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Süden vordringen, werden sie an der südlichen Küste wiederum im Oetober
verspürt. Sie beginnen gowöhnlich als SE-Wind, welcher nach Osten zurück-
springt, zuweilen aber bis SW herumgeht.
Südost-Passat. Der Südost-Passat herrscht bis 8° Nord-Br.; die bis zum
September herrschenden südwestlichen Winde haben dem Nordost-Passat Platz
machen müssen, Die Stärke des Südost-Passates hat seit September schr stark
abgenommen, besonders in dem südlichen Theile des Gebietes,
Strömungen, Die vorherrschenden Strömungen sind noch immer westlich.
Der Gürtel der östlichen Strömung ist nicht so breit, wie im September, und
dehnt sich jetzt an der Ostseite über 6 Breitengrade und an der Westseite über
4 Grade der Breite aus. Die Geschwindigkeit aller Strömungen scheint seit
September abgenommen zu haben, und zwar am meisten die des West-Stromes
da, wo der Südost-Passat weht.
Wetter. Das 10°-$. 38 hat nur wenige Beobachtungen über den Zustand
des Wetters aufzuweisen, aber diese zeigen alle ein ausnehmend heisses und
drückendes Wetter in der Südwest-Ecke dieses Feldes auf. In dem nördlichen
Theile des 10°-%. 39 sind vielmals Nebel und einige Male starker Thaufall be-
obachtet worden und in dem südlichen Theile öfters Gewitter, heftige Böen
und unsicheres Wetter. In dem 10°-3. 40 sind viele Bemerkungen über Nebel,
Blitze und schwüle Luft vorhanden. Das 10°-%., 2 weist für diesen Monat
mehrere Tornado’s und Böen aus Ost auf und das 10°-$. 3 ebenfalls sehr
heftige Böen aus Ost mit drückender Hitze. Eine dieser Böen ist wahrschein-
lich ein Theil eines Westindischen Orkans gewesen. Das 10°-%, 4. hat in seinem
nördlichen Theil in diesem Monat viel unsicheres Wetter und häufig Gewitter.
Südlich vom Aequator sind nur sehr wenige Bemerkungen über das Wetter
verzeichnet, woraus man schliessen kann, dass das Wetter daselbst im October
besser ist, als in den vorhergehenden Monaten.
Seegang. Südliche Dünung ist in dem nördlichen Theile des Gebietes
öfters bemerkt worden, obgleich die südlichen Winde nur bis 8° Nord-Br.
herrschen, Nordwestliche Dünung ist in dem nördlichen Theile des Gebietes
sehr häufig, obgleich die Winde zu dieser Zeit stets nordöstlich sind; zuweilen
sind die Dünungen lang und schwer, Ebenso zeigen sie sich wieder südlich
vom Aequator, wo südwestliche Dünung weniger häufig ist.
Wolken. In dem nördlichen Theile des Gebietes ist für den Zug der
oberen Wolken die häufigste Bemerkung (30 °%): „Obere Wolken aus SW,
Wind NE“, obgleich noch ein ziemlich grosser Procentsatz (18 °/o) von oberen
Wolken aus SE, Wind NE, vorhanden ist.) Zwischen dem Aequator und
10° Nord-Br. ziehen die meisten oberen Wolken aus NE, bei unterem SE-Wind,
und ebenso aus SE, mit SW-Wind. Dies letztere wurde schon im September
bemerkt. Südlich vom Aequator ziehen die meisten oberen Wolken aus SE
mit SE-Wind unten, besonders im 10°-. 303. In den beiden 10°-Feldern
301 und 302 findet man einen grossen Procentsatz von oberen Wolken aus NE;
einige ziehen aber auch aus SW und NW.
Naturgeschichtliches. Landvögel und Insekten sind in den beiden 10°-
Feldern 39 und 3 zuweilen in sehr grosser Menge vorgefunden, nur wenige
aber in den beiden 10°-Feldern 40 und 4. Die ersteren sind wahrscheinlich
durch Tornado’s und östliche Böen fortgeführt worden.
Vermischtes. Am 28. October 1856 ereignete sich in dem 1°-F$. 99 des
10°.$. 38 (zwischen 19°—20° Nord-Br. und 19°—20° West-Lg.) ein sehr starker
Niederschlag von rothem Staub, welcher sich am nächsten Tag noch bis in das
1°-$. 90 des 10°-$. 39 (zwischen 19°—20° Nord-Br. und 20°—21° West-Lg.}
fortsetzte. Ebenso wurde am 15. October 1869 im 1°-F. 92 des 10°-$. 40
(zwischen 19°—20° Nord-Br. und 32°—33° West-Lg.) und am Tage vorher im
1°. 3. 99 des 10°. 4 (zwischen 9—10° Nord-Br. und 34°—35° West-Lg.)
rother Staub wahrgenommen.
!) Für das 10°-$. 38 sind nur 8, und für das 10°-$. 40 30 Beobachtungen des Zuges von
oberen Wolken in den „Remarks etc.“ verzeichnet, dagegen 135 für das 10°-$. 39. Von diesen
fallen (s, „Remarks etc.“ pag. 140): :
41 oder 30% auf den NE-Quadrant d. i. -4-3%09 seit September
30 „ 2% » » SE » d. i. ebensoviel "
50 » 87% »„ » SW d.i. +6% »
7 0. BB m 020 NW d. ii. — 90
A. & RR.