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erreichte. Der Wind ging dann durch Ost und Nord nach West um, so dass
nun direct nach dem Cap IIorn gesteuert werden konnte. Es wurde 50° Süd.Br.
in 82° West-Lg. am 27. Februar und die Länge des Caps am 4, März passirt,
22 Tage nachdem der Hafen von Valparaiso verlassen war.
Im Südatlantischen Ocean wurde 50° Süd-Br. in 48.5° West-Lg. am 11. März,
40° Süd-Br. in 35.7° West-Lg. am 16. März, und 30° Süd-Br. in 29.2° West-Lg.
am 21. März gekreuzt. Auf der Strecke vom Cap der guten Hoffnung bis 34°
Süd-Br. waren die Winde fast immer westlich und selten von grosser Heftigkeit,
dann folgte SE-Wind, der mitunter so frisch wurde, dass das Schiff mit einer Fahrt
von 10 Seem. die Stunde nach Norden, in den eigentlichen Passat einlief. Am
25. März peilte man die Inseln Zrinidad und Martin Vaz, und steuerte östlich
von beiden nach Norden. Kin frischer beständiger Passat brachte das Schiff
am 29. März nach 10° Süd-Br. in 29.4° West-Lg., und am 2. April in 29.8°
West-Lg. nach der Linie, dann aber trat in 1° Nord-Br. Mallung ein. Zwischen
5°—2.5° Süd-Br. beobachtete Capitain Niemann eine Geschwindigkeit des
Aequatorialstromes von 2 Seem. die Stunde in der Richtung WzS, während
unter der Linie die Schnelligkeit nur 1 Seem. die Stunde betrug. Eine östliche
Gegenströmung wurde nicht wahrgenommen. In 3.8s° Nord-Br. und 30.6° West-Lg.
setzte am 7. April der NE-Passat ziemlich frisch und raum ein. Mit diesem
wurde 10° Nord-Br. in 34° West-Lg. am 10. April, und 27.4° Nord-Br. in
39.5° West-Lg., die nördliche Grenze des Passatocs, am 17. April erreicht.
Südliche Winde stellten sich ein; in 32° Nord-Br. kam jedoch noch einmal NE-Wind
durch, der nun aber dem Fortgang der Reise sehr hinderlich wurde. Auch
später noch, nachdem schon 45° Nord-Br. und 26° West-Lg. mit Hilfe west-
licher Winde erreicht war, wurde das Schiff durch südöstliche und östliche
Winde so sehr aufgehalten, dass es erst am 10. Mai gelang, die Rhede von
Queenstown zu erreichen, immerhin jedoch nach einer recht günstigen Reise von
nur 89 Tagen,
10. Reise des Hamburger Dampfers „Sakkarah“, Capt, Danielsen.
Von Capt. Danielsen, Führer des Hamburger Dampfers „Sakkarah“,
wurde ein meterologisches Journal eingeliefert, welches auf einer Reise nach
Callao durch die Magellan-Strasse, und zurück nach dem englischen Kanal auf
demselben Wege geführt wurde. Das Schiff verliess Antwerpen am 20, Januar 1877
und segelte von dort, ohne Zwischenhäfen anzulaufen, direct nach Montevideo,
Die Linie wurde auf dieser Route am 4. Februar in 29.s° West-Lg. geschnitten
und der La Plata am 14. Februar, also nach 25tägiger Reise, erreicht. Am
16, Februar verliess das Schiff die Rhede von Montevideo, und gelangte nach
5 Tagen zum Eingange in die Magellan-Strasse, wo an der patagonischen Seite
grosse, weit sichtbare Feuer gesehen wurden. In der Strasse wurde mehrerc
Male geankert, um passende Gelegenheit abzuwarten. Nachdem Cap Pillar am
westlichen Eingange passirt war, steuerte man in dem ruhigen Fahrwasser öst-
lich der, die patagonische Küste vor Westwinden schützenden grösseren Inseln
nach Norden, und erreichte am 28, Februar die Lota-Bai. An der Westküste
Süd-Amerika’s wurden dann noch verschiedene Häfen angelaufen, als: Talcahuanca,
Valparaiso, Arica und Mollendo, bis schliesslich in der Bai von Callao am
14. März geankert wurde.
Nach einem Aufenthalt von 10 "Tagen auf dortiger Rhede trat der
Dampfer am 24. März seine Rückreise an. Südlich von Chilo@ wurden wieder
die Kanäle benutzt, welche auf der Hinreise durchlaufen waren, und gelangte
man auf diese Weise schnell und sicher nach Süden, ohne von den westlichen
Stürmen und der hohen See zu leiden. Am 18. April wurde für einige Stunden
bei Punta Arenas in der Magellan-Strasse geankert, und noch an demselben
Tage Cap Virgin passirt, worauf man in den Südatlantischen Ocean einlief.
Am 24, April wurde die Rhede von Montevideo erreicht, am 26, April dieselbe
wieder verlassen und nach Rio deJaneiro gesteuert. Dann wurde noch St. Vincent
und Madeira angelaufen, und diese Häfen resp. am 17. und 25, Mai erreicht.
Am 1. Juni lief das Schiff wieder in den Kanal ein, und setzte über Hazre seine
Reise nach der Elbe fort, wo es am 7. Juni glücklich anlangte. Die ganze
Reisedauer betrug demnach noch nicht volle 5 Monate.
Ann. d, !ydr., 1877, Teft IX (September).