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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

Eingänge von meteorologischen Journalen bei der Deutschen Seewarte 
im Monat Juni 1877. 9 
Name 
No des Schiffes, 
L 
3} 
1 
„Margaretha Blanca“ 
„Johanne Marie“ 
3} 
„Superb“ 
4} 
„Margaretha Gaiser“ 
D 1 „Palma“ 
61 
„Germania“ 
7 
„Seenymphe“ 
8} 
„von Roon“ 
91 
„Carl Botlı“ 
10|D. „Sakkarah“ 
Capitain. 
J. Tramborg 
C. Gustavrus 
C,H. Meyer 
H. H. G. Just 
C. J. D. Binge 
O. Romberg 
P. Skormand 
H. B. Meentzen 
F, W. Niemann 
B.H. W. Daniel 
sen 
Rheder. 
Alexander Gibsone 
C. Pokrantz & Co. 
Wilken Stehr 
G. L. Gaiser 
Ad, Jac. Hertz Söhne 
D. H. Wätjen 
J. A. G. Bolten 
Cassen, Janssen Cassens 
Franz Crull 
7DeutscheDampfschifffahrts 
Gesellschaft „Kosmos“ 
Heimaths- 
hafen. 
Danzig 
Bremen 
Hamburg 
Hamburg 
Hamburg 
Bremen 
Hamburg 
Brake 
Rostock 
Hamburg 
Reise. 
London, Doboy, Gibraltar 
Bremen, New-York, Ham: 
burg 
Hamburg, Buenos - Ayres 
Rio de Janeiro, Parana 
gua, Valparaiso, Iquique 
England 
Hamburg, Lagos, Palma 
Hamburg 
Hamburg, Hongkong, Küs 
tenreisen, London 
Liverpool, San Francisco 
England 
Hamburg, Cap San Lucas 
Cap Palma, England 
St. "Thomas, Wilmington, 
London, St. Thomas, Be- 
lize, London 
Hamburg, Valparaiso, Eng 
. land 
Hamburg via Zwischenhäfen 
nach Callao und retour 
Dauer der 
Beobachtang. 
3 Mon. 10 Tzg. 
2. ds 
8 
“ 
A 
0 
19 
3. 
8 x 
10. 
8 
8. 
A 
26. 
6 
3 Da 
Reise der Danziger Bark „Margaretha Blanca“, Capt. J. Tramborg. 
Die Danziger Bark „Margaretha Blanca“, auf einer Reise von London 
nach Doboy (Georgia) begriffen, stand am 22. November 1876 in 48° Nord-Br. 
und 6.5° West-Lg. Es wurde der Weg durch den Passat gewählt, und deshalb 
zunächst versucht, nach SW zu gelangen, was aber durch anhaltende, oft schr 
stürmische SW-Winde anfangs sehr erschwert wurde, 40° Nord-Br. wurde denn 
auch erst am 11. December in 16° West-Lg. erreicht. Auf der zurückgolegten 
Strecke waren es hauptsächlich zwei sehr schwere Stürme aus WSW, die das 
Schiff so lange aufhielten und nach NE zurücktrieben. Der eine traf das Schiff 
in 44.4° Nord-Br. und 11° West-Lg. am 1. December bei einem Luftdruck von 
740.7”, während der andere am 3, December in 45.3° Nord-Br. und 10.5° West-Lg. 
mit einem Barometerstande von 728.7”" noch heftiger wehte. Südlich von 
40° Nord-Br. wurden die Winde günstiger, indem .sie nach NW umliefen und 
mässiger wurden, so dass 30° Nord-Br. am 16. December in 21° West-Lg. ge- 
schnitten werden konnte. In 26° Nord-Br. und 25.6 West-Lg. ging der Wind 
allmählich durch Nord nach NE um. Mit diesem Winde lief das Schiff ohne 
weiteren Aufenthalt in den Passat ein und steuerte noch weiter südwestlich, bis 
18.4° Nord-Br. in 50.8s° West-Lg. am 29. December erreicht war, dann wurde 
wieder etwas nach Norden aufgebogen. Der nicht sehr frische, aber doch be- 
ständige Passat führte das Schiff ziemlich rasch nach Westen, denn es wurden 
mit demselben innerhalb 19 Tagen 44.4° Länge, also täglich 2.1°, abgelaufen, 
Am 6. Januar 1877, in 24° Nord-Br. und 70° West-Lg., verlor das Schiff den 
Passat, und steuerte nun in ziemlicher Nähe der Bahama-Inseln nach NW, auf 
welcher Strecke ebenfalls noch vorherrschend östliche Winde angetroffen wurden. 
3) Wegen Mangels an Raum in Heft VIII (August) nicht veröffentlicht. A. d. R,
	        
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