich, nach 5* p. m. südlich. Gegen 4* pp. m. flaute der Wind 
otwas ab, nahm nach 5* p. m. an Stärke wieder zu. Nach 7% p. m. fing das 
Barometer allmählich wieder an zu steigen, wie aus umstehender Tabelle 
ersichtlich ist. 
1) Der an Bord S. M. S. „Elisabeth“ befindliche Regenmesser hat 1/29 oder 0,05[1]m Anuf- 
“angefläche, mithin beitrug die Regenhöhe innerhalb der erwähnten 24 Stunden 83mm. 
A. d. R. 
Ann. ad. Hydr., 1877, Heft XI (November).
	        
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