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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Eingänge von meteorologischen Journalen bei der Deutschen Seewarte 
im Monat Juli 1877. 
wo. 
1 
) 
6 
7 
R 
91 
0] 
(9 
Name des Schiffes, 
„Hermann Friedrich“ 
„Deike Rickmers“ 
3 | „Virginia“ 
„Friedrich“ 
„Paul Rickmers“ 
„Britania“ 
„Hermann“ 
„Canopus“ 
„Capella* 
„Armin“ 
1 ı „Deutschland“ 
„Wilhelmine“ 
Capitain. 
RP, Niejahr 
J. Gennerich 
B. Minnemann 
L. Brüggemann 
M. O. Stolt 
K. Linz 
W. Bambach 
E. Meier 
B. Jachens 
F, Ruhase 
F. A, J. Kühn 
C. G. Keller 
Rheder. 
H. Bauer 
R. C. Rickmers 
D. H, Wätjen & Co, 
Fr. Roters 
R. C. Rickmers 
D. H. Wätjen & Co. 
Fritze & Gerdes 
W. A, Fritze & Co. 
W. A, Fritze & Co, 
D. H, Wätjen & Co, 
C. Woermann 
Fritze & Gerdes 
Heimaths- 
hafen. 
Rostock 
Geestemünde 
Bremen 
Bremerhaven 
Geestemünde 
Bremen 
Bremen 
Bremen 
Bremen 
Bremen 
Hamburg 
Bremen 
Reise, 
Newcastle, Jamaica, Liver- 
pool 
Bremen, Rangoon, Bremen 
Bremen, Bassein, Bremen 
Bremen, New-Orleans, 
Bremen 
Bremen, Bassein, Bremen 
Hamburg, Akyab, Rangoon, 
Bremen 
Bremen, New-Orleans, 
Bremen 
Bremen, Rangoon, Bremen 
Bremen, Bassein, Bremen 
Bremen, Akyab, Rangoon, 
Bremen 
Hamburg, Rangoon, Ham- 
burg 
Bremen, Rangoon, Bremen 
Dauer der 
Beobachtung. 
4 Mon. 9 Te. 
7,15, 
7,5, 
2 „21, 
1.107. 
1 2,27 - 
2,28. 
7 220 
7,4,” 
8 „1212 _ 
ai 
TA 28 
Reise des Rostocker Schiffes „Hermann Friedrich“, Capt. F. Niejahr. 
Capt. Niejahr von der Rostocker Brigg „Hermann Friedrich“ über- 
sandte von England aus der Seewarte ein meteorologisches Journal, welches 
er auf seiner letzten Reise nach Westindien (Jamaica) führte. Das Schiff hatte 
kaum den Kanal durchsegelt, als der Wind nach SW umlief und das Schiff längere 
Zeit in seinem Fortkommen aufhielt, zumal da der Wind an mehreren Tagen an 
Stärke bis zum Sturme zunahm. So wehte unter anderen am 20. December 1876 
in 48.6° Nord-Br., und 6.5° West-Lg. ein schwerer Sturm aus SW, wobei das 
Barometer bis auf 728.2” herunterging. Am 2. Januar 1877 erreichte man 
40° Nord-Br. in 14° West-Lg., aber auch südlich von dieser Breite wurden 
noch fortwährend südliche und westliche Winde angetroffen, so dass es schwer 
hielt, nach Süden zu gelangen. KErst in 35.5° Nord-Br. am 11. Januar setzten 
nördliche Winde ein, die später nach NE umgingen und das Schiff nach 27.5° 
Nord-Br. führten. Hier trat wieder eine Unterbrechung ein, indem es windstill 
wurde und nochmals westliche Winde zu wehen begannen. Endlich in 19.5° 
Nord-Br. und 31.4° West-Lg. am 25. Januar wurde die nördliche Grenze des 
Passates erreicht, mit welchem dann ohne weitere Unterbrechung nach Westen 
gesteuert werden konnte. 
Capt. Niejahr richtete seinen Kurs auf den Kanal zwischen den Inseln 
Antigua und Guadeloupe, welcher am 11. Februar in Sicht der erstgenannten 
Insel passirt wurde. Nach dem Einsegeln in das karaibische Meer wurden die 
Ostwinde unbeständiger und veränderlich, auch oftmals durch Windstillen und 
leichte westliche Winde unterbrochen, indessen wurde der Bestimmungshafen 
Kingston am 22, Februar glücklich erreicht, allerdings erst nach einer Reise 
von 69 Tagen vom letzten Ankerplatz auf Deal-Rhede. 
Von Kingston versegelte das Schiff nach einem Hafen an der NE-Küste 
Jamaica’s, der Annotto-Bai, woselbst eine Ladung Blauholz eingenommen wurde, 
die nach Livernool bestimmt war. Am 3. Mai wurde die Rückreise angetreten
	        
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