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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Wolken. „Obere Wolken aus NE“ sind in dem 10°-$. 39 am häufigsten 
beobachtet worden, hauptsächlich in seiner südlichen Hälfte (25 Mal unter 34 
Beobachtungen), während „Obere Wolken aus SE“ am häufigsten in der nörd- 
lichen Hälfte vorkommen.') In dem 10°-$. 4 ist die häufigste Bemerkung für 
diese Erscheinung „Obere Wolken aus NE, Wind SE“, so namentlich in dem 
südlichen Theile desselben, Dies zeigt, wie häufig: im August der Nordost-Passat 
über den Südost-Passat im 10°-$. 4 hinwegzieht. 
Südlich vom Aequator ziehen in diesem Monat die meisten Wolken aus 
SE, aber auch noch ein beträchtlicher Procentsatz aus NE und in zunehmender 
Zahl aus SW und NW.2 . 
Naturgeschichtliches. In den 10°- Feldern 38 und 39 wurden Schwalben, 
andere Landvögel und Insekten gesehen und in dem 10°-%. ein Vogel, der 
einer Taube ähnlich sah. In dem 10°-$.2 wurden ebenfalls Schwalben gesehen, 
aber in den 10°-Feldern 3 und 4 keine Landvögel und Insekten. Walfische, 
Fische und Seevögel wurden sehr häufig angetroffen. 
Vermischtes. Während des Monats August ist in dem ganzen Gebiet 
keine einzige Beobachtung von rothem Staub erwähnt. 
Beste Route zum Passiren der Linie im Monat August (s. Taf. IV u. Tab. I). 
Nach Süden bestimmte Schiffe sollten stets westlich der Cap Verde- 
schen Inseln gehen, da der NE-Passat daselbst stärker als an der Ostseite ist. 
Sobald man in ungefähr 10° oder 12° Nord-Br. den ersten südwestlichen Wind 
erhält, muss man nach SE zu steuern und darf nicht die, zwischen 10° und 
4° Nord-Br. herrschende östliche Strömung fürchten, da südlich von 4° Nord-Br. 
eine starke westliche Strömung angetroffen wird. Aus der Tafel IV ist zu 
ersehen, dass die vorherrschenden südlichen Winde bei Annäherung an den 
Aequator östlicher werden, deshalb muss man beim Einsetzen der ersten süd- 
lichen Winde suchen, genügend Ost zu gewinnen. Da die Winde in der Nähe 
von Cap St. Roque südlicher uud unbeständiger sind, als östlich davon, so ist 
es rathsam, den Aequator gut östlich, etwa in 25° bis 26° West-Lg., oder 
selbst noch 2° bis 3° östlicher zu schneiden, 
Nach den Windkarten für August ist für die östliche Hälfte des 10°-%. 303 
SEzE als Hauptwindrichtung anzunehmen, und ist diese eine andere, so ist: 
zwischen 0° und 6° Süd-Br. die Wahrscheinlichkeit ungefähr wie 2:1, dass 
der Wind südlicher ist; 
die Wahrscheinlichkeit ungefähr wie 5:1, dass 
der Wind südlicher ist; 
die Wahrscheinlichkeit ungefähr wie 2:1, dass 
der Wind südlicher ist. 
Der Wind ist bei dem östlichen Theil von Süd-Amerika, zwischen 6° und 
3° Süd-Br. auffallend südlich. Die Strömung ist beständig stark westlich, und 
am stärksten in der nördlichen Hälfte des 10°-5.303. Eine südliche, durcheinander 
laufende See tritt sehr häufig auf. In den Notizen für die 1°-Felder 32, 72 
84 und 94 des 10°-%. 303°) sind Fälle aufgeführt, in welchen die Schiffe an der 
2} 
1) In dem 10°... 39 sind im Ganzen 95 Beobachtungen von oberen Wolken registrirt; von 
diesen fallen (s. „Remarks etc.“ pag. 98): 
34 oder 36 °/, auf den NE-Quadrant, d. i. + 3°/, seit Juli 
32 » 38% » » SE- ” d. 1 — 5% » 
15 16% » » SW- d. ii. — 5%  » 
14 „ 15% » » NW- d, 1. 7% » » A. d. R. 
?) Für die drei südlichen 10°-Felder 301, 302, 303 besitzen wir nach den „Remarks ete.“ 
pag. 477 ff., 77 Beobachtungen des Zuges von oberen Wolken; von diesen zogen 41 oder 53%/g aus 
SE und 16 oder 21% aus NE. A. d. R. 
3) In den „Remarks ete,“, pag. 413, ist für das 10°-%. 303 angegeben: 
1°-$. 32 (zwischen 3°—4° Süd-Br, und 32°—33° West-Lg.): Das betreffende Schiff schnitt den 
Aeqnator am 2. August, Mittags, in 29° 18‘ West-Lg. und erreichte 10° Süd-Br. erst am Mittag des 12. August; 
es hatte auf seiner Route nach Süd viel gegen südlichen Wind und unruhiges Wetter anzukämpfen. 
1°- 5. 72 (zwischen 7°—8° Süd-Br. und 32°—33° West-Lg.): Ein sonst schnell segelndes 
eisernes Schiff schnitt den Aequator am 5. August 1859, Mitternacht, in 30° 42’ West-Lg. und war 
erst am 11. August, Mitternachts, in 10° Süd-Br. 
1°-8. 84 (zwischen 8°—9° Süd-Br. und 34°--35° West-Lg.): Ein anderes gutes eisernes 
Schiff schnitt am 19, August 1867 den Aequator in 27° 22‘ West-Lg. und erreichte 10° Süd-Br. zu 
Mittag am 21. August, 
1°-$. 94 (zwischen 9°—10° Süd-Br. und 34°—35° West-Lg.): Das betreffende Schiff schnitt 
den Aequator am 21. August, Mitternacht, in 29° 30‘ West-Lg. und war erst um Mitternacht des 
30. August in 10° Süd-Br. A. d. R.
	        
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