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folgenden Tagen waren südliche Winde vorherrschend. Am 26. Juli kam die
Küste von Chile in Sicht. Den 28, Juli 4 Uhr a. m. befand man sich in Sicht
des Feuers von Valparaiso, bei steifem SW-Winde und hoher südlicher See.
Nachdem der Capitain die betreffende Ordre erhalten, wurde die Reise nach
Iquique fortgesetzt. Von südlichen Winden und gutem Wetter begünstigt, ging
dieselbe in den ersten Tagen längs der Küste gut vorwärts. In 30° Süd-Br.
und 73° West-Lg. wurden sehr viele Sternschnuppen beobachtet, welche eine
Richtung von NW nach SE hatten. Zwischen 26° Süd-Br. bis 23.s° Süd-Br.
wechselten veränderliche Winde und Windstillen, worauf frische SE-Brise ein-
zetzte, mit der man Zquiqwue in Sicht lief, Leider trat wieder Windstille ein,
so dass die „Columbia“ erst am Abend des 7. August nach einer Reise von
138 Tagen, seit dem Verlassen des Kanals, auf der Rhede von Iquique zu
Anker kam.
Am 7. October 1876 segelte die „Columbia“ wieder von Zquique ab. Sie
war für Ordre nach einem Hafen des englischen Kanals bestimmt. In den
ersten Tagen waren die Winde flau und veränderlich mit öfteren Windstillen und
siner hohen südlichen Dünung. Bei weiterer Entfernung von der Küste wurden
die Winde indess beständiger. Am 21. October passirte man die Inseln Felix
und Ambrosa. In 26.5° Süd-Br. und 81,5° West-Lg. hörte der leichte Passat
ganz auf, und nach einer Windstille stellten sich nördliche Winde ein, die am
24. October in 30° Süd-Br. und 82.5° West-Lg. in. stürmische Westwinde über-
yingen, 40° Süd-Br. wurde am 3. November in 86.6° West-Lg. und 50° Süd-Br.
am 10. Norvbr. in 85.1° West-Lg. geschnitten, In 56.3° Süd-Br. und 75.4° West-Lg.
hatte das Meerwasser eine schwarzgrüne Färbung. Mit böigem Wetter und
einem harten NW-Winde wurde am Abend des 14. November die Insel Diego
Ramirez und am 15. November 8 Uhr a. m. Cap Horn in einer Entfernung von
18 Seem, passirt. Reisedauer von /quique ab 39 Tage. Der Wind, welcher anfangs
lebhaft nördlich war, holte SW und nahm rasch zu, die Sonne hatte einen starken
Ring und das Barometer fiel auf 736” Der Wind flaute indess bald, nördlich
holend, wieder ab. In der Folgezeit waren südwestliche, von häufigen Böen
begleitete Winde die vorherrschenden, 50° Süd-Br. wurde in 49.0° West-Lg.
am 19. November, bei hartem SW-Winde, der bald darauf nach SE veränderte,
und 40° Süd-Br. in 36.1° West-Lg. am 26. November während eines SW-Sturms
von der Stärke 9 geschnitten, In etwa 28° Süd-Br. und 27.s° West-Lg. setzten
starke nördliche Winde ein, die allmählich, je weiter das Schiff nordwärts
yelangte, eine östlichere Richtung annahmen. Am 11. December wurde 20° Süd-Br.
bei lebhaftem ENE-Winde in 28.6° West-Lg. geschnitten. Um 4* p. m. den
11. December passirte man die Insel Martin Vas in einer Entfernung von 15 Seem.
in 10° Süd-Br. und 28.3° West-Lg. am 15. Decemher war der Wind Ost und
lebhaft. Die Stromversetzung seit dem vorhergehenden Mittage (11.2° Süd-Br.
und 28,5° West-Lg.) betrug 28 Seem. WSW!/«W, und am folgenden Mittage in
9.1° Süd-Br. und 28.,° West-Lg. NWzW '/2W 17 Seem. Beim Schneiden des Aequa-
tors am 20, December in 26.3° West-Lg. wehte ein frischer SE-Passat. Die Strömung
wurde hier WNW1!4AW 25 Seem. beobachtet. Nachdem während eines halben Etmals
veränderliche Winde mit zeitweise starken Regen geweht hatten, ging in etwa
5° Nord-Br. der SE in den NE-Passat über, der die Stärke 5—7 annahm.
10° Nord-Br. wurde in 30.2° West-Lg. am 25. December und 20° Nord-Br. in
36.2° West-Lg. am 1. Januar 1877 gekreuzt. Von ungefähr 22° Nord-Br. ab war
der Passat östlich, veränderlich und leicht. In 25° Nord-Br. und 39° West-Lg.
traten nach einer Windstille nördliche und westliche Winde ein, denen jedoch
nach einigen Tagen wieder östliche Winde folgten. Der westlichste Schnittpunkt,
den das Schiff erreichte, liegt in 39.2° West-Lg. auf 24.4° Nord-Br. Am 11. Ja-
nuar wurde 30° Nord-Br. in 35° West-Lg. bei einem mässigen Ost-Winde
geschnitten. Die Insel Corvo passirte man am Vormittage des 19, Januar. In
43° Nord-Br. und etwa 28° West-Lg. hatte das Schiff einen Ost-Sturm zu
bestehen. Mit den darauf folgenden frischen und stürmischen Westwinden
gelangte die „Columbia“ am Mittage des 28. Januar nach 49° 52‘ Nord-Br. und
{° 10‘ West-Lg., an welchem Tage das Journal seinen Abschluss findet. Die
Reisedauer bis zu diesem Punkte seit dem Verlassen von /quique betrug 113,
seit dem Schneiden des Aequators im Atlantischen Ocean 39 Tage.