Mit Ausnahme von fünf Stationen sind die mit Nadel Ba erhaltenen Re-
gultate grösser als die aus Rs hergeleiteten, und bleibt nichts übrig, als einfach
das Mittel aus den Angaben beider Nadeln zu nehmen. Für Orte, an welchen
nur mit einer Nadel beobachtet wurde, ist e@in wahrscheinlicher Mittelwerth
angenommen.
Es ist interessant, diese Werthe mit demen zu vergleichen, welche von
der österreichischen Fregatte „Novara“ auf ihrer Reise um die Erde in den
Jahren 1858 und 1859 erhalten wurden, namentlich da auch diesen Beobach-
tungen sowohl Schwingungsdauern, als auch Ablenkungen zu Grunde gelegt
sind. Von den Stationen, an welchen die „Novara“ beobachtete, stimmen sieben
mit Beobachtungs-Stationen der „Kugenie“ überein und mag die Zusammen-
stellung der von beiden Expeditionen gefundenen Werthe hier folgen,
Beobachtungsort.
Rio de Janeiro .
Valparaiso. .
Papeiti , . .
Hongkong . . .
Sydney . . . +.
Batayvia . . 2.
Capstadt .
„Eugenie*
Zeit
1851 Dec, 14.
1852 Febr. 25.
Sept. 15., 16.
Dec. 26.
„Oct. 24., 25.
1853 Febr. 2.
April 11.—13.
Xa
2.8328
3.0114
3.5526
3.5436
7.6686
2.6175
7.0470
.Nromara*
Zeit
1857 Aug. 20.—22.
1859 Jan. 1.
April 25.—30.
1858 Aug. 5.—7.
„ Dec. 3.—4.
„ Mai 18.—15.
1857 Oct. 7.—10.
X
2,8216
2.9752
3.4129
3.534?
2.6870
3.6765
D_06nı
Xn-—Xe
— 0.0112
— 0.0862
—- 0.1097
0.0096
* O.0184
- 0,0590
„0.0134
Man kann aus der letzten Spalte dieser Tabelle nicht direct auf die
(irösse der säcularen Veränderung der horizontalen Componente der erdmagne-
tischen Kraft schliessen. Es ergiebt sich z. B. aus den Beobachtungen von
Sir J. Ross und denen der „Novara“ für Sydney eine jährliche Abnahme der
Horizontal-Intensität von O.ooıs; auch ergeben die Beobachtungen Dr. Neu-
mayer’s zu Melbourne und Hobarton eine jährliche Abnahme derselben von
O.002 der metrischen Einheit. Jedoch kann man daraus ersehen, dass, wenn
man die beiden magnetischen Pole der Erde durch einen grössten Kreis mit
einander verbindet, die Horizontal-Intensität ostwärts von dieser Verbindungs-
linie im Abnehmen und westwärts davon im Zunehmen begriffen ist.
Viele der Beobachtungs-Stationen der „Zugenie*“ sind zugleich Normal-
punkte der „Allgemeinen Theorie des Erdmagnetismus“ von Gauss, und dürfte
daher folgende Zusammenstellung der nach jener Theorie hergeleiteten Werthe
der horizontalen Componente des Krdmagnetismus mit den von der „Kugenie“
yefundenen von Interesse sein:
Beobachtungsort,
San Francisco .
Galapagos- Inseln
Keeling-Inseln .
St. Helena. . .
Ötaheiti . .
Mauritius
Ganss-
sche
Phaarie.
2.417
3.689
3.138
728
"452
AT
„Euge-
nie
2,587
3.580
3.302
3.558
3.558
DD 4AQ
Unter-
schier.
+ 0.170
— 0.109
+0.164
— 0.170
+ 0.101
— 0.922
Beobachtungsort.
Rio de ‚Faneiro .
Valparaiso. . .
Sydney. . .
Capstadt . .
Port Famine .
Canss-
sche
Thenrie.
2.969
3.015 +
3.071
2.189
D var
„Kuge-
ins
2.838
3.011
2.669
2.087 |
On
Unter-
schied.
— 0.186
— 0.004
— 0.02
— 0.092
+ 0.106
Pa m a = FA = VE SEE
Die sämmtlichen Bestimmungen der Inclination an Bord der „Kugenie“
und an den verschiedenen Beobachtungs-Stationen sind mit einem Fox’schen
Apparat angestellt worden, da die Inclinations-Boussole, welche für die Be-
obachtungen an Land bestimmt war, schon in Valparaiso in Unordnung gerieth.
Die Genauigkeit dieser Bestimmungen muss daher, der Natur der Sache nach,
zu wünschen übrig lassen, obgleich auf die Fehlerbestimmung beim Fox’schen
Apparat alle mögliche Sorgfalt verwandt worden ist. Ein Umstand aber, der
die Zuverlässigkeit dieser Beobachtungen noch mehr beeinträchtigen dürfte, ist
die schon oben erwähnte ungenügende Untersuchung der magnetischen Einwir-
kung des Schiffes auf den Beobachtungsort. Es ist, wie schon erwähnt, ange-
nommen, dass ebendieselben Kräfte auf den Beobachtungsort wirken, welche
sich beim Regelkompass geltend machen; deren Einfluss auf die betreffende
Beobachtung ist dann in jedem besonderen Falle nach den von Sabine ange-
yebenen Formeln bestimmt. Wir lassen die erhaltenen Werthe hier einfach folgen: