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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Nach den Karten soll die Südgrenze des SK-Passats vom März bis 
August auf ungefähr 32° Süd-Br. liegen. Dies hat sich jedoch in unserem Falle 
als vollkommen unrichtig erwiesen, denn erst auf 24° Süd-Br. wurde leichter 
SE-Wind und passatähnliches Wetter angetroffen. 
Um vom Cap aus das Vorlaufen des Agulhas - Stromes zu beobachten, 
wurde stündlich die Wassertemperatur beobachtet, Die Ergebnisse dieser 
Beobachtungen sind in folgender Tabelle zusammengestellt, wobei gleichlautende 
Angaben ausgelassen wurden, um Wiederholungen zu vermeiden. 
Datum 
Drt 
Breite | Länge 
1877 | Süa | Ost 
Mai21 
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Cap d. gut. Hoffn. 
in Ost 
32° 21'| 15° 14’ 
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Bemerkungen 
Stromversetzung 
N17°W 
13 Seem. in 19.4r 
oder 0.7 Seem., in 1l 
Stromversetzung 
S57°W 
924 Seem. 
Datum 
1877 
Mai 23 
Ani% 
Ort 
Breite | Länge 
Süd ! Ost 
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Uhrzeit! Tem- 
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96 
95 
9.6 
9.5 
Bemerkungen 
Von 30° bis 24° Süd-Br. wurden, den Angaben der Windkarten für dic 
Monate April bis Juni entgegen, abwechselnd SW- bis NW-Winde angetroffen, 
so dass für eine Fortsetzung der Reise möglichst direct nach West hin wenig 
Aussicht vorhanden zu sein schien. 
Es wurde deshalb mehr NW gesteuert, um den SE - Passat aufzusuchen 
und mit diesem den grössten Theil der Länge abzulaufen. Aber auch dan» 
erwiesen sich die Angaben der Windkarten für diese Zeit als unzuverlässig, 
denn es wurde mit NNW- Kurs allmählich auf 5°-—10° West-Lg. 22° Süd-Br. 
erreicht, ohne dass ein frischer Passat angetroffen wäre. KEs wurde deshalb 
von 7° West-Lg. und 22° Süd Br. aus versucht, den directen Kurs nach 
Montevideo inne zu halten, wobei auf 8° West-Lg. ein Gebiet von Calmen- 
Wetter mit Windstillen angetroffen wurde. Dann stellte sich wieder südöst- 
licher schwacher Wind ein, und am 7. und 8, Juni in 24° Süd-Br. und 18° West-Lg. 
wieder Stille. Von hier ab begannen westliche Winde vorzuherrschen, welche 
von SSW bis NNW stets von stürmischem Wetter mit hohem Seegange be- 
gleitet waren. 
Ueberhaupt waren während der ganzen Reise von Simonstown bis Monte- 
video alle Winde zwischen Süd durch West bis Nord denen des anderen Halb- 
kreises an Stärke bedeutend überlegen und erreichten häufig die Stärke 10. 
Ausserdem wurde die Reise noch sehr durch die fast stets fühlbare, 
bedeutende Dünung aus West und SW erschwert, und hatte das Schiff von 
27° Süd-Br. und 25° West-Lg. bis zum Ende der Reise viel stürmisches Wetter 
mit hohem Seecgange durchzumachen. 
Es wurde mehrfach versucht, die Höhe der höchsten See abzuschätzen, 
und konnte alzg Maximum ungefähr 8,5 Met. Höhe vom Gipfel bis zum Thale
	        
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