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fernung von den grossen Eisencylindern aufgefasst werden kann, wie die in der
letzten Spalte gegebenen Zahlen zeigen, so ist doch immerhin ersichtlich, dass
bei der durchschnittlichen Entfernung von 6 Metern vom Schornstein und der
noch geringeren von den Ventilatoren, diese einen viel zu grossen Einfluss auf
die Compasse ausüben. Wäre das Kisen absolut weich, so dass die vertikale
Componente der erdmagnetischen Kraft momentan den derselben und der In-
ductionsfähigkeit des Eisens entsprechenden Magnetismus in den KEisenmassen
erzeugen würde, so dürfte ein etwas mehr oder minder beträchtlicher Werth
des Coefficienten — von keinem Belang sein, da dann an demselben Orte auch
immer, vorausgesetzt, dass im Magnetismus des Schiffes keine Aenderungen
stattfinden, dieselben Deviationen gefunden werden müssten. Die einzelnen
Deviationsbeobachtungen zeigen aber, dass bei der sehr raschen Breitenver-
änderung dieser Schiffe auf ihren Reisen von Europa nach Brasilien resp. der
Magellanstrasse und zurück, die vertikalen Eisenmassen für einen bestimmten
Ort nicht den, den magnetischen Elementen des Ortes entsprechenden Magnetis-
mus besitzen, sondern gewissermassen von den vor mehreren Tagen verlassenen
Breiten Magnetismus mit herübergeschleppt haben. Eine Folge davon ist, dass
auf den Ausreisen, längs der brasilianischen Küste südwestlich heruntersteuernd,
das + B kleiner gefunden wird, wie es sein sollte und wie es rückkehrend an
derselben Stelle ist; ferner, dass auf der Rückreise auf nordöstlichen Kursen
den Kanal anlaufend, das — B kleiner gefunden wird, als es sein sollte und
auf der Ausreise beobachtet wurde. Wird diese Aenderung nicht genügend in
Rechnung gezogen, so müssen die Schiffe ausgehend näher an die brasilianische
Küste, rückkehrend näher an die französische und holländische Küste versetzt
werden, wie es auch in der That erfahrungsgemäss der Fall ist.
Die jetzt regelmässig von den Schiffen geführten Deviationsjournale lassen
sämmtlich diese Aenderungen im Coefficienten B mehr oder weniger erkennen,
Bei den Dampfern „Bahia“ und „Rio“, für deren Compasse der Induetions-
Coefficient den grössten Werth hat, tritt dies am deutlichsten hervor; so wurde
für die „Bahia“, ausgehend, der Coefficient B auf verschiedenen Reisen = — 29°
beobachtet, rückkehrend, im Kanal und in der Nordsee dagegen nur — — 22°,
also ein Unterschied von über einem halben Strich. Bei der „Argentina“ wurde
während der letzten, kürzlich vollendeten Reise, ausgehend, B = — 5.5°, überein-
stimmend mit dem früheren Werthe gefunden, während rückkehrend B = 0
beobachtet wurde. Im Coeffcienten € scheinen bei diesem Schiffe, rückkehrend,
ebenfalls kleinere Aenderungen vorgekommen zu sein, deren Ursachen indess
noch nicht recht ersichtlich sind. .
Für den Pfahlcompass des Dampfers „ Valparaiso“ findet sich diese Aen-
derung kaum bemerkbar, es ist wenigstens aus den Beobachtungen der wenigen
Reisen, wegen der unvermeidlichen Beobachtungsfehler, nichts mit Sicherheit in
dieser Beziehung zu erkennen, so dass es scheint, als ob ein + kleiner als + 0.060
als zulässig angesehen werden kann.
Wegen dieser Schwankungen im Coeffieienten B, welche der Natur der
Sache nach nie mit Sicherheit auch nur annähernd vorausbestimmt werden
können, ist es um so mehr nothwendig, bereits beim Bau des Schiffes, soviel als
möglich, diese Erfahrungen zu berücksichtigen, da sich nachher oft sehr schwer
eine, auch allen praktischen Anforderungen entsprechende Stelle für den Compass
finden lässt. Bei den vorliegenden älteren Schiffen kann durch eine Ersetzung
der dem Compass zunächst liegenden eisernen Ventilatoren durch solche von
Kupfer Manches gebessert werden, wie dies auch bereits in Anregung und in
einzelnen Fällen zur Durchführung gebracht ist.
Bei dem neuen, auf der AReiherstieg - Schiffswerfite gebauten Dampfer
„Ramses“, ist kein Pfahlcompass angebracht. An seinem Platze steht der
Azimutcompass als Regelcompass. Die Entfernung von dem Schornstein und
den Ventilatoren beträgt 10 Met., so dass eine regelmässige Aenderung der De-
viationen dieses Compasses zu erwarten steht. Der geringe Betrag der
Coefficienten dieses uncompensirten Compasses spricht jedenfalls für die gute
Aufstellung desselben. ;
. Dampfer der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt Actien-
gesellschaft. Die grossen Postdampfer dieser Linie sind fast sämmtlich be-