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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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durch herrschte dann Windstille und Mallung, che der SW-Monsun am 24. Juli 
in 10,5° Nord-Br. und 21.2° West-Lg. sich einstellte. Mit dem Aufhören des 
NE-Passates hatte sich auch östliche Strömung bemerkbar gemacht, durch welche 
das Schiff zwischen 10—8° Nord-Br. in 4 Tagen 104 Seem. nach Osten versetzt 
wurde. In 6° Nord-Br. und 11° West-Lg. erreichte der Oststrom fast die Ge- 
zchwindigkeit von 2 Seem. die Stunde. Am 6. August passirte man in 3.8° Nord-Br. 
begünstigt von starker Strömung den Meridian von Greenwich, näherte sich 
dann nördlich steuernd der Küste, bei dem herrschenden regnerischen Wetter 
beständig lothend. Am 9. August Morgens befand sich das Schiff in 6 Faden 
11 Met.) Wassertiefe, ohne Land erblicken zu können, da die Luft überaus un- 
aichtig war. Am folgenden Tage kam die Küste endlich in Sicht; alsdann wurde 
längs derselben gesteuert und am 12, August vor Akassa Creek geankert. Auf 
der Rückreise konnte das Journal wegen Krankheit des Capitains nicht geführt 
werden. 
3, 
Reise des Bremerhavener Schiffes „Willy Rickmers“, Canpt. B. T. Behm. 
Mit dem Tage der Abreise am 17. October 1876 beginnt Capt. Behm 
von der Bremerhavener Bark „Willy Rickmers“ auf der Reise nach Diamond- 
Island vor dem Bassein-Fluss sein meteorologisches Journal. Die Bark verliess 
an dem Tago mit östlichem Winde die Weser, wurde mit scinor Hülfe in wenigen 
Tagen durch Nordsee und Kanal geführt und stand am 21. October in 49.3° Nord-Br. 
und 6° West-Lg. Auch hier im Atflantischen Ocean war der Wind günstig für 
die Fortsetzung der Reise, und es wurde 40° Nord-Br., in 19.2° West-Lg. am 
27. Oetober und 30° Nord-Br. in 21.1° West-Lg. am 1. November erreicht, 
Anstatt des erwarteten Passates wurden nun aber sehr unbeständige Winde an- 
yetroffen, die anfangs vorzugsweise aus südöstlicher Richtung, später aber auf 
der Strecke von 20.5° Nord-Br. bis 17° Nord-Br. anhaltend von SW wehten und 
die Reise sehr verzögerten. Erst in 16° Nord-Br. und 24.9° West-Lg. traf man 
beständigen NE-Wind, der ohne Unterbrechung schon in 7.4° Nord-Br. und 
24.6° West-Lg. am 17. November in den SE-Passat überging, mit welchem am 
20. November das Schiff in 26.9° West-Lg. den Acquator passirte. Die west- 
liche Strömung wurde hier mit einer Schnelligkeit von 1 Seem. die Stunde be- 
obachtet. Im südlichen Atlantischen Ocean, wo frischer günstiger Wind die 
Reiso begünstigte, wurde 10° Süd-Br. in 29.3° West-Lg. am 23. November, 
20° Süd-Br. in 29,3° West-Lg. am 27, November und 30° Süd-Br. in 23.8° West-Lg. 
am 1, December geschnitten. Am 27. November sichtete man die Insel Trinidad 
and erreichte in 23.s° Süd-Br, die südliche Grenze des SE-Passates. Der Wind 
lief hier nach NE und bald darauf durch Nord nach NW, Nach 30° Süd-Br, 
yolangte die Bark in 23.s° West-Lg, am 1. December, nach 40° Süd-Br. in 7° 
West-Lg. am 7. December und passirte den Meridian von Greenwich in 42° Süd-Br. 
am 8. December. Nun begann das Schiff seine Länge abzulaufen, hatte dabei 
stets günstige nur selten stürmische Winde und erreichte als höchste südliche 
Breite 45.2° Süd-Br. in 41.1° Ost-Lg. am 18. December, passirte am 26. December 
die Länge der Insel St. Paul im 30.4° Süd-Br. und bog dann rasch auf nach 
Norden. In 30.9° Süd-Br. und 85.8° Ost-Lg. am 1. Januar 1877 fand das Schiff 
den SE-Passat und durchsegelte die Zone desselben, da der Wind ziemlich frisch 
wehte, in kurzer Zeit. In 12° Süd-Br. und 89.9° Ost-Ly. lag am 7. Januar die 
nördliche Grenze; flaue südliche Winde folgten für mehrere Tage bis in 7.5° 
Süd-Br. und 89,;° Ost-Lg. am 13. Januar westliche Winde eintraten, die das 
Schiff bis in nördliche Breite begleiteten, wo sie am 21, Januar in 2.1° Nord-Br. 
und 92.7° Ost-Lg. endeten, 20° Süd-Br, war am 4. Januar in 88.2° Ost-Lg., 
10° Süd-Br. am 11. Januar in 89.6° Ost-Lg. und die Linie in 91.9° Ost-Lg. am 
19, Januar geschnitten worden. Bis zur Region des westlichen Monsuns wurde 
eine tägliche westliche Versetzung beobachtet, zwischen 10° und 8° Süd-Br. 
mit dor Geschwindigkeit von 1 Seem, die Stunde; sowie jedoch die westlichen 
Winde eintraten, machte sich auch Oststrom, jedoch nicht so stark wie jener, 
bemerkbar. Sowohl südlich wie nördlich des Aequators, in der Nähe desselben, 
wurde nur schwache Strömung gefunden, erst als der in 3.3s° Nord-Br. und 
929° Ost-Lg. aufgefundene NE-Monsun auffrischte, stellte sich mit ihm auch 
westliche Triftströmung cin. Als 89° Ost-Lgy, am 29. Januar in 11.7° Nord-Br.
	        
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