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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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2. Die erhebliche Anzahl 
barometrischer Minima, welche 
durch die nördlichen Staaten und 
Danada zogen und sämmtlich am Ost- 
abhang des Felsengebirges entstanden 
zu sein scheinen; in den Südstaaten 
trat kein einziges auf. 
3. Eine ziemlich normale 
mittlere Druckvertheilung, mit 
dem höchsten Druck über Florida und 
dem tiefsten über Dakota. 
4.und 5. Die zahlreichen hef- 
tigenlokalen Stürme, insbesondere 
die Tornados vom 4., 14., 17., 18., 21., 
22., 23., 24., 25., 29. und 30., von 
welchen jene vom 4. zu Mt. Carmel, 
Illinois, vom 24. zu Fort Lyon, Col,, 
und die Reihe lokaler Stürme vom 25. 
in grösseren 'Theilen von Jowa, 
Missouri, Illinois, Indiana und Ohio 
besonders hervorgehoben werden. 
Gewitter kamen an sämmtlichen 
Tagen des Monats in einzelnen Theilen 
der Union vor und waren theilweise 
von grosser Ausdehnung und Stärke, 
Die vorherrschende Wind- 
richtung während des Monats war 
im Osten der Felsengebirge allgemein 
Süd und SW, an der Pacifischen 
Küste Nord. 
6. Die starken Regen im 
Mississippithal und im südlichen Theil 
der Atlantischen Küste (excel. Süd- 
Florida) und die unregelmässige 
Vertheilung der Niederschläge. 
Die Regenmenge betrug in Tennessee 
und den südlichen Atlantischen Staa- 
ten das Doppelte, in den Thälern des 
Ohio, des oberen Mississippi und des 
Missouri, sowie in Minnesota, etwa 
das 1'/afache der normalen, während 
sie in den übrigen Theilen der Union 
der normalen erösstentheils nahe war. 
2. Die erhebliche Anzahl 
barometrischer Minima, welche 
nördlich und westlich vom Gebiet 
vorbeizogen, von denen indessen nur 
eines in grösserer Ausdehnung von 
stürmischen Winden begleitet war; 
Centraleuropa wurde nur von zwei 
sehr schwachen Depressionen passirt; 
im Allgemeinen befand es sich im 
Bereich barometrischer Maxima. 
3. Der hohe mittlere Baro- 
meterstand des Monats bei sehr 
schwachen mittleren Gradienten in 
Deutschland, von wo aus der mittlere 
Luftdruck nach NW hin ziemlich rasch 
abnahm. 
4. Die geringe Bewegung der 
Atmosphäre. Die Windrichtun- 
zen waren sehr wechselnd, so dass 
ein entschiedenes Vorherrschen einer 
Richtung in den Mittelwerthen kaum 
zu erkennen ist. Stürmischoe Winde 
kamen in Deutschland, ausser einigen 
mehr lokalen Gewitterstürmen, fast 
var nicht vor. 
5. Der Gewitterreichthum, 
Ueber grosse Theile von Centraleuropa 
verbreitete Gewitter gab es besonders 
am 1., 10., 12. und 22. Juni, während 
in zweiter Linie der 5. und 21, Juni 
zu nennen sind, — Ganz frei von 
Gewittern waren die sechs Tage vom 
14. bis 19. Juni. 
6. Die Unregelmässigkeit in 
der geographischen Vertheilung 
der Niederschläge. In einigen 
Gegenden der oberen Rheinebene, der 
Nordseeküste und des Weichselthals 
wurde die normale Regenhöhe über- 
troffen, während im Rheingau, in 
Schlesien und der Lausitz, in Ost- 
preussen, dem Nordosten von Württem- 
berg und in der Schweiz gröstentheils 
kaum !/s, auf den dänischen Inseln 
etwa */s der normalen Menge erhalten 
wurde. 
Ann. d. Hydr,, 1877. Heft X (October).
	        
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