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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 5 (1877)

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Um die Richtigkeit der von Capt. Toynbee bei seinen Vorschlägen für 
die besten Routen zum Schneiden der Linie in jedem Monat gemachten An- 
nahme, wonach für jeden Monat des Jahres die Windrichtung SEzE als die 
vorherrschende zu betrachten sei, zu prüfen und danach einen Maassstab für den 
Werth und die Bedeutung der in der Tabelle I und im Text gegebenen 
Verhältnisszahlen der Winde zu beiden Seiten der als vorherrschend ange- 
nommenen Windrichtung, SEzE, in Bezug auf die Wahl der jeweilig besten 
Route zum Schneiden der Linie zu erhalten, haben wir in einer zweiten 
Tabelle für alle zwölf Monate des Jahres und für die fünf Streifen von je 
2° Breite des östlichen Theiles des 10°-%. 303 (zwischen 0°—10° Süd-Br. und 
30°—35° West-Lg.) nach den „Charts of Meteorological Data for nine ten- 
degree-squares etc.“ die Anzahl der Winde aus den 17 Compassstrichen von Süd 
durch Ost bis Nord (inel.) zusammengestellt, mit Angabe der für jede Anzahl 
gefundenen durchschnittlichen Stärken (neben der betreffenden Windrichtung), 
deren Betrag zu kennen für die Erwägung resp. Benutzung der einzelnen Winde 
von Wichtigkeit ist, ferner die Anzahl der Winde aus den Richtungen Nord 
bis West und von West bis Süd, die veränderlichen Winde und die Stillen. 
Aus dieser Tabelle ersieht man zunächst, dass die jährliche Gesammtzahl 
der Winde aus SEzE in der That die grösste unter allen Gesammtzahlen der aus 
anderen Richtungen im Laufe des Jahres wehenden Winde ist, nämlich 2105, also 
fast den vierten Theil oder 24 °%, aller der in diesem Bezirk gemachten 8864 
Windbeobachtungen beträgt. Nur in den drei Monaten Juni, Juli und August 
überwiegen an Zahl, aber nicht an Stärke, die Winde aus SE. Die Gesammtzahl 
der Winde aus SE beträgt in diesen drei Monaten 717, die der Winde aus 
SEzE dagegen nur 609; in allen andern Monaten (namentlich von October bis 
Januar incl.) aber überwiegen an Zahl die Winde aus der von Capt. Foynbee 
als vorherrschend angenommenen Richtung, d. i. aus SEzE. Die Gesammtzahl 
aller Winde aus SE beträgt für diesen Bezirk im Laufe des Jahres nur 1662 oder 
19% (also 5% weniger als die der Winde aus SEzE) aller Windbeobachtungen. 
Die Annahme, von welcher Capt. Toynbee bei seiner Darlegung der Chancen 
des anzutreffenden Windes für die besten Routen zum Schneiden der Linie auf 
Grund der vorhandenen Windbeobachtungen in diesem Bezirk ausgegangen ist, 
scheint also hiernach vollkommen begründet zu sein. 
Diese zweite Tabelle enthält auch noch die Angaben der in jedem Monat 
und in jedem der fünf Streifen von 2° Breite thatsächlich angetroffenen häufig- 
sten Winde nach Richtung, Anzahl und Procentsatz und daneben die betreffenden 
Zahlenwerthe für die als vorherrschend angenommene Windrichtung aus SEzE. 
Hiernach kommt der Wind im Laufe des Jahres unter 60 Angaben der häufigsten 
Winde für die betreffenden 2°-Streifen 32 mal aus SEzE, 21 mal aus SE, 4 mal 
aus EzS, 2 mal aus EzN und 1 mal aus ESE, 
Juli. 
Bemerkungen zur physischen Geographie der 9 Zehngrad-Felder 
in dem Gebiete 
zwischen 10° Nord-Br.— 20° Süd-Br. und 10°—40° West-Lg. 
im Monat Juli (s, Taf. IV). 
Luftdruck, Der niedrigste Luftdruck, 760.7””-, ist in diesem Monat in 
der Nordostecke des ganzen Gebietes, wo auch eine relativ hohe Temperatur 
der Luft und des Meeres herrscht, aber nicht die höchste, welche an der 
Westseite des Gebietes anzutreffen ist. Der höchste Luftdruck, 765", ist zum 
ersten Male seit October in dem südöstlichen Theile des Gebietes, wo der mittlere 
Luftdruck mit dem nördlichen Vorrücken des südlichen Windes stetig zugenommen 
hat. In dem nördlichen Theile des Gebietes hat eine entschiedene Abnahme 
des Luftdrucks stattgefunden, doch liegt die Isobare von 764.5””- noch in der 
Nordost-Ecke. Südlich von 10° Nord-Br. hat der Luftdruck bedeutend zu- 
genommen, so dass der mittlere Luftdruck für das ganze Gebiet seit Juni zu- 
genommen hat, obgleich nicht um denselben Betrag, wie vom Mai zum ‚Juni,!) 
1) Nach der Tabelle pag. 379 der „Ann, d. Hydr.“, 1876, beträgt die Aenderung des mittleren 
Luftdruckes in diesem Gebiet seit Juni:
	        
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