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ler Welle und als Länge derselben von Gipfel zu Gipfel ca. 30.,5—45.7 Met.
angenommen werden.
Die westlichen Winde setzten meistens von NNW oder Nord mit dickem
Regonwetter bei Windstärke 7—8 ein. Nach einigen Stunden ging der Wind
bei noch mehr fallendem Barometer durch NW und West, wobei die Windstärke
zunahm, dann fing das Barometer an zu steigen, der Wind ging auf WSW,
wobei er meistens seine höchste Stärke 9—10 erreichte. Mit schnell steigendem
Barometer ging dann der Wind auf SW und Süd und wurde flauer, bis er,
allmählich auf SE und Ost gehend, fast still wurde. Es wurde deshalb jedesmal die
Erfahrung gemacht, dass die ungünstigen Winde die stärksten waren und dass
Jie günstigen durch ihre Schwäche wenig zur Fortsetzung der Reise beitrugen.
Diese vollständige Drehung des Windes von Ost durch Nord, West und Süd
bis Ost zurück wurde während der Reise dreimal durchgemacht. Nur im Beginn
der Reise vom 21, bis 24. Mai auf ca. 32°—28° Süd-Br, und 10° Ost-Lg. ging
der Wind gegen die Sonne herum, d.h. zuerst richtig von SSW nach SSE—SE,
dann zurück auf SW und NW, worauf Calmenwetter eintrat.
Merkwürdigerweise zeigten sich jedesmal während der mehrfach durch-
zogelten Windstillen mehrere Walfische in der Nähe des Schiffes, worauf es
dann bald von Nord her zu wehen anfıng.
Am 23. Juni auf 23° Süd-Br. und 45° West-Lg. setzte endlich cin an-
dauernder Nord-Wind ein, mit welchem die Reise bis in die Nähe des Landes
bei Cap Santa Maria fortgesetzt wurde, welches am 25. Juni Abends in
Sicht kam.
Am 25. Juni Nachts wurde es still, bald darauf setzte unter furchtbarem
Gewitter mit Regen und Hagelschauern ein Pampero zwischen Süd und SE ein,
welcher ununterbrochen bis zum Morgen des 27. Juni anhielt und namentlich in
Montevideo und Umgegend durch Hagelschlag viel Schaden angerichtet hat.
Endlich am 27. Juni Morgens klarte es auf, Cap Maldonado kam in Sicht; es
wurde von jetzt ab die Reise unter Dampf und Segel fortgosetzt und um
2h 30mir. pn, m. auf der Rhede von Montevideo geankert.“
2. Reise von Montevideo nach dem Rio Negro und zurück.
„S. M. 8. „Vineta‘“ verliess am 3. Juli, 2% p.m., unter Dampf und mit
;inem Lootsen für die Küste von Patagonien die Rhede von Montevideo bei
Windstille mit Nebel und hart auslaufendem Strom. Nach Aussagen von sach-
verständigen Personen gelten diese beiden letztgenannten Erscheinungen als
sichere Anzeichen eines bevorstehenden Pamperos; dies wurde auch in
der Folge vollkommen bestätigt gefunden. Kaum war unter Dampf gegen
Abend die Englische Bank passirt (wobei es auffiel, dass der Schein der mit
Gas erleuchteten Strassen von Montevideo noch auf 19 Seem. sichtbar war,
während das Leuchtfeuer von Cerro nicht ausgemacht werden konnte), als
ler anfangs ganz leichte, westliche Wind auffrischte, während der Nacht
mit aller Heftigkeit losbrach und gegen Morgen des 4. Juli die Stärke 10
erreicht hatte.
Der Wind war anfangs NNW gewesen, dann auf NW und West gegangen
und blieb auf WSW, Stärke 8—9, während des folgenden Tages stehen. Gleich-
‚eitig machte sich eine bedeutende Stromversetzung bemerkbar, welche die Er-
ahrung bestätigte, dass an der Mündung des La Plata die Strömungen von
den herrschenden Windrichtungen abhängig sind.
So wurde vom 3. bis 4. Juli in 21 Stunden eine Versetzung nach rw.
540° E,.15.6 Seem., bemerkt, trotzdem die meiste Zeit gedampft worden
war. Am 4. Juli Morgens wurden die Feuer zurückgeschoben und allein unter
Segel die Reise fortgesetzt, welche von jetzt ab durch die heftigen Winde
„wischen Süd und West sehr verzögert wurde und sich zur anstrengendsten
für Mannschaft und Schiff gestaltete, welche S. M. S. „Vineta“ bisher durch-
yemacht hatte,
Der starke Wind zwischen SW und WSW hatte wieder eine Versetzung
nach NE zur Folge, und zwar 24 Seem., in 24 Stunden nach rw. N30° E. Diese