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Temperatur. Die nicdrigsten Temperaturen der Luft und des Meeres
sind in diesem Monat nahe bei dem Aequator, an der Ostseite des Gebietes,
nämlich zwischen 0°—2° Süd-Br. und 15°—20° West-Lg. Das Mittel aus
54 Beobachtungen der Luft -Temperaturen ist 23.4° und das aus 30 Beobach-
tungen der Meeres-Temperatur 23.1° (nach Celsius-Scala), Die Luft-Isotherme
von 23.9° findet sich sowohl in dem nördlichen, als in dem südlichen Theile
des Gebietes, während die niedrigste See -Isotherme von 23.s° nur in dem
nördlichen Theile angetroffen wird und in dem südöstlichen Theile des Gebietes
die See-Isotherme von 24.4° die niedrigste ist. Die höchsten Temperaturen der
Luft und des Meeres (bezw. 26.7° und 27.2°) sind in diesem Monat an der
Westseite des Gebietes,
Die Schleifenform der Isothermen nahe bei dem Aequator, welche schon
im Juni bemerkt wurde, ist noch immer sehr deutlich wahrzunehmen und deutet
an, dass der westliche Strom die Ursache der Temperaturänderung ist. Anderer-
seits bestätigt die veränderte Lage der Gegend der niedrigsten Temperatur die
Ansicht, dass diese Lage von dem kalten Trift- Strom der Winterstürme in
höheren Breiten beider Halbkugeln abhängt, wie schon für den Monat Juni
bemerkt worden ist (s. pag. 326).
Die mittleren Temperaturen der Luft und des Meeres haben sich für
das ganze Gebiet seit Juni wenig oder gar nicht geändert, doch findet ein
merklicher Unterschied zwischen dem nördlichen Theile einerseits und dem
mittleren und südlichen andererseits statt. In jenem, zwischen 20°—10° Nord-Br.,
hat eine Temperaturerhöhung von 1°, und in jenen beiden eine Temperatur-
erniedrigung von nur wenig über 1° (bei der Luft um 1.1° und bei dem Meere
um 1.5°) stattgefunden.
Nordost-Passat, Der Nordost-Passat ist seit Juni um 4° vor dem Südost-
Passat zurückgewichen und weht immer mehr aus nördlicher, in der Nähe
von Afrika an manchen Stellen sogar aus nordwestlicher Richtung; seine Stärke
hat seit Juni beträchtlich abgenommen. In dem 10°-%. 40 sind viel mehr Böen
anzutreffen, als in dem 10°-3. 39; diese Erscheinung ist um so auffälliger, als
das 10°-%. 39 nahezu viermal mehr Windbeobachtungen aufzuweisen hat, als
das 10°-%. 40.')
Südost - Passat. Der Südost - Passat herrscht in diesem Monat bis
10° Nord-Br. vor; an der Ostseite des Gebietes weht bis 12° Nord-Br. vor-
herrschend ein SSW-Wind; zwischen 12° und 14° Nord-Br. ist der Wind an
derselben Seite vorwiegend westlich, und nördlich von dieser Breite nordwestlich.
Capt. Toynbee ist im Monat Juli häufig von Norden her zwischen den Cap
Verde’schen Inseln und Afrika hindurchgesegelt und hat bei weiterem Fort-
schreiten nach Süden gefunden, dass der Wind von NW durch West nach SW
drehte. Der Südost- Passat hat seit Juni an Stärke zugenommen, so auch be-
sonders die südlichen Winde bis nördlich vom Aocquator.
Strömungen. Die vorherrschenden Strömungen sind im Allgemeinen immer
noch westliche; aber die Ausdehnung der östlichen Strömung hat seit Juni
bedeutend zugenommen; sie herrscht zwischen 4°—10° Nord-Br. vor und setzt
bis nördlich von Ost, so besonders an der Ostseite des Gebietes. In dem
nördlichen Theile des Gebietes hat die westliche Strömung in ihrer Stärke sich
kaum verändert, während da, wo südliche Winde vorherrschen, die Stärke
zwischen 20°—10° Nord-Br.. . . . . — Oeymm.
10°— 0° ... + O.7amm,
, 0°—10° Süd-Br. .. . . . — Ossmm.
zwischen 20° Nord-Br. bis 10° Süd-Br. . + 0.3omm.
Der mittlere Luftdruck beträgt in diesem Gebiet im Juli 762,73mm. und ist der grösste für alle
Monate des Jahres; der kleinste, 760.92mm., findet im Monat März statt, A. d, R.
1) Für das 10°-% 39 sind 3127 Windbeobachtungen vorhanden; von diesen fallen nur 836
auf die Osthälfte und 2291 oder 73% 09 auf die Westhälfte; die Südhälfte hat über 1000 Beobachtungen
mehr, als die Nordhälfte aufzuweisen. Dagegen enthält das 10°-%. 40 nur 808 Windbeobachtungen,
und von diesen fallen 674 oder 83 0/9 auf die Osthälfte und nur 134 auf die Westhälfte; ebenso im
Gegensatz zu dem 10°... 39 hat die Nordhälfte des 10°-%%, 40 mehr Windbeobachtungen als die
Südhälfte. In dem 10°-%. 39 wird nur in 7 Fällen von Windstössen berichtet, in dem 10°-%. 40
dagegen sind 9 Böen und 16 Windstösse beobachtet worden. Von den 9 Böen fallen 8 in die öst-
liche Zone des 10°-%. 40 zwischen 10°—20° Nord-Br. und 30°—35° West-Lg. (s. „Remarks“ etc,,
pag. 67 und 70). A. d. Rı