3, Das Vorwalten südlicher Winde,
die geringe Anzahl von Stürmen auf
dem Meere und ausgedehnter Stürme
auf dem Lande, und die ungewöhnlich
grosse Anzahl von localen Tornados
in den ersten 10 Tagen des Monats;
insbesondere werden die Tornados
vom 2. in Indiana (Illinois und Ohio),
vom 5. in Ohio und vom 7. in Wis-
consin hervorgehoben.
4. Der Gewitterreichthum. Ge-
witter kamen an sämmtlichen Tagen
des Monats in einzelnen Theilen der
Union vor, über besonders ausgedehn-
ten Flächen aber traten sie im ersten
Drittel auf, namentlich am 1., 5., 9.
und 10.
5. Ziemlich normale, obwohl
iocal recht verschiedene, Nieder-
schlagsmengen. Im Gebiete der star-
ken Sommerregen im Südosten war
die Regenmenge an der atlantischen
Küste grösser als normal (um
'/s—1/4), an der Golfküste etwas klei-
ner als die normale. In den übrigen
Theilen des Landes war die Regen-
menge der normalen theils gleich,
theils wenig unter derselben, letzteres
besonders in den Thälern des St. Lo-
renzstromes und des Missouri (nur 3/4
der normalen), des Ohio (nur ”/s) und
des oberen Mississippi (nur %/e).
6. Eine von der normalen nur
wenig abweichende, meist etwas zu
hohe, theils gleiche, theils dieselbe
übertreffende Mitteltemperatur. DieAb-
weichungen derselben von dernormalen
betrugen für die einzelnen Distrikte im
Durchschnitt:
St. Lawrence-Thal. . +
New-England . . . —
Mittl, atlant. Staaten. +
Südl. »
Golfstaaten . . . +
Untere Seonregion) . ;
Obere ” DD As
Ohiothal u. Tennessee 0,2
Oberes Mississippi-Thal — 0.2
Unteres Missouri-Thal — 0.7
Oberes # 0.0
Minnesota . . . . + Or
Stationen im Felsen-
gebirge. . . . . +04
Pacifische Küste . . + 0.7
5
=
3. Das entschiedene Vorherr-
schen der SW- und West-Winde und
die unbeständige Witterung — beides
durch 1. und 2. bedingt; die Atmo-
sphäre war unruhig, ohne dass wirk-
liche bedeutende Stürme vorgekommen
wären.
4. Der abnorme Gewitterreich-
thum. Nur sechs Tage gab es,
nämlich der 10. und 11., 20., 22., 29,
und 30., an welchen der Seewarte
von ihren telegraphisch correspondi-
renden Stationen keine Gewitter ge-
meldet wurden.
5. Die durch obige Verhältnisse
bedingte Verstärkung der normalen
Sommerregenzeit; die Niederschläge
waren beträchtlich und zeigten viel-
fache locale Verschiedenheiten, Nur
in wenigen Gegenden Norddeutsch-
lands wurde die normale Regenhöhe
nicht ganz erreicht; sonst wurde sie
in ganz Deutschland durchschnittlich
um ein Drittel übertroffen. Im grösse-
ren Theile der Schweiz betrug die
Regenmenge mehr als das Anderthalb-
fache, im Südosten derselben mehr
als das Doppelte der normalen.
6. Eine von der normalen nur
wenig abweichende, grösstentheils
etwas zu niedrige Mitteltemperatur.
Die Abweichungen von der normalen
betrugen im Durchschnitt für die
Stationsgruppen:
Deutsche Ostseeküste . -+ 0.2°C
” Nordseeküste Ng
Preussen u. Posen. 0.s
Schlesien. . . O4
Mark und Sachsen do
Hessen ete. . . . 3
Rheinprovinz ete. . 6
Baden. .. .. ;
Württemberg . .
Niederlande , . .
Desterreich a) nördl,
» b) mittl.
® c) südl.
Schweiz .
Italien .
Zum Vergleich stellen wir die Hauptzüge im Witterungscharakter des
Juli 1876 in derselben Weise zusammen:
I) Stationen des Signal Service and Canada’s vereinigt,