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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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(Baukurs WzN). Das Schiff lag während der Ausrüstung mit dem Bug einige 
Monate nach Norden und wurde dann behufs Bestimmung der Deviationen 
und Ermittelung der Deviationscoefficienten am 2. November 1875 geschwungen. 
Der Regelcompass stand auf einer hölzernen Brücke zwischen dem Besahns- 
und Gross-Mast 3,38 Met über Deck, Die Entfernung vom Besahnsmast betrug 
8,15 Met., die vom Grossmast 4,4 Met. Es ergab sich B = — 9° 52, 
C =— — 15° 38‘, D= +4° 35. Das Schiff machte eine Reise nach Rangoon, 
auf welcher dasselbe besonders . viel stürmisches Wetter und in der Bai von 
Bengalen einen Orkan, bei welchem die Stengenm über Bord geworfen wurden, 
auszusiehen hatte. Es liegen deshalb auch nur wenige Beobachtungen vor, je- 
doch bestimmte der Capitain in 45° Nord-Br. und 10° West-Lg. auf der Rück- 
reise, vor dem Einlaufen in den Kanal, die Deviation auf den meisten Strichen; 
es ergab sich daraus B= —7° 29, C = — 13° 46, D = + 4° 32‘, also 
bei unveränderter Richtung der magnetischen Achse eine sehr unbedeutende 
Abnahme im Magnetismus. Ueber die Aenderungen auf südlichen Breiten liegen 
leider keine Beobachtungen vor, doch scheinen dieselben, nach den Berichten 
des Capitains den erdmagnetischen Elementen entsprechend erfolgt zu sein. 
Wie unveränderlich der magnetische Charakter des Schitiskörpers bei 
älteren Schiffen bleibt und wie constant die MDeviationen solcher Compasse 
sich verhalten, auf welche im überwiegenden Maasse nur das Schiff als Ganzes, 
nicht seine einzelnen "heile wirken können, zeigen die folgenden Beispiele: 
i. Bremer Bark „Lima“, Capitain Ellerbrook, Grösse 831 Reg.- 
Tons, in Glasgow 1870 gebaut, eiserne Spanten und Decksbalken, aber hölzerne 
Beplankung, sogenanntes Composit-Schiff. Der Regelcompass steht 7,2 Met. vor 
dem Besahnsmast, 1,4 Met. über dem Kajüts- und 3,5 Met. über dem Hauptdeck, 
Breite des Schiffes beim Compass 7,8 Met. Das Schiff wurde am 2. October 1875 
im Geestemünder Hafen zur Bestimmung des magnetischen Charakters ge- 
schwungen, und während der nächsten Reise nach Rangoon und zurück zahl- 
reiche sehr sorgfältige Beobachtungen gemacht, aus welchen sich die folgenden 
Coefficienten für die verschiedenen mittleren Orte ergaben: 
rt 
Geestemünde 
34° Süd-Br. 
41° Süd-Br. 
30° Süd-Br, 
2° Nord-Br. 
6° Nord-Br. 
‚4° Nord-Br. 
270° Süd-Br. 
11° Nord-Br. 
36° Nord-Br. 
17° West-Lg. 
60° Ost-Lg. 
80° Ost-Lg, 
95° Ost-Lg. 
95° Ost-Lg. 
92° Ost-Lg. 
40° Ost-Lg. 
24° West-Lg. 
34° West-Lg. 
Datum 
1875 
2. October 
1876 
1./8. Januar 
23./31. Januar 
2./10. Februar 
17,/28, Februar 
2./16. April 
23./30. April 
1./8. Juni 
10. August 
23./26, August 
BB 
D 
R 
Ss 
zy 
_10.2°| 4 96° 20434 — 0.1901 + 0.2691 -L 0.08 
— 339°| + 7.19 |+4- 3912“ 
——_ ° o 944 
SEN 
— Oo o ORA7| 
Z ia9[E 200' 7 30884 
— J.8°1 4 928° 4 3°46" 
TEL 6009| — 
A 
— 60° + 69° 492° 34 
— 0,040 ı + 0.124 
— 0.019 | + 0.156 
— 0,046 | + 0.123 
— 0.059 | + 0.087 
— 0.020 | + 0.046 
— 0.082 | —+ 0.046 
+ 0.083 | + 0.104 
— + 0.068 | 
— 0.110 | + 0.118 
+ 0.056 
+ 0.088 
+ 0.041 
+ 0.061 
+ 0.062 
+ 0.066 
+4 0.065 
Mittel 3017 
| (0.0 
Bildet man durch Einsetzung der für den betreffenden Ort geltenden Werthe 
der Tangente der Inclination und der horizontalen erdmagnetischen Kraft die 
Bedingungsgleichungen für die Theile von 3, so erhält man zur Berechnung 
des Coefficienten für irgend einen Ort im Mittel = — (oa7 und 5 = — 0,087 und 
zur Berechnung des Coefficienten € auf dieselbe Weise > = — 0,007, 
® = + 0,152 wo, wieder den hier querschiffs wirkenden Inductionscoefficienten 
;n vertikalem Eisen und > die in derselben Richtung wirkende magnetische Kraft 
des Schiffer bedeutet. Setzt man diese Werthe in die Bedingungsgleichungen
	        
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