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15. Nordöstlich von Mud- Insel hat sich eine 4 Met.-Bank gebildet, Das
britische Linienschiff „Rodney“ kam im Jahr 1869 auf dieser Bank fest.
16. Mud-Island heisst die niedrige Insel in SW von King-Island-Bake.
Von ihrem SW-Ende erstreckt sich eine ca. 1'%& Seem. lange Untiefe bis zu
einer 7.3 Met. tiefen Stelle,
17. Neben der Bake W!4S von King-Island-Bake liegt ein Creek. Das
Ufer hat sich dort im Ganzen nebst den vorliegenden Bänken etwas zurück-
gezogen. Die Bucht, in welcher im Jahre 1869 noch 0.9 bis 9.ı Met. Wasser
waren, ist jetzt ganz trocken.
18. Auf dem halben Wege zwischen Kiang- Yin und Bate-Point steht
ein leicht kenntliches, weisses Haus mit zwei Bäumen auf dem rechten Ufer des
Flusses. Vor dem gegenüberliegenden linken Ufer haben sich von dieser Stelle
bis Bate-Point Bänke gebildet.
19. Die Bake oberhalb Bate- Point ist 1 Seem. weiter stromabwärts
versetzt und zeigt des Nachts ein, 7 Seem. weit sichtbares Feuer. Das
westlich davon auf /Fishbourne - Island in den Karten eingezeichnete Feuer
existirt nicht.
20. Die am weitesten nach Osten vorspringende Ecke von Fishbourne-
Island ist weggeschwemmt, Das jenseitige Ufer hat sich soweit verändert, dass
der Strom wol noch einmal so breit ist, als in der Karte angegeben.
21. Pottinger-Insel wird jetzt ausschliesslich Beaver-Island genannt. Die
Insel ist kleiner geworden, besonders nach Süden zu. Das Fahrwasser zwischen
der Insel und dem rechten Ufer ist breiter, wie in der Karte angegeben. Von
Beaver-Island-Feuer führt der Kurs nach Kying-Island hinüber, da an dieser
Seite die Bänke fast ganz verschwunden sind, während sie sich am gegenüber-
liegenden rechten Ufer stark vergrössert haben. Bei Niedrigwasser macht sich
die Bank und die südliche tiefe Rinne darin kenntlich. Die Nordspitze von
Kying-Insel scheint etwas abgeschwemmt zu sein. Der ihr gegenüberliegende
„Large tree“ existirt nicht mehr.
22. Der Creek im Westen von Parker-Point ist der bedeutendste auf
dem ganzen Wege von Shanghati bis Nanking. 18 Seem. oberhalb seiner Mündung
in den Yanytze-Kiang liegt die Stadt Sinnameau, welche einen sehr ausgedehnten
Salzhandel betreibt. Unfern dieser Stadt soll der Ort liegen, wo Marco Polo
einen hohen Beamten-Posten bekleidete.
23. Die 5.5 Met.-Stelle unterhalb Sıinnameau - Creek existirt nicht mehr.
Das Zollgebäude gegenüber Keptiegle-Rock ist chinesisch und erhebt Zoll nur
von den Dschunken, KEspiegle-Rock ist noch vorhanden, bietet der Schifffahrt
jedoch keine Gefahr, wenn man sich an dem linken Ufer des Flusses hält.
Oberhalb Espiegle-Rock steht die Temple-Leuchtbake, die, auf dem hohen Ufer-
Rande stehend, sich sehr gut markirt. Oberhalb dieser Bake mündet bei dem
Dorfe Tanta. der berühmte Kaiserkanal, der indessen jetzt nur noch das Aus-
sehen eines vernachlässigten Grabens hat. Die andere Mündung auf dem
rechten Flussufer in Chinkiang ist gänzlich trocken.
24. Die Inseln Seatasha und Kaokeasha haben sich wenig verändert,
wenigstens nicht auf den, dem rechten Flussufer zugewendeten Seiten,
25. Zu der Passage bei Silver-Island vorbei bietet der Plan auf der
engl. Admiralitäts-Karte No. 1480 (Tit. XI, No. 71) einen guten Anhalt. Der
Kanal ist weniger Veränderungen ausgesetzt wie andere Stellen des Flusses,
da er nur eng ist und steinige Ränder hat. Auf der Rückreise am 29. März
wurde die Passage sorgfältig ausgelothet und der Plan bis auf die 5.» Met.-Stelle
correct befunden. Diese Stelle konnte nicht aufgefunden werden, dahingegen
111 Met. ESE von ihr eine 4.5 Met.-Stelle. Dieser südlich gegenüber ist eine
weisse Marke an der Felsenwand angemalt. Stromaufwärts kommend, thut man
gut, nach dem Passiren dieser Marke ein wenig nach Süden abzuhalten, um dem
Furions- Rock sicher aus dem Wege zu gehen. Stromabwärts kommend, muss
der starke, um die Südspitze der Insel herumsetzende Strom in Rechnung gezogen
werden. Das Fahrwasser nördlich um Süver-Insel herum wird, der veränder-
lichen Bänke östlich der Insel wegen, nur ungern benutzt.
Die Passage bei Silver - Island ist die letzte grössere Schwierigkeit auf
dem Wege bis Nanking. Bei Chiankiang bereiten nur die zahlreichen Dschunken
manchmal Hindernisse. Etwas oberhalb Chinkiang-fu wird der nach Norden